Mein Aufenhalt in der Uniklnik Düsseldorf oder die Bedeutung der Äußerung „Jetzt gleich“

Da mir bereits am Telefon gesagt worden war, dass ich am Mittwoch, 8.09.2010 um 8.30 Uhr stationär in der MNR-Klinik der Uniklinik Düsseldorf Station MN3 aufgenommen werden würde, sind mein Mann und ich an diesem Tag um 6 Uhr aufgestanden und gegen 7 Uhr los gefahren, damit wir gegen 8.30 Uhr da sein würden. Wir kamen auch ungefähr zu diesem Zeitpunkt in der MNR-Klinik an und nachdem ich mich angemeldet hatte, begaben wir uns auf Station MN3. Dort wurden wir gebeten uns erst einmal in den Aufenthaltsraum zu begeben, da "jetzt gleich" der Arzt für meine Aufnahme untersuchung kommen und mir dann auch ein Zimmer zugeteilt werden würde. Also gingen wir in den Aufenthaltsraum und warteten und warteten…

Was die Untersuchung duch den Arzt angeht, bedeutete die Äußerung "jetzt gleich" ungefähr eine Stunde, den er kam erst gegen 9.30Uhr, ließ sich erst von mir meine Beschwerden schildern, untersuchte mich, nahm mir Blut ab, lege mir eine Kanüle in das linke Handgelenk und teilte mir dann mit, dass für Mittwoch eine Sonografie (Ultraschall), für Freitag eine Gastroskopie (Magenspiegelung) und für Montag eine Coloskopie (Darmspiegelung) geplannt sei. Mein Mann fuhr dann erst mal wieder zu unserem Sohn und wollte mich mittags nochmal mit ihm zusammen besuchen.

Nach der Untersuchung "durfte" ich dann wieder im Aufenthaltsraum warten, da noch kein Zimmer frei war und auf meine Frage, ob man die Untersuchungen nicht bis Freitag abgeschlossen haben könnte, konnte man mir erst mal auch nichts sagen, da die Schwester bei der Neugestaltung der Termine keinen Erfolg hatte, dies dann an die Ärtze weitergab und das dann erst noch telefonisch bis ca. 15 Uhr besprochen werden musste. Zwischenzeitlich hatte man mir immer wieder gsagt "jetzt gleich" sei mein Zimmer frei. Beziehen konnte ich es dann doch tatsächlich gegen 13.15 Uhr. Nachdem ich dann hungrig weitere zwei Stunden darauf gewartet hatte, ob am Donnerstag schon eine Spiegelung gemacht werden könne, teilte man mir dann mit, dass am Donnerstag eine Coloskopie für mich angesetzt sei, man wisse aber noch keine Uhrzeit; das sei auf Abruf, da man ja noch nicht wüsse wann ich "sauber" sei (wann mein Darm ausreichend gereinigt sei). Ich bakam dann erst mal eine kleine Flasche mit einer Flüssigkeit zu trinken und vier Tabletten, die ich zwei Stunden später nehmen sollte, durfte dann zwischenzeitlich zur Sonografie, die aber unauffällig war. Danach wurde mit mr durch eine Praktikantin ein Aufnahmegespräch durchgeführt.

Nach dem Aufnahmegespräch informierte mein Mann mich dann, dass er mich icht mehr besuchen käme, da unser Sohn 39,4°C Fieber gehabt hatte, er mit meinen Eltern und unserem Sohn zur Kinderklinik gefahren sei, man sie dort erst mal 1,5 Stunden hat warten lassen und ihnen dann sagte unser Sohn habe zwar einen leicht geröteten Hals, aber sonst könne man nichts feststellen. Ich war in dem Moment so wütend und hilflos, dass ich mich am liebsten selber entlassen hätte, um zu meinem Sohn zu kommen, doch ich vertraute auch darauf, dass mein Mann zurecht kommen würde und entschied mich schweren Herzens zu bleiben.

Abends bekam ich dann ca. 2,5 l einer weiteren Lösug zu trinken (zum Spülen des Darms). Nachdem ich dann ca. 2/3 der Lösung ausgetrunken hatte, wurde mir vom Stationsarzt mitgeteilt, dass man diese auch mit Apfelsaft (den es auf Station nicht mehr gab und den ich mir deshalb in der Cafeteria besorgen musste) verdünnen könnte, dass nun für Donnerstag sowohl Coloskopie, als auch Gastroskoie geplant seien und er fragte mich wer entschieden hätte mich stationär aufzunehmen, das hätte ja auch ambulant gemacht werden können. Es hieß dann auch abends käme noch ein Arzt um mir Blut abzunehmen wegen meiner Kaliumwerte – alle anderen Werte seien in Ordnung – wenn meine Kaliumwerte nicht so gut seien könnte ich etwas am Herzen bekommen. Also habe ich abends darauf gewartet, dass noch ein Arzt Blut abnehmen käme und habe gewartet und gewartet… bis es kurz vor 23.00 Uhr und ich mich nicht mehr wach halten konnte. Es kam dann auch kein Arzt mehr…

Nachdem dann eine Schwester am Donnerstag 09.09.2010 gegen 10 Uhr festgestellt hatte, dass ich so gut wie "sauber" sei, wurde ich dann zu Coloskopie und Gastroskopie angemeldet und dann hieß es ich sei vermutlich "jetzt gleich" dran. Gegen 10.30 Uhr konnte ich dann mein OP-Hemdchen anziehen und wurde nach unten gebracht, wo ich wieder erst mal gefühlte 30 Minuten warten musste. Der Arzt erklärte mir dann noch in welcher Reihenfolge die beiden Untersuchungen gemacht würden, dass zur Vorsicht Proben entnommen werden würden, ich zur Vorsicht einen Sauerstoffschlauch bekämme und meine Vitalfunktionen überwacht würden. Ich bekam dann noch zwei Mittel gespritzt und schlief dann schnell ein.

Gegen 14 Uhr wurde ich dann wieder wach und durfte direkt meinen Mann, meine Mutter und meinen Sohn begrüßen und von Ihnen erfahren, dass unser Sohn gestern abend nochmal 39,8°C Fieber hatte, mein Mann und meine Mutter wieder mit ihm zur Kinderklinik gefahren sind, wieder fast 1,5 Stunden warten mussten und dann erfahren haben, dass er eine Mittelohrentzündung hat – der arme Schatz! Ich würde ihm die Krankheit so gerne abnehmen, aber das ist mir leider icht möglich! Er bekommt jetzt zwei mal täglich ein Antibiotikum dagegen.

Nachdem wir dann etwas an der frischen Luft gewesen sind wurde mir mitgeteilt, dass ich entlassen werden könnte, was dann auch gegen 14.30 Uhr geschah, allerdings mit der Bitte bis 15 Uhr noch nichts zu essen.

Festgestellt wurde bei mir ein Gallereflux, was bedeutet, das der Muskel von Magen zu Galle (Magenpförtner) zu weit offen ist und dadurch Gallenflüssigkeit zurück in meinen Magen fliest. Das hat auch zu einer Reizung des Magens und einer lecihten Entzündung geführt, wodurch sich auch geronnenes Blut in meinem Magen befunden hatte, als die erste Magenspiegelung hier in Viersen durchgeführt wurde. Ich hab nun zwei verschieden Tablettenarten vershrieben bekommen, die ich 14 Tage lang nehmen muss und damit sollte sich ene Besserung einstellen, andernfalls müsste ich mich nochmal in der Uniklinik melden.

Als wir unserem Sohn abends das Abendessen gegeben hatten und ihm das Antibiotikum geben wollten, fing er an zu brechen, so dass wir ihm erst ein mal ein Zäpfchen gegen Übelkeit geben mussten. Nach ca. einer halben Stunde konnten wir ihm dann das Antibiotikum geben und ihn zum schlafen hinlegen

Heute morgen habe ich ihm dann nach dem Frühstück (er hatte bis 12 Uhr geschlafen) erneut versucht das Antibiotkum zu geben und wieder hat er etwas gebrochen, aber fast die gesammte Medizin drin behalten. Danach hat er erst nochmal bis ca. 17 Uhr geschlafen und dann sein Mittagessen bekommen, war dann wach, fit hat wieder gelacht und auch mit Mama und Papa gealbert, so dass wir vermuten können, dass es ihm wieder besser geht!

Aber eines steht für mich fest: Ich werde nicht mehr ins Krankenhaus ehen, wenn mein Sohn krank ist (mein Mann und meine Eltern waren mit den Nerven am Ende und ich habe mir ununterbrochen Sorgen um unseren Sohn gemacht) und ich lasse mir zukünftig genau sagen was eine Äußerung wie "Jetzt gleich" bedeutet!!!

Aber eines möchte ich noch los werden: Danke Schatz! Danke Mama! Danke Papa! Ich bin froh Euch zu haben!!!


© Sabrina S.

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Published in: on 10. September 2010 at 20:50  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Sabrina

    Ich bin über Dr. Google auf Deine Seite gestossen in dem ich Gallereflux und Düsseldorf eingab.
    🙂
    Gerne würde ich wissen ob es bei Dir besser wurde und was Du für Medikamente genommen hast.
    Oder hast Du noch den Gallereflux und Magenprobleme etc.

    Habe nämlich genau diese Beschwerden und suche Hilfe.

    Lieben Dank für eine Antwort gerne per mail
    Susanne

    • Hallo Susanne. Ich habe Dir diesbezüglich eine E-Mail geschrieben. LG Sabrina


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