Eine genauere Betrachtung meiner Familie Teil 4

Mein Verhältnis zu meinen Omas:

Wie sollte die ideale Enkelin sein?

Die ideale Enkelin sollte sich nur für die Lebensumstände, Probleme, Sorgen und Ängste der Großeltern (in meinem Fall der Großmütter) interessieren, sondern auch interessiert den Erzählungen über die alten Zeiten zuhören. Sie sollte viel mit ihren Großeltern unternehmen und ihre Hilfe bei Bedarf anbieten – auch bei Erledigungen, Besorgungen und speziell bei Behördengängen, aber auch mal um Hilfe bitten, da die meisten Großeltern froh und dankbar sind, wenn sie bei etwas helfen können. Außerdem sollte sie bei Bedarf Kritik äußern…

In wie weit ich keine ideale Enkelin bin, kann ich nur in einer separaten Betrachtung äußern, da mein Verhältnis zu meinen Omas unterschiedlich ist:

Bei meiner Oma mütterlicherseits bestand zwar immer Interesse an ihrer Person, aber dies beruhte eher weniger auf Gegenseitigkeit, wodurch es kaum zu gemeinsamer Zeit kam, die ich aber immer wieder gesucht habe.

Seit wir wissen, dass sie dementkrank und schizophren ist, hat der Kontakt aber leider immer weiter abgenommen. Mittlerweile habe ich gar keinen Kontakt mehr zur ihr, da sie krankheitsbedingt auch schon mal gewalttätig und aggressiv werden könnte und mir das Risiko für mich und speziell für unseren Sohn, den ich meistens mitnehmen müsste einfach zu groß ist und es auch durch andere Familienmitglieder, die in meiner Betrachtung nicht auftauchen, da sie für mich durch ihr Verhalten nicht mehr zu meiner Familie gehören, dazu kam, dass sie den Kontakt unterbunden und meine Mutter und mich schlecht geredet haben. Ich finde das zwar sehr schade und es macht mich auch ein bißchen traurig, aber ich habe gelernt es zu nehmen wie es nun mal ist.

Zu meiner Oma väterlicherseits habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Wir haben viel Kontakt und reden auch über alles – auch über Sorgen und Probleme und ich bitte ihr auch öfter meine Hilfe an, die sie aber ablehnt, weil sie das meiste noch sehr gut alleine schafft und darüber auch sehr froh ist. Außerdem ist sie immer wieder froh, wenn ich sie um Hilfe bitte, besonders, wenn ich sie frage, ob sie auf unseren Kleinen aufpassen könnte, da sie danach nicht fragt, weil sie sich nicht aufdrängen will..

Nach Ansicht meiner Oma mütterlicherseits, so fern sie sich darüber Gedanken macht, wäre ein regelmäßiger Kontakt sicherlich wünschenswert, der mir aber wir erwähnt zu riskant ist.

Nach Ansicht meiner Oma väterlicherseits könnte es auch etwas mehr Besuche – besonders am Wochenende geben (da ist sie manchmal etwas einsam) und ich könnte sie etwas häufiger wegen unserm Spatz fragen. Und sie häufiger zu besuchen habe ich mir auch vorgenommen, denn das kommt wirklich manchmal etwas zu kurz.

Fazit: Auch, wenn ich zwei Omas habe, habe ich nur zu einer Kontakt und da auch ein sehr gutes Verhältnis, das ich nicht missen möchte.

Über meine Opas habe ich hier nichts geschrieben, weil beide bereits verstorben sind. Meinen Opa mütterlicherseits vermisse ich auch oft; beiden Opa väterlicherseits nicht, was ich aber nicht weiter ausführen werde…

© S. Stolzenberg

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Published in: on 22. Januar 2012 at 22:56  Schreibe einen Kommentar  

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