„Bleiben Missbrauchsopfer ihr Leben lang Opfer?“ oder „Wieso Aufklärung so wichtig ist!“

Da sich dieser Blog um das Thema Missbrauch dreht, möchte ich einführend erstmal ein paar Definitionen liefern welche Missbrauchsformen es gibt und wodurch sie gekennzeichnet sind. Die unterschiedlichen Formen von Tätern werde ich nicht näher definieren, da dies hier zu weit führen würde.

Es gibt vier verschieden Formen des Missbrauchs:

1. Der psychische Missbrauch; auch emotionaler oder seelischer Missbrauch. Dazu gehören die feindselige Ablehnung (z.B. ständiges Herabsetzen, Beschämen,Kritisieren oder Demütigen eines Kindes), das Ausnutzen und Korrumpieren (z.B. Kind wird zu einem selbstzerstörerischen oder strafbaren Verhalten angehalten oder gezwungen bzw. ein solches Verhalten des Kindes wird widerstandslos zugelassen), das Terrorisieren (z.B. Kind wird durch ständige Drohung in einem Zustand der Angst gehalten), das Isolieren (z.B. Kind wird in ausgeprägter Form von altersentsprechenden sozialen Kontakten fern gehalten) und die Verweigerung emotionaler Responsivität (z.B. Signale des Kindes undseine Bedürfnisse nach emotionaler Zuwendung werden anhaltend undin ausgeprägter Form übersehen und nicht beantwortet).

Quelle hierzu: http://db.dji.de/asd/F004_Kindler_lv.pdf

Oftmals geschieht das gar nicht bewusst. Aussagen wie „Wenn du jetzt nicht gleich hörst, dann hab ich dich nicht mehr lieb“ oder „Wie dumm kann man eigentlich sein?“ werden unüberlegt dahingesagt und hinterlassen doch ihre Spuren. Vor allem kleine Kinder sind dieser Form der Gewalt häufig ausgesetzt und können sich gegen die Abwertung, die sich in ihre Seele schleicht, nicht wehren. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben sogar herausgefunden, dass emotionaler Stress dieser Art im Gehirn Spuren hinterlässt, Liebesentzug also im wahrsten Sinne des Wortes für Narben sorgt.

Quelle: http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/305872062791372/

2. Der physische Missbrauch. Dazu gehören Schlagen, Würgen, Ohrfeigen, jem. Verbrennungen zufügen, Schuppsen, Waffengebrauch, jem. körperlich Einschränken, jemanden wissentlich an der Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrungsaufnahme, Schlaf, medizinische Versorgung etc) hindern. Quelle hierzu: http://www.borderline-selbsthilfe.de/Index/Informatives/Missbrauch/missbrauch.html

3. Der sexuelle Missbrauch. Sexueller Missbrauch bedeutet, dass ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Machtposition, seine körperliche und geistige Überlegenheit sowie die Unwissenheit, das Vertrauen oder die Abhängigkeit eines Mädchens oder Jungen zur Befriedigung der eigenen sexuellen Bedürfnisse benutzt und gleichzeitig mit der Verpflichtung zur Geheimhaltung das Kind zu Sprach- und Hilflosigkeit verurteilt.

Sexuellen Missbrauch übt aus, wer:

  • ein Kind zur eigenen sexuellen Erregung anfasst oder sich berühren lässt
  • ein Kind zwingt oder überredet, sie/ihn nackt zu betrachten oder bei sexuellen Aktivitäten zuzusehen
  • Kinder für pornographische Zwecke benutzt oder ihnen Pornographie zeigt.
  • Kinder oder Jugendliche in Chaträumen belästigt, sie auffordert sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen oder ihnen pornografische Fotos per Mail schickt, macht sich ebenfalls strafbar
  • mit dem Handy sexuelle Handlungen filmt oder versendet
  • die Intimbereiche eines Kindes berührt und es zu oralem, analem, vaginalenGeschlechtsverkehr oder anderen sexuellen Praktiken zwingt oder überredet

Quelle hiezu: http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/258470557531523/

4. Der rituelle Missbrauch. Der Begriff „Ritueller Missbrauch“ wird generell verwendet, um fortgesetzte, extreme und sadistische Misshandlungen, insbesondere von Kindern, in Gruppenzusammenhängen zu beschreiben. Die Ideologie der Gruppierung dient der Rechtfertigung der Misshandlung, und die Misshandlung wird benutzt, um die Lehre der Ideologie der Gruppe zu vermitteln. Die Handlungen erfolgen im Geheimen, da sie gegen die Normen und Gesetze der Gesellschaft verstoßen. Quelle: http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/259151064130139/

Die geschilderten Erlebnisse, wie sie im Sekten-Info Essen e.V. berichtet werden und auch in der Literatur beschrieben sind (z.B. Huber, 2004), ähneln einander:

  • Die Opfer sind in einer satanistischen Sekte aufgewachsen, deren Mitglieder häufig aus der eigenen Familie und Freunden der Familie bestehen.
  • In Kirchen oder an besonderen magischen Plätzen werden z.B. an satanistischen Festtagen magische Rituale gefeiert.
  • Es treten Satanspriester auf, die häufig als „Kapuzenmänner“ verkleidet sind.
  • Während der okkult-satanistischen Rituale werden die Opfer zu sexuellen Handlungen gezwungen.
  • Kinder werden gezwungen, bei der Verstümmelung von Tieren anwesend zu sein oder aktiv daran teilzunehmen, menschliches Fleisch zu essen oder Urin, Samen und Blut zu trinken.
  • Die Satanssekten sind hierarchisch organisiert. In den höheren Ebenen befinden sich häufig Staatsanwälte, Ärzte, Priester, Industrielle, hohe Polizeibeamte, die gut (auch international) vernetzt sind.
  • Es werden Babys, Kinder und Erwachsene geopfert.
  • Durch Konditionierungsprozesse, die so genannten Programmierungen, werden Kinder gefügig gemacht. Dabei werden bewusstseinserweiternde Drogen und Hypnose eingesetzt.
  • Die Programme führen auch im Erwachsenenalter dazu, sich z.B. auf eine bestimmte Melodie hin, wie unter Hypnose, an einen bestimmten Ort zu begeben und dort den oder die Täter zu treffen.
  • Die Betroffenen bezeichnen sich selbst häufig als „Multiple Persönlichkeiten“.

Quelle:  http://www.facebook.com/groups/154786014610333/doc/176988292390105/

Allen Missbrauchsformen ist jedoch eines gemein: Jeder Missbrauch ist für den Betroffenen/die Betroffene ein Trauma . Auch hierzu eine Definition:

Ein traumatisches Erlebnis ist ein Einschnitt ins Leben,der das nachhaltige Leben völlig und negativ verändert.Es wirft den Betroffenen völlig aus der Bahn und ist mit den vorherigen Lebenserfahrungen nicht vereinbar.Das Gehirn,in diesem Fall der Bewältigungsmechanismus ist der Aufgabe nicht gewachsen und gibt ab.

Es gibt 2 Arten von Trauma

Trauma Typ A:

Kurze und traumatische Erlebnisse,die einher gehen mit Existenz- und Verlustängsten,wie ein Autounfall,Zeuge eines Todesfalls zB. der Eltern,Natur- oder Elementkatastophen,wie Fluten oder Brand des Hauses.Die Angst,dass das Schicksal von einer auf die andere Sekunde das eigene Leben völlig aus dem Ruder wirft,macht hilflos und verletzt ein Kind im grundlegendem Vertrauen.

Trauma Typ B

Langanhaltende oder auch immer wieder kehrende Erlebnisse,die das gewohnte Leben völlig aus der Bahn werfen und das dauerhaft,auch wenn für Menschen nicht immer einsehbar,wie zB. Mobbing in der Schule,Umzug in ein anderes Gebiet,sexueller/selischer oder körperlicher Missbrauch,Trennung (nennt man im Fachbegriff man-made),Unfälle,Kriege,Naturkatastophen,Krankheiten oder auch der Verlußt eines geliebten Menschen.

Quelle: http://www.facebook.com/groups/154786014610333/doc/175386435883624/

Jedes Missbrauchsopfer ist oder war einer dieser Formen von Gewalt ausgesetzt und da stellt sich für viele die Frage: Kann das bewältigt werden?

Ja es kann, doch dazu muss es erstmal dazu kommen, dass der Missbrauch nicht mehr statt findet.

Es gibt zwei Gruppe von Missbrauchsopfern:

  1. Die Opfer, bei denen der Missbrauch immer noch statt findet. Die noch keinen Weg gefunden haben dem Täter zu entfliehen.
  2. Die Überlebenden, die

a)    verdrängen und denoch ein selbsterfülltes Leben führen. Diese Form der „Bewältigung“ ist sicherlich die gefährlichste, da immer damit zu rechnen ist, dass es eines Tages dazu kommt, dass das Opfer sich auf einmal mit all dem Erlebten unverhofft auseinander setzen muss…

Hier muss man sich die Psyche des Opfers als eine Wohung vorstellen in der sich zum Beispiel ein Safe befindet. In diesen Safe werden alle Gedanken, Gefühle und Erinnerungen, die mit dem Missbrauch in Zusammenhang stehen gesperrt.

b)    sich in der Phase der Verabeitung befinden, also eine Therapie machen. Hierzu ist zu sagen, dass es kein Patentrezept einer Therapie gibt. Jedes Opfer muss für sich heraus finden welche Form der Therapie ihm/ihr bei der Bewältigung am besten hilft. Es kann eine reine Sprachtherapie sein, eine Traumatherapie oder eine Zeichentherapie.

c)    den missbrauch verarbeitet haben.

Viele Missbrauchsopfer engagieren sich seit der Bewältigung auch für den Kinderschutz. Doch alle Missbrauchsopfer haben eines gemeinsam: Sie führen trotz dem Geschehenen ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben, das sie genießen. Sie können nicht nur weinen, sondern auch lachen und albern.Es kann zwar immer wieder zu Flashbacks kommen (Ein Flashback (englisch, blitz(artig) zurück, sinngemäß übersetzt etwa Wiedererleben oder Nachhallerinnerung) ist ein psychologisches Phänomen, welches durch einen Schlüsselreiz hervorgerufen wird. Die betroffene Person hat dann ein plötzliches, für gewöhnlich kraftvolles Wiedererleben eines vergangenen Erlebnisses oder früherer Gefühlszustände. Diese Erinnerungen können von jeder vorstellbaren Gefühlsart sein.) und Worte wie “reden” können triggern (Trigger kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt Auslöser. Quelle:http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/266589606719618/), doch sie haben gelernt damit umzugehen.

Das wird ihnen jedoch leider oft abgesprochen, da es für viele nicht vorstellbar ist, dass ein Missbrauch verarbeitet werden kann.Und das ist ein grund weshalb Aufklärung so wichtig ist!!!

Doch wie kann überhaupt aufgeklärt werden? Mit große Plakaten, die Formen von Missbrauchs in Bildform zeigen? Sicherlich nicht, denn das wäre Triggermaterial und würde die Würde der jeweiligen Opfer angreifen!

Also was kann getan werden? Was wird bereits getan?

Folgende Arten der Aufklärung und damit der primären Prävention (will flächendeckend im Vorfeld wirken) gibt es bereits:

Es gibt eine Menge an Informationsmaterial im Internet besonders von Vereinen wie Dunkelziffer e.V., Wildwasser, Tauwetter und anderen, die auch Anlaufstellen für Betroffene sind, es gibt immer wieder Mahn- und Gedenkwachen bei denen informiert wird, eine Menge Bücher zum Thema Missbrauch und vereinzelt Aufklärung in Kindergärten und Schulen.

Doch wie kann noch aufgeklärt werden?

Es kann von informierten Personen erst mal im eigenen Umfeld aufgeklärt werden; dazu gehört aber auch Zivilcourage, es könnte in den Medien auf die verschieden Formen von Missbrauch hingewiesen werden – im Fernsehen und im Radio anhand von Beispielen, in Zeitungen zum Beispiel in Form einer mehrwöchigen Sonderausgabe. Weiterhin könnte es regelmäßig an allen Schulen Informationsveranstaltungen – beispielsweise der Polizei – geben, die verpflichtend sind und wo auch die Eltern kommen können, um sich zu informieren.

Wichtig sind hierbei folgende Fragen zu besprechen:

  • Welche Formen des Missbrauchs gibt es?
  • Was kann ich tun?                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Hiezu gilt es folgendes zu beachten:

  Nehmen Sie ihrem Kind Entscheidungen nicht ab!

   Lassen Sie Widerworte zu!

   Fördern Sie Selbstbewusstsein und Selbständigkeit!

   Lassen Sie Fehler zu!

   Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es über seinen Körper selbst bestimmt!

   Sprechen auch Sie offen über Gefühle!

   Erziehen Sie Ihr Kind nicht in eine „typische Mädchen- bzw. Jungenrolle“!

   Frühzeitige, gute, offene Sexualerziehung ist bedeutsam!

   Ein Vertrauensverhältnis hilft gegen sexuellen Missbrauch!

   Missbrauch ist ein belastendes „Geheimnis“!

Die Gefahr, Opfer von sexuellen Übergriffen zu werden, ist geringer bei Kindern, die selbstbewusst sind, selbstständige Entscheidungen fällen können, energisch Nein sagen mögen, wissen, was sie wollen, sprachlich gewandt sind und in einer sexuell offenen Atmosphäre aufwachsen. Quelle: http://www.facebook.com/groups/154786014610333/doc/179395455482722/

  • Welche möglichen Anzeichen gibt es?

Hierzu kann folgendes gesagt werden:

 Verbale Signale: Ein Kind erzählt oder macht Andeutungen gegenüber einer Person, zu der es großes Vertrauen hat (z.B. Mutter, Verwandtschaft, Lehrerin etc.). Oft sind diese Andeutungen recht zaghaft, da das Kind sich selbst nicht sicher ist, was da mit ihm passiert ist. Die Kinder haben natürlich auch oft Formulierungsschwierigkeiten wenn sie über das Erlebte sprechen wollen. In der Folge hängt es dann von der Vertrauensperson ab, ob der Missbrauch aufgedeckt wird bzw. beendet werden kann (vgl. BM f. Umwelt, Jugend und Familie 1993, S. 49ff).

Averbale Signale: Sollte das Kind bei den Versuchen, sich Gehör für das Problem zu schaffen, scheitern, wird es Signale setzen, die auf den Missbrauch aufmerksam machen sollen. Solche Signale sind Verhaltensänderungen und Verhaltensweisen, die den Menschen in der Umgebung meistens auch auffallen. Dies ist nun jener Punkt, wo die Verantwortlichkeit aller einsetzt, die mit dem Kind zu tun haben (z.B. Verwandte, Bekannte, Kindergärtnerinnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen etc.). Einige Signale sind z.B. Schulschwierigkeiten, Verbesserung der Schulleistungen um zu kompensieren, Erzählungen von unwahrscheinlichen Geschichten über zu Hause, Selbstzerstörung wie Nägelkauen, sich hässlich machen, Selbstmordversuche, Bettnässen, Waschzwang, den Körper nicht herzeigen wollen, Ausreißen von zu Hause, Essprobleme etc. (vgl. BM f. Umwelt, Jugend und Familie 1993, S. 52 f).

Symbolischer Ausdruck des Missbrauchsgeschehens und verbale Andeutungen sind nach Streicher-Pehböck & Winkler-Kirchberger (2000):

 Auffälliges Angezogensein durch Schmutz, Matsch und Kleister

 Wiederholte Fragen zu sexuellen Themen, obwohl es längst aufgeklärt wurde und Antworten erhalten hat;

 es spielt Missbrauchshandlungen mit Puppen in Rollenspielen nach oder zerstört und zerfetzt eine Puppe im Geschlechtsbereich;

 es fängt an, jedesmal zu stottern oder zu stammeln, wenn es etwas von sich selbst und seinen Gefühlen erzählen will;

 es hat Zeichnungen von nackten Frauen, zeigt sie her oder erzählt, dass es einen Pornofilm gesehen hat;

es erzählt, dass sein Papa im Kinderzimmer schläft;

 es erzählt, dass beim Opa Milch aus dem Penis fließt;

 es erzählt, dass sein Papa nachts ins Bett macht;

 es erzählt, dass in der Nacht oft ein dunkler Geist kommt, der ihm die Bettdecke wegnimmt und es anfasst;

 Flucht in eine Phantasiewelt („ich hab mich einfach weggeträumt, sonst hätte ich das gar nicht ausgehalten“);

 besondere Stellung in der Familie: Lieblingstochter, die viele Geschenke vom Vater erhält, oder die Mädchen übernehmen früh Verantwortung für Haushalt und Versorgungspflichten.

Kleinkinder im Alter bis zu 3 Jahren reagieren auf sexuellen Missbrauch eher ganzheitlich, die Altersgruppe 3-6 Jahre reagiert auf Verhaltensebene, Kinder im Grundschulalter (6 – 9 Jahre) reagieren eher mit somatischen Beschwerden UND Verhaltensauffälligkeiten, in dem Alter 9-13 Jahre reagieren missbrauchte Kinder wie folgt:

– sozialer Rückzug

– mangelndem Selbstwertgefühl

– Verschlossenheit

– Depressionen

– Schule schwänzen

– sexueller Missbrauch von jüngeren Kindern

Bei den 13-18 jährigen können insbesondere folgende Verhaltensweisen als Folgen von sexuellem Missbrauch auftreten:

– selbstverletzendes Verhalten

– häufiges weglaufen von zu Hause

– Suizidgedanken und Suizidversuche

– Depressionen

– Essstörungen

– Drogen-und Alkoholkonsum

– Schlafstörungen

– erhöhte Ängstlichkeit

– Vermeidung von körperlicher Nähe

– Vernachlässigung der Hygiene

– aggressives Verhalten

– wenig Freundschaften zu Gleichaltrigen

– mangelndes Selbstwertgefühl

Quelle: http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/260317507346828/

  • Welche Folgen kann ein Missbrauch haben?

Hierzu gehören

–       Abhängigkeits-Erkrankungen

–       ADS

–       Angst-Störungen

–       Asthma

–       Autismus

–       Beziehungs-Störungen

–       Depressionen

–       Ess-Störungen und

–       Die Borderlinestörung um nur einige zu nennen

Quelle: http://www.facebook.com/groups/220928501285729/docs/

  • Was kann ich tun, wenn ich einen Missbrauch vermute?

Zuerst einmal kann man den Betroffenen/die Betroffene ansprechen, wenn er/sie sich anders verhält. Dann kann man auch mit Angehörigen sprechen oder sich auch an das örtliche Jugendamt wenden. Doch es gibt auch die Notdienste an die man sich wenden kann. (http://www.berlin.de/sen/jugend/kinder_und_jugendschutz/)

  • Welche Anlaufstellen gibt es?

Hierzu gehören:

Dunkelziffer e.V. -> http://www.dunkelziffer.de

gegen – missbrauch e.V. -> http://www.gegen-missbrauch.de

Wildwasser -> http://www.wildwasser.de/

Zartbitter -> http://www.muenster.org

Tauwetter -> http://www.tauwetter.de/

Der weße Ring -> http://www.weisser-ring.de/internet/index.html

Quelle hierzu:

http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/261816657196913/

Schotterblume e.V. -> http://www.schotterblume.de/index.php?navid=1&pos=1

und Schattenriss – > http://www.schattenriss.de/index.php

Quelle:

http://www.facebook.com/groups/154786014610333/doc/163161747106093/

  • Wie verhalte ich mich bei einem stattgefundenen Missbrauch?

Wenn es zur Anzeige gekommen ist oder kommen soll, findet ihr Eure Rechte und Opferhilfe hier auf dieser Seite: http://www.missbrauch-opferratgeber.de

Die dort angegebenen Opferanwälte könnt ihr unter folgendem Link schnell finden:  http://www.opferanwalt-online.de/

Desweiteren wird ein Therapeut benötigt und auch hier gibt es einen Link, wo ihr nur noch Euer Bundesland anklicken braucht und alle verfügbaren Therapeuten werden angezeigt: http://www.therapeuten.de/

Ebenso wichtig ist eine Anlaufstelle für die Betreuung des Opfers, den Angehörigen und Unterstützung! Auch hierfür gibt es eine Seite mit Deutschlandkarte und auch dort braucht ihr nur Euer Bundesland anklicken (oder über PLZ suchen): http://www.missbrauch-opfer.info/main.asp?IDS=11

Oder aber ihr wendet Euch an die Vereine

Quelle: http://www.facebook.com/groups/220928501285729/doc/272961036082475/

  • Welche wichtigen Notfallnumern gibt es?

TelefonSeelsorge         0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222 (gebührenfrei)                                           24h/Tag, anonym, vertraulich

Elterntelefon      0800 – 111 0 550 (gebührenfrei)                                                   Mo, Mi von 9 bis 11 Uhr und Di, Do von 17 bis 19 Uhr

Kinder- und Jugendtelefone  0800 – 111 0 333 (gebührenfrei)                                                                   Mo bis Fr von 15.00 – 19.00 Uhr

N.I.N.A.

(Nationale Infoline und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen)

01805 – 123465 ( 14 cent pro Minute, Festnetz der T-Com)

(Mo 9.00 – 13.00 Uhr Di, Do 13.00 – 17.00 Uhr)

Durch diese Aufklärung kann schon viel bewirkt werden. Es kann dazu führen, dass einem Missbrauch vorgebeugt wird…

Doch eine erhöhte Aufklärung würde vielleicht auch dazu führen, dass es weniger Menschen geben würde, die immer wieder nach Todesstrafe für „Kinderschäder“ schreien würden. Diese nutzt (potenziellen) Opfern nämlich gar nichts im Gegenteil:

Keine wissenschaftliche Untersuchung konnte bisher belegen,dass die Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat!

Im Gegenteil: In US-Staaten,die die Todesstrafe abgeschafft haben,ist die Mordrate niedriger als in Staaten,die noch an ihr festhalten!Ganz deutlich zeigt sich die positive Auswirkung der Abschaffung der Todesstrafe im Falle Kanada,denn seit der Abschaffung sank die Mordrate um knapp 24% im Vergleich zum Zeitraum,in dem die Todesstrafe noch angewendet wurde!

Das Verbrechen wird durch die Hinrichtung des Täters weder gemindert noch ungeschehen gemacht!Der einzige Zweck einer Hinrichtung liegt in der Befriedigung moralisch nicht zu rechtfertigender Rachebedürfnisse!

Die Öffentlichkeit urteilt umso radikaler je weniger und oberflächlicher sie informiert ist!Eine große Mehrheit der Fachleute (Kriminologen, Strafrechtler, Rechtsanwälte, Soziologen, Psychologen, Richter und Staatsanwälte) befürwortet die weltweite Abschaffung der Todesstrafe!Die Gründe liegen in den oben genannten Erläuterungen auf der Hand!

–       Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art. 1 GG)

–       Jeder Mensch hat das Recht auf Leben (Art. 3 Allg. Erklärung der Menschenrechte)

–       Rache ist kein Zweck unserer Rechtsordnung

–       eine Hinrichtung macht den Kindesmissbrauch nicht ungeschehen

–       Unschuldige können hingerichtet werden

–       die Todesstrafe schreckt nicht stärker ab als eine Haftstrafe

Zudem darf auf keinem Fall vergessen werden,wenn wir von einem Missbrauchsfall eines Kindes ausgehen,das es für einen Pädosexuelle dringlicher werden würde,sich seines Opfers zu entledigen,um seine Tat zu vertuschen,weil er sich selbst und sein Leben in Gefahr sieht!Auch enstehen neue Druckmöglichkeiten auf die Kinder,die unter dem heutigen Druck des Täters schon kaum ihr Schweigen brechen können! Kinder,die Opfer von sexuellem Missbrauch werden,schweigen,denn der Täter ist nur in Ausnahmefällen der Fremde Mann,auch wenn uns die Medien anderes suggestieren,sondern es sind Familienangehörige und Bekannte aus dem familiären Nahkreis!Welches Kind,das weiß,dass dem Vater/Bruder/Onkel/Stiefvater die Todesstrafe droht,bricht dannn noch sein Schweigen?

Quelle: http://www.facebook.com/groups/154786014610333/doc/184676608287940/

Ganz klar ist jedoch auch: Richter müssen das mögliche Strafmaß stärker nutzen, denn es ist für jedes Opfer ein Schlag ins Gesicht, wenn ein Täter der ein Opfer jahrelang missbrauch hat gerade mal ein paar Jahre (eventuell noch zur Bewährung ausgesetzt) bekommt!!!

Der Wunsch aller Opfer, Überlebenden und potenzieller Opfer wäre es jedoch, dass es zukünftig keine weiteren Opfer mehr gibt, doch das bleibt vermutlich nur Wunschdenken…

© S. Stolzenberg

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Published in: on 25. Februar 2012 at 23:53  Comments (6)  

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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich als Opfer sage, auch wenn du es vielleicht anders siehst, ein Missbrauchs Opfer wird und kann die Tatsache das Er/Sie ein Opfer ist niemals verarbeiten oder gar vergessen. Es wird immer ein Teil des Missbrauchs seine tiefen Spuren zurück lassen.
    Die Opfer können das erlebte versuchen zu verarbeiten, doch dieses wird nie ganz gelingen, da Verletzungen an der Seele nicht heilen können. Es besteht nur in den seltensten Fällen die Möglichkeit mit dem Täter ein Gespräch zu führen, welches hilfreich für die Aufarbeitung wäre! Daher bleibt immer ein großer Schmerz zurück.

  2. Missbrauchsopfer bleiben nicht ständig / für ein Leben lang Opfer, das ist richtig. Dennoch, die Mehrzahl der ehemaligen Opfer = Überlebenden wird NICHT vollständig ein syptomfreies Leben führen, auch dies darf nicht verschwiegen werden. Das Leben der ehemaligennOpfer erfährt durchaus, durch die Traumatisierung eine lebenslange Prägung.

  3. Gut recherchierter Artikel.
    Wie andere Wunden, können auch seelische Wunden nach einem Trauma heilen.
    Traumtherapie hilft, sich zunehmend besser von spezifischen Trauma-Symptomen (Flashbacks, Dissoziation, etc.) zu distanzieren und das Erleben „es passiert hier und heute immer wieder“ zu verwandeln in ein „es geschah dort und damals und bestimmt nicht mehr mein Leben“.
    Bei schweren Traumatisierungen gelingt das nicht immer. Eine Reduzierung der qualvollen Symptome kann aber bereits eine deutlich bessere Lebensqualität bedeuten.

    Weitere Infos dazu gibt es im blog_gestaltherapie_luebeck
    http://gestalttherapieluebeck.wordpress.com/


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