Ich und meine Krankheiten…

In diesem Blog werde ich Euch über meine momentanen Erkrankungen berichten, wie sich diese äußern, was mir hilft, wie ich damit umgehe und wie meine Umwelt darauf reagiert.

Beginnen werde ich mit den momentanen Erkrankungen, da dies die meisten sind und zum Glück nicht ewig anhalten werden:

Ich habe seit ca. 3 Wochen geschwollene Lymphknoten, was sich vor allem durch Schlickbeschwerden äußert und wogegen ich zurzeit nur bei Bedarf 400 mg Ibuprofen einnehme. Es nervt etwas und ich kann nicht so gut schlafen, was wiederum zu ein bisschen Unkonzentriertheit führt, aber ansonsten komme ich gut damit zurecht.

Weiterhin habe ich eine abklingende Entzündung am Fuß, die ich aber kaum noch bemerke und seit ca. 1 Woche laut Diagnose des Hausarztes eine Nasennebenhöhlenentzündung, die vom HNO jedoch nicht bestätigt wurde, da erst ein Röntgenbild angefertigt werden muss. Dafür muss ich erst mal einen Termin machen L. Ich habe dadurch immer wieder starke Kopfschmerzen, sogar zum Teil so stark, dass mir schwindelig wird, und meine Nase ist permanent zu… Dagegen „darf“ ich momentan dreimal täglich Sinupret Dragees und Nasenspray nehmen. Ich freue mich jetzt schon, wenn ich das nicht mehr habe, denn die Kopfschmerzen machen mich zeitweise fast wahnsinnig, viele Dinge strengen mich deutlich mehr an als sonst und leider gibt es nur wenige Menschen in meinem Umfeld, die dafür Verständnis haben, denn ich konnte mir auch schon anhören man würde weder sehen noch hören, dass ich krank sei und, dass ich bei ein paar wenige Dingen nun Hilfe brauche, was sonst nicht der Fall ist, wird von ein paar Menschen, die mir nahe stehen überhaupt nicht verstanden, aber diese Menschen kennen mich nicht wirklich, glauben es nur, oder stellen ihr Befinden auf eine höhere Stufe und daher ist es ihnen einfach egal! Ich mache fast alles so gut ich kann und was ich nun nicht schaffe, lass ich liegen, egal was andere darüber denken.

Nun meine permanenten Erkrankungen bzw. Beschwerden für die ich sehr anfällig bin:

Ich bin leider sehr anfällig für Muskelkater, was aber meistens durch ein heißes Bad reguliert werden kann, aber auch für Schmerzen im Schultergelenk, wogegen ich außer Wärme nicht viel tun kann. Es belastet etwas, da mir nicht wirklich gesagt werden kann, woher diese Schmerzen rühren und ob es vielleicht eine langfristige Therapie gibt, also lebe ich mit diesen immer wiederkehrenden Schmerzen so gut ich kann. Meist wissen die Menschen, die mir nahe stehen nicht mal, dass ich diese Schmerzen habe… Weiterhin bin ich auch etwas abfällig für Schmerzen im Handgelenk, was ich dann durch Kühlgel und Bandagen in den Griff bekomme. Dass mir beim Anlegen der Bandage geholfen werden muss, ist manchmal etwas nervig für meinen Mann, ansonsten weiß es dann niemand.

Die für mich und mein Umfeld jedoch belastenste Erkrankung ist mein Reflux! Wenn ich ein bestimmtes Nahrungsmittel nicht vertragen habe oder viel Stress hatte reagiert mein Magen-Darm-Trakt mit extrem starken Krämpfen, teilweise auch Übelkeit und dazu wird mir unheimlich heiß! Diese Beschwerden halten dann bis zu drei Stunden nach Einnahme von Pantropazol (einem Mittel, dass die Magensäure reduziert, die den Reflux bedingt) und Buscopan + an, manchmal sogar länger. Was mir dann noch hilft sind warmer Kamillentee, leichter Gegendruck (wie bei einer Bauchmassage) und Wärme in jeder Form! Es gibt nämlich keine Therapie, die die Beschwerden für einen längeren Zeitraum reduziert oder sogar ganz aufhebt – gäbe es eine solche Therapie, wäre ich die erste, die sie in Anspruch nehmen würde, denn diese Schmerzen wünsche ich niemanden – nicht mal meinem schlimmsten Feind! Meine Wehen, als unser Sohn geboren wurde, waren dagegen fast wie ein liebevolles Streicheln! Es belastet mich unheimlich dies Krankheit zu haben und ich wünschte mir nichts mehr, als dass es nicht mehr so wäre, besonders, da ich durch unsere „netten“ Nachbarn, die Behinderung unseres Sohnes und ein paar andere Faktoren, die ich hier nicht nennen kann, immer mal wieder Stress und dadurch bedingte Refluxbeschwerden habe. Die Reaktionen meines direkten Umfeldes reichen von Verständnis über Vorwürfe ich müsse etwas ändern bis zu Äußerungen wie ich würde mir die Beschwerden nur einbilden!!! Besonders belastend ist diese Krankheit aber nicht nur für mich, sondern auch für meinen Mann, dem es jedesmal wieder weh tut mich so leiden zu sehen und mir nicht helfen zu können, genau wie für unseren Sohn, um den ich mich dadurch oft nicht so kümmern kann, wie ich es gerne tun würde…

Ich möchte aber dennoch kein Mitleid, ich wünsche mir nur Verständnis und, dass ich, wenn ich diese Beschwerden habe etwas unterstützte werde, was den Haushalt und den Umgang mit unserem Sohn betrifft, dass man mir nicht sagen will wie ich damit umzugehen habe und besonders, dass man mir aus meiner Krankheit keinen Vorwurf macht, was auch schon geschehe ist!!!

Ich lebe mit diesen Krankheiten und komme einigermaßen gut damit klar, aber ich frage mich auch warum ich diese Krankheiten bekommen habe und wieso (speziell beim Reflux, der nach der Geburt unseres Sohnes diagnostiziert wurde) zu diesen Zeitpunkten…

© S. Stolzenberg

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Published in: on 28. Mai 2012 at 04:17  Schreibe einen Kommentar  

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