Guten Freunden gibt man ein Küßchen…

Wenn man von guten Freunden spricht, wie definiert man Freundschaft, wo es doch auch so viele soziale Netzwerke gibt? Gelten die Menschen, die man dort in der Freundesliste hat auch (zumindest zum Teil) zu den Freunden oder werden diese bei der Definition von Freundschaft ausgeklammert?

Allgemein ist der Begriff Freundschaft zu unterteilen in reale Freunde und Freunde, die man „nur“ virtuell kennt.

Auch mich bezogen ist es so, dass ich viele Freunde habe, aber davon nur ein paar wenige real kenne und dazu auch Familienmitglieder zählen, denn mein Mann zum Beispiel ist für mich nicht nur mein Partner, sondern auch mein Freund.

Die Großzahl meiner Freunde, kenne ich aber leider nur virtuell (was ich gerne im Laufe der Zeit ändern würde 😉 ), aber ich kann (wenn auch nur über geschriebene Sprache), genauso lachen, weinen, ernsthafte Unterhaltungen führen und albern, wie auch mit meinen realen Freunden und nicht alle Menschen, die ich in einer meiner Facebook.-Freundeslisten habe, sehe ich auch als Freunde an. Ich habe diese Menschen auch in Gruppen unterteilt:

Da gibt es die Menschen, mit denen ich mich über Dinge austausche, die mit der Behinderung meines Kleinen zu tun haben, Menschen, mit denen ich gerne schreibe, aber wenig Kontakt habe, Menschen, mit denen ich ein Hobby (das Fotografieren) gemein habe und einige Bekannte. Aber dann gibt es da noch eine Gruppe von Facebook-Freunden, für die ich eine Liste mit den Namen „♥“ angelegt habe.

Über diese Menschen handelt dieser Text!

Das sind Menschen, die selbst (wie auch ich) schon einiges erleben musste, oft mit vielen Widrigkeiten zurechtkommen müssen, aber immer ihre Herzlichkeit, ihr Mitgefühl für andere Menschen und ihren Glauben an das Gute im Menschen behalten haben, wo sie könne mit Rat und Tat da sind, wenn sie gebraucht werden und sich engagieren – zum Teil im sozialen Bereich, zum Teil im Kinderschutz oder auch im Tierschutz und diesen Menschen kann ich gar nicht oft genug danken für ihre Art mit ihren Mitmenschen umzugehen und dafür, dass ich sie kennenlernen durfte und so viel an ihren Leben teilhaben darf J.

Aber um mal dazu zu kommen wieso ich diesen Text genannt habe „Guten Freunden gibt man ein Küßchen“:

Es gab Anfang des Jahres wieder eine Art Kettenbrief auf Facebook (auch schon letztes Jahr) und eigentlich halte ich von Kettenbriefen wenig und mache eigentlich nur die mit, die ich zumindest ein wenig witzig finde. An diesem Kettenbrief hätte ich mich aber schon gerne im letzten Jahr beteiligt und nun habe ich es getan.

Es geht um einen Post der wie folgt lautet (sinngemäß):

„Die ersten fünf Menschen, die diesen Status kommentieren, bekommen im Laufe des Jahres eine kleine Überraschung. Etwas selbstgemachte, ein Buch oder eine andere Kleinigkeit. Der einzige Hacken: Ihr müsst diesen Post auch auf Eure Pinnwand setzten.“

Bei mir haben drei Menschen diesen Status geliked und eine Person hat ihn direkt kommentiert. Ich hätte aber am liebsten einfach alle Leute aus meiner ♥-Liste angeschrieben und um die Adressen gebeten, aber das wäre finanziell leider für mich nicht umsetzbar, also habe ich das Los entscheiden lassen und somit meine fünf Mädels gefunden J.

Diese fünf sind besonders gute Beispiele für meine ♥-Freunde auf Facebook, denn sie haben alle einen riesengroßes Herz, setzten sich für bedürftige ein und denken dabei alle manchmal zu wenig an sich (sie gönnen sich zum Beispiel zu wenig Ruhepausen) und sie haben alle schon einige schlimme Erlebnisse gehabt und zum Teil auch mit Krankheiten zu tun.

Darum freue ich mich umso mehr, dass ich diesen Menschen eine kleine Freude machen darf und hoffe, dass sich dieser Status in den nächsten Jahren immer wieder auf Facebook verbreiten, denn was gibt es schöneres als einfach mal ein paar Menschen, auch, wenn man diese vielleicht weder real noch virtuell kennt, eine kleine Freude zu machen?

Das ist ein Weg wieder mehr Freundlichkeit, Herzlichkeit und Menschlichkeit in die Welt zu bringen, die viel zu oft Trauriges für uns alle bereit hält!

© S. Stolzenberg

 

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Published in: on 1. Februar 2014 at 23:27  Schreibe einen Kommentar  

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