2015 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 12.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 4 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Published in: on 31. Dezember 2015 at 12:53  Schreibe einen Kommentar  

gute Vorsätze

Der letzte Tag des Jahres beginnt und zunehmend hört man die Frage, ob man gute Vorsätze hätte.

Viele Menschen haben gute Vorsätze, die sie dann nicht umsetzten, die sie schlicht vergessen, oder die sich zwar wirklich einhalten wollen, dann aber doch verwerfen. nur wenige haben Vorsätze, die sie auch umsetzten.

Ich habe keine Vorsätze, aber Absichten, die ich auch leicht umsetzten können werde, weil ich das ganze Jahr über nach diesen Absichten handle.

Ich möchte nämlich auch mal einen faulen Tag einlegen, einfach, weil es gut tut mal nichts zu machen, auch wenn sich die Hausarbeiten stapelt, einfach, weil es gut tut.                                                                                Ich möchte ein leckeres Essen zu mir nehmen, auch, wenn ich weiß, dass es vielleicht ungesund ist, einfach, weil es mir schmeckt.                                                                                                                                                       Ich möchte Zeit mit den Menschen aus meiner Familie verbringen die ich liebe.                                                                                                                                                                                                                                                 Ich möchte Zeit mit guten Freunden verbringen, weil es schön ist sie um mich zu haben.                                                                                                                                                                                                                                Ich möchte Menschen meiden, die meiner Familie und/oder mir nicht gut tun, soweit es sich umsetzten lässt.                                                                                                                                                                                            Ich möchte mir wenig Gedanken über Hetzte, Vorurteile, Missgunst und Neid machen und versuche das soweit es mir gelingt und nicht Menschen, die ich liebe und/oder für Dich ich eintrete betrifft, zu ignorieren.

Ich möchte das Leben in vollen Zügen genießen ohne meine Verantwortung gegenüber meiner Familie, meinen Freunden, meinen Mitmenschen gegenüber zu vergessen.

Ich möchte ein Mensch mit Ecken und Kanten sein (dürfen), der andere akzeptiert, das aber auch einfordert und sich bei allem Engagement nicht selbst vergisst.

Ich möchte noch sooo vieles mehr, aber damit könnte ich vermutlich Seiten füllen…

In diesem Sinne: versucht vielleicht weniger über gesellschaftliche Normen nachzudenken, macht keine Vorsätze, sondern setzt um, was Euch wichtig ist ;-).

© S. Stolzenberg

Published in: on 31. Dezember 2015 at 01:48  Schreibe einen Kommentar  

Weihnachten 2015

In diesem Blog möchte ich darüber berichten wie ich unser Weihnachtsfest erlebt habe, aber auch wie unser Schatz es wahrgenommen hat.

Das erste Weihnachtsgeschenk durfte unser Schatz schon einen Tag vor Weihnachten auspacken, da eine liebe Facebookfreundin ihm ein Überraschungsgeschenk mit einem Musikpad, geräuschemachender Seife und einer Zeichentrickserie aus den 70ern geschickt hatte. Da er das Paket aber gesehen hatte, wollten wir ihn nicht noch einen Tag warten lassen. Er hat sich sehr darüber gefreut und das Musikpad wurde auch direkt eingeweiht.

An Heiligabend haben wir erst mal in Ruhe gefrühstückt und gekuschelt. Mittags haben wir dann spontan entschieden meine Oma zu besuchen (ja solche spontanen Überlegungen klappen bei unserem Schatz) und wir haben uns alle sehr gefreut. Da wir sie ungewollt dann aber an unschöne Erfahrungen erinnerten, fühlte ich mich danach traurig… unser Schatz hat sich sehr über den Besuch gefreut, war aber auch sehr albern. Wir gingen dann noch zum Grab meines Opas, wo er sehr gerne hin geht und als wir wieder zu Hause waren war der „Weihnachtsmann“ schon da. Unser Wildfang durfte dann auch seine Geschenke auspacken und begann mit seinen Wichtelgeschenken, da wir innerhalb zweier Facebookgruppen für die Kinder gewichtelt hatten. Als erstes packte er dann einen Papa Schlumpf und das Hörspiel zu „Schlümpfe 2“ aus, anschließend ein Minions-Wimmelbuch, ein Überraschungpaket der Minions . Dann packte er erst ein Tip toi Buch von uns aus und dann sein absolutes Lieblingsgeschenk dieses Jahr – eine Kinderkamera von V-Tech. Bisher hatten wir nämlich nicht so „Glück“ mit unseren Geschenken für ihn. Entweder haben sie ihm gar nicht gefallen, erst später oder sie waren ok… Manche interessieren ihn noch heute nicht. Die Kinderkamera gefiel ihm aber super, da er sie direkt ausprobieren wollte und wir ihn liebevoll „ermahnen“ mussten diese weg zu legen, damit wir essen konnten. Er wollte aber unbedingt erst noch ein schönes Bild von Papa und Mama machen 🙂 ❤ .

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Beim Essen stellten wir dann fest, dass unser Schatz kein Wild mag, denn es gab Wildschweingulasch und so aß er dann mehr Kartoffeln, da wir aber für die beiden Weihnachtsfeiertage auch Wild gekauft hatten, entschieden wir, dass er da dann als Alternative Steak bekommen würde, weil er das gerne mag. Er ist trotzdem satt geworden und wollte direkt weiter Fotos machte und freute sich besonders, dass er auch Selfies machen kann – probierte das auch gleich aus. Er hatte sehr viel Spaß daran, da er aber schon sehr müde war, mussten Papa und Mama ihn mehrfach bitten die Kamera weg zu legen, damit er ins Bett gehen konnte.

Zur Erklärung vorab: Ich nenne im folgenden Abschnitt nur Familienmitglieder mit Buchstaben ohne zu schreiben um wenn es dabei geht (Tante, Onkel,…). Erklären kann ich das aber aus persönlichen Gründen nicht……

Am ersten Weihnachtstag war dann alles anders als vorab geplant, da wir ein paar Tage vorher die Info bekamen, dass die Planung geändert wurde.

Grund dafür war, dass ein Familienmitglied unseren kleinen Wilden auch an Weihnachten sehen wollte und das sonst vielleicht nicht geklappt hätte. Wir wollten uns eigentlich mit Familienmitglied A bei Familienmitglied B treffen und das bereits erwähnte Familienmitglied (nennen wir es mal C) war gar nicht eingeplant, weil sie sich bis kurz vor Weihnachten bei keinem anderen Familienmitglied gemeldet hatte wann sie wo hin wollte… Da nun aber Familienmitglied C unseren Schatz sehen wollte trafen wir uns stattdessen alle bei Familienmitglied A – es kamen auch weitere vorher gar nicht eingeplante Familienmitglieder zu Familienmitglied A. Leider hat sich aber Familienmitglied C kaum bis gar nicht mit unserem Wildfang beschäftigt, obwohl sie ihn unbedingt auf Weihnachten sehen wollte… ein Grund für uns warum zukünftig bestimmte Feierlichkeiten von uns anders gestaltet werden… es waren zwar insgesamt mit uns 10 Personen anwesend, aber unser Schatz war dennoch nicht überfordert, denn nachdem er seine Geschenke ausgepackt und gegessen hatte, beschäftigte er sich mit seiner Kamera und dokumentierte die Wohnung fotografisch. Er machte auch viele Bilder von Mustern und Spiegelungen, aber auch von den anwesenden Personen.

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Nach knapp 1,5 Stunden machten wir uns dann auf den Heimweg, da wir für abends noch Besuch erwarteten und unser Schatz durfte während der Vorbereitungen und des Kochens fernsehen. Mein Mann holte dann Familienmitglied A und ein weiteres Familienmitglied (nennen wir es L) und dessen Freund ab und wir aßen zusammen zu Abend, quatschen und lachten viel und es wurde viel gealbert. Das Wimmelbuch, dass unser Schatz am Vorabend bekommen hatte, fand auch sehr großen Anklang bei unserem Besuch und unseren Schatz störte das auch nicht weiter, weil er neben Fotos des Besuchs und diversen Selfies auch unsere Wohnung fotografisch dokumentierte. Da wir aber mit sechs Personen waren und der Tag ziemlich lang war, nahm sich unser Schatz auch ein paar Auszeiten in seinem Zimmer, während der er dann mit seinen Bällen spielte, da ihn das zur Ruhe bringt. Gegen 20 Uhr war er dann hundemüde und wir brachten ihn ins Bett und gegen 20.30 Uhr brachte mein Mann dann unseren Besuch nach Hause. Es war ein lehrreicher, überwiegend schöner Tag und ein wunderschöner Abend, den wir so gerne nochmal wiederholen würden. ❤

Der zweite Weihnachtsfeiertag begann dann etwas ruhiger und bevor unser Besuch kam, wollte sich unser Sonnenschein erst mal das geschenkte Hörspiel anhören und fand das sehr witzig das mal nur zu hören und nicht zu sehen, da er die Geschichte sonst immer als Film guckt. Er hat dann noch einen Film geschaut und dann war, während der Film noch lief, auch schon unser Besuch da. Meine Oma, meine Eltern und meines Schwester mit ihrem Freund waren da und meine Mama wurde erst mal mit einem „Das ist mein Haus“ von unserem Schatz begrüßt. Er versuchte scheinbar ihr mitzuteilen, dass der Besuch, die Personenzahl betreffend, zu viel für ihn war, aber meine Mama verstand das nicht und uns gegenüber zeigte er das auch kaum. Er wurde dann leider dazu gedrängt (nicht von meiner Mama) allen „frohe Weihnachten“ zu wünschen, weil man das so macht und sich leider ein Teil unserer Familie wenig mit Autismus befasst, aber meine Mama rettete die Situation ziemlich geschickt. Er war damit aber zum Glück auch nicht überfordert. Dann gab es Essen und eine Situation in der er etwas frustriert war, weil das essen nicht so klappte wie er es gerne wollte. Er versuchte sich bei mir mitzuteilen und haute mich, aber ich reagierte nur, indem ich ihn locker festhielt, ihm ruhig erklärte, dass er nicht schlagen darf und beruhigte ihn. Er fing sich wieder und aß weiter. Dann nahm er sich eine kleine Auszeit in seinem Zimmer und wurde danach beschert. Insbesondere die Geschenke meiner Eltern trafen genau seinen Geschmack (wie bisher fast immer), er wollte sich dann aber lieber wieder mit seiner Kamera beschäftigen, nutzte aber auch viele Auszeiten – mehr als am Vortag, wodurch wir schon erahnten dass der Tag anstrengender war. Er machte viele schöne Porträts, einige Selfies , machte Bilder in der Bewegung und probierte auch die, in der Kamera eingebauten, Effekte aus.

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Als dann aber der Besuch wieder gegangen war, merkten wir ihm deutlich an, dass der Tag sehr anstrengend für ihn war. Er war richtig geschafft und wir kuschelten noch ein wenig mit ihm, bevor wir ihn ins Bett brachten. Er schlief zwar ruhig, hatte aber in der Nacht auch einen Alptraum – ob er damit die Geschehnisse der Tage verarbeitet hat, können wir nur erahnen, da er heute nur äußerte, dass er von einem Geist vor seinem Fenster geträumt hätte….

Heute hat er uns gegenüber dann deutlich formuliert, dass der gestrige Besuch von der Personenzahl her zu viel für ihn war, der Tag zwar sehr schön, aber auch sehr anstrengend war. Darum haben wir dann heute auch nur einen Fillme-Kuscheltag auf der Couch eingelegt.

Wir haben bisher immer versucht auf die Wünsche aller Familienmitglieder einzugehen, Rücksicht zu nehmen, dabei aber auch möglichst viele Ruhezeiten und Pausen für unseren Schatz einzuplanen. Bisher hat das auch gut geklappt, aber in diesem Jahr war er für unseren Schatz einfach zu viel. Deswegen werden wir Weihnachten (und auch Geburtstage) zukünftig so gestalten, dass unser kleiner Süßer an diesen Tagen „nur“ Familienmitglieder A,B und L , meine Oma und meine Eltern sehen wird und er alle anderen – nach und nach – ein paar Tage nach den Festlichkeiten sehen wird, damit er nicht überfordert wird…

In diesem Sinne schon mal einen guten Rutsch.

© S. Stolzenberg

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Wichtige Gedanken zum weihnachtsfest mit einem Autisten als Kind!

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Es war einmal ein Junge. Er war von Anfang an ein ziemlich ungewöhnliches Kind. Eines Tages, der Junge war noch sehr jung, stand in seinem liebsten Raum in seinem Zuhause plötzlich ein Baum. Größer als er selbst und mit seltsamen goldenen Bällen daran. Das fand er total entsetzlich und er brüllte, damit dieser Baum wieder verschwinden sollte. Doch die großen Menschen, die auch dort wohnten, verstanden ihn nicht und so blieb dieser Baum einfach dort stehen. Es wurde dunkel und einer der großen Menschen steckte einen Stecker in ein Loch in der Wand und plötzlich leuchtete der Baum. Der Junge hörte sofort auf zu weinen und zu schreien und staunte mit offenem Mund. Lichter liebte er über alles und der Baum war plötzlich gar nicht mehr bedrohlich und beängstigend sondern leuchtete so schön wie die Lichter an den Fenstern, die in den Wochen zuvor auch so plötzlich auftauchten und die er ebenfalls…

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Published in: on 26. Dezember 2015 at 00:03  Schreibe einen Kommentar  

Ein Jahresrückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende – es sind noch zwei Tage bis Weihnachten und zehn bis zum neuen Jahr – und vieles hat sich im Laufe des Jahres getan, vieles hat sich verändert, manche Geschehnissen haben zum nachdenken angeregt, andere bedrückten.

Zeit für einen Jahresrückblick. Aber nicht nur ein persönlicher Rückblick auf meine Lebenssituation, meine Familie bezogen, sondern auch bezogen auf aktuelle Geschehnisse aus Politik und Gesellschaft.

Warum dieser Jahresrückblick?

Wie bereits erwähnt gab es in diesem Jahr viele Veränderungen, aber auch gesellschaftliche Veränderungen, die mich sehr berührt, betroffen, nachdenklich gestimmt haben.

Das Jahr begann schon mit einer Entscheidung, die vorab sehr diskutiert wurde. Der Mindestlohn wurde eingeführt. Es gab Befürworter und Kritiker. Es wurden Befürchtungen und Hoffnungen ausgesprochen. In weit der Mindestlohn etwas verändert hat wird im verlinkten Artikel aufgegriffen. Für meine Familie (auch im weiteren Sinne) , die bereits arbeitet, hat sich nur geringfügig etwas durch den Mindestlohn verändert, für den arbeitsuchenden Teil meiner Familie nichts.

Dann wurde am 07.01.2015 die gesamte westliche Welt durch das Attentat auf die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo erschüttert. Man konnte und wollte nicht begreifen, dass auf Satire derartig brutal reagiert wurde und jeder nahm Anteil an diesem Attentat.

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Am 25.01.2015 gab es dann für uns persönlich eine sehr schöne Veränderung, da unser Schatz, der Ende Mai 2014 eine Trennungsangst entwickelt hatte und zu dem wir uns für das einschlafen immer ans Bett setzten mussten, zum ersten mal wieder alleine eingeschlafen ist – wir „mussten“ nur noch das Flurlicht brennen lassen, bis er eingeschlafen war und die Türe einen Spalt weit offen stehen lassen. Kein stundenlanges neben dem Bett sitzen mehr – das war eine enorme Erleichterung und entlastete uns sehr. 🙂

Mitte März wurde dann durch die Stellungnahme von Autismus Mittelfranken e.V. ein klares und sehr wichtiges Zeichen gegen ABA gesetzt. Ein Thema bei dem ich auch versuche soweit es mir möglich ist zu informieren, da ABA für mich einer Machtausübung gegenüber dem Kind gleichkommt – und damit eine Missbrauchsform darstellt, da der Wille des Kindes gebrochen wird.

Dann bewegte der Absturz der Passagiermaschine A320 von German Wings die Menschen, bei dem 150 Menschen starben, weil der Copilot des Flugzeugs das Cockpit verschloss und die Maschine gezielt zum Absturz brachte, weil er nicht mehr leben wollte. Es entbrannte eine Diskussion und Depressive wurden stigmatisiert. Hierbei bleibt es ungemein wichtig zu verdeutlichen, dass depressive Menschen nicht grundsätzlich suizidale Tendenzen haben – es ist eine psychische Erkrankung, die noch mit sehr vielen Vorurteilen behaftet ist.

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Am 25.04.2015 erschütterte dann ein Erbeben der Stärke 7,9 Nepal und hunderte Menschen starben. Als Folge dessen wurden bis Anfang Mai nochmal fast 8000 Tote aus den Trümmern geborgen. Eine furchtbare Naturkatastrophe, die aber auch zeigt, dass der Mensch die Natur nicht besiegen kann. Es ist zudem ein sehr armes Land, wodurch es keine Anpassungen an Veränderungen im Klima geben kann, keine teuren Baustoffe genutzt werden können und viele Menschen auf kleinem Raum untergebracht werden. Zudem ist es ein Land, in dem eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Katastrophen wie das Erdbeben belasten das Land also noch stärker. Es wird auch aktuell vor Einreisen in bestimmte Gebiete des Landes gewarnt , auch, da es nach diesem Beben noch starke Nachbeben gab.

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Am 12.05.2015 haben wir den sechsten Geburtstag unseres Schatzes gefeiert und im Zuge dessen ganz liebe Menschen kennenlernen, da wir zum Safaripark Stukenbrock gefahren sind und in der Nähe eine ganz liebe Familie wohnt, die wir abends besuchten (und real kennenlernten). Die Jungs haben sich auf Anhieb super verstanden, nachdem wir wie gute Freunde begrüßt wurden, die man lange nicht gesehen hat. Wir haben uns alle sehr wohl gefühlt und den Abend genossen, fanden es aber auch sehr schade, als wir uns wieder auf den Weg machen mussten und die Frau der Familie wurde für unseren Schatz zu „Mama 2“ und der Mann wurde für ihn zu „Papa 2“. Wir haben uns danach bisher zwar leider nur noch einmal treffen können, stehen aber weiterhin in Kontakt und wollen uns auch nochmal treffen. Wir freuen uns schon drauf, wenn es das nächste Mal klappt.

Am 13.05.2015 waren wir dann erneut im Safaripark, diesmal aber nicht alleine, sondern mit einer ganz lieben Frau, die ich bisher auch nur virtuell kannte und mit der wir alle uns auch real direkt verstanden. Unser Schatz war allerdings zuerst von ihrem Auto und dann erst von ihr begeistert. 😀
Mit ihrem Geburtstagsgeschenk für ihn, hatte sie sich dann vollkommen zu seiner Freundin gemacht, da sie ihm eine Ohnezahn-figur (von „Drachen zähmen leicht gemacht“) schenkte und er davon Fan ist. Wenn er jetzt ein Auto wie ihres sieht, nennt er immer ihren Namen. Leider gab es da bisher kein weiteres Treffen, aber das wird sicher auch noch klappen.

Unser Schatz hatte nun schon mit uns und später dann auch mit der Familie gefeiert, wollte aber auch gerne mit seinen Freunden feiern und so war dann ein Kindergeburtstag angedacht, denn er dann am 06.06.2015 feiern konnte. Über diesen sehr schönen, für uns aber auch sehr anstrengenden Tag habe ich aber schon geschrieben , so dass ich darauf hier nicht nochmal näher eingehen werde.

Unser Wildfang war dann noch knapp einen Monat Kindergartenkind, bis seine Kindergartenzeit mit dem Abschiedsfest am 16.07.2015 endete, über das ich ebenfalls bereits geschrieben habe .

Abschiedsfest

Dann haben wir erst mal in den Sommerferien ein paar Unternehmungen gemacht, da der Papa leider noch kein frei hatte und als er dann frei hatte, konnten wir unser Versprechen vom Vorjahr unserem Sonnenschein gegenüber erfüllen und erneut ans „große Wasser“ – ans Meer – fahren, wobei der Start des Urlaubs uns erst mal sehr verunsicherte, aber darüber kann in einem anderem Beitrag  nachgelesen werden. Bilder habe ich natürlich auch reichlich gemacht und in einem weiteren Beitrag  hochgeladen.

Die Sommerferien endeten und unser kleiner Wildfang wurde am 13.08.2015 eingeschult. Ganz stolz habe ich natürlich auch darüber einen Beitrag geschrieben.

Einschulung (1) Einschulung (2)

Durch die Einschulung veränderte sich aber auch der Stand der Autismustherapie, den diese läuft seit der Einschulung nicht weiter, weil die Stadt, in der die Schule liegt leider nicht zum Einzugsgebiet, in dem die bisherige Therapeutin tätig sein darf, liegt. Aber durch die Schule ist unser Sonnenschein viel offener geworden, hat enorme Fortschritte – vor allem sprachlich – gemacht und hat sich zum ersten Mal verliebt. Er hat seine erste Freundin, die er liebevoll seine „Prinzessin“ nennt und er ist der Prinz ♥.

Ab August wurde dann zunehmend von der Flüchtlingskrise gesprochen. Die Bundesregierung, die zuvor noch mit 450000 Asylbewerbern bis zum Jahresende gerechnet hatte, nannte am 19.08.2015 eine Zahl von 800000 zu erwartenden Asylbewerbern. Diese Zahl wurde bis heute immer weiter nach oben korrigiert und aktuell wurde die Millionengrenze geknackt, wodurch zunehmende Forderungen laut werden. Diese gab es aber schon im August. Einerseits gab es noch eine Willkommenskultur und das Mantra „Wir können das schaffen“, andererseits wuchs zu diesem Zeitpunkt schon zunehmend der Hass – Hass gegen Menschen, die aus Angst um ihr Leben in unser Land und andere Länder kommen. Menschen, die sich in dieser Thematik kritisch äußerten – auch wenn die Kritik berechtigt war – wurden zu Nazis, alle, die aber helfen wollten, sich engagierten, automatisch zu Gutmenschen – eine Grauzone dazwischen existierte nicht. Man las auch immer wieder man solle sich erst informieren, bevor man seine Meinung kund täte, aber dass das nicht mal unbedingt nötig scheint, beweist ein sehr guter Beitrag, den ich hier gerne verlinke . Ich habe unter anderem zur Flüchtlingskrise und Pegida auch etwas geschrieben .

Flüchtlingskrise Pegida

Es gab aber neben „Nazis“ und „Gutmenschen“ auch ein paar wenige, die Unterschiede machten, differenzierten, sich kritisch mit der Thematik auseinander setzten und sich trotz der Hilfe, die sie leisteten selber nicht vergaßen. Und dennoch der Hass wuchs unaufhörlich und brachte sehr engagierte Menschen dazu sich zurück zu ziehen. So gab es gegenüber Menschen, die sich für Flüchtlinge und deren Rechte einsetzten Morddrohungen. Der Hass wächst weiter und weiter und es scheint leider kein Ende in Sicht auch, weil es immer mehr Menschen schaffen „Randgruppen“ gegen einander auszuspielen. 😦
Dieser Hass, der sich nicht nur auf Deutschland beschränkte gipfelte dann erst mal in der Fertigstellung eines 175 km langen Grenzzauns von Ungarn zu Serbien am 14.09.2015. Ich möchte jeden meiner Leser bitten das folgende Bild mal auf sich wirken zu lassen und zu überlegen, ob es ähnliches schon mal in der Geschichte gab….

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Am 17.09.2015 gab es dann in unserem familiären Umfeld eine Veränderung auf die ich aber aus diversen Gründen nicht näher eingehen möchte, aber so viel kann und möchte ich sagen: Es war eine einschneidende Veränderung, die wir erst mal anzunehmen lernen mussten, die uns sehr traurig gestimmt und nachdenklich gemacht hat….. Diese Veränderung lässt uns manches auch unter anderen Aspekten betrachten….

Am Weltkindertag – am 20.09.2015 – hat uns unser Wilder dann mal wieder ins Staunen gebracht, weil er beim örtlichen Kinderstraßenfest sehr mutig war und unter anderem von einem ca. fünf Meter hohen Hüpfburgturm (mit dickem Sportkissen darunter) gesprungen ist und immer wieder wollte 😀 . Wir sind immer wieder erstaunt was er sich schon alles zutraut 🙂 .

Dann gab es leider wieder ein sehr trauriges gesellschaftliches Erlebnis, als am 24.09.2015 bei einer Massenpanik in der Nähe von Mekka über 700 Menschen zu Tode getrampelt wurden 😦 .

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Ein Ereignis über das auch fast jeder sprach war am 28.09.2015 die totale Mondfinsternis, die wir – außer mein Mann – total verschlafen haben 😀 . Für uns hatte der Tag aber auch eine Bedeutung, da an diesem Tag zum ersten Mal ein Wackelzahn bei unserem Süßen gezogen wurde. Er hat sich das ganz tapfer gefallen lassen.

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Ich musste in den Herbstferien (den ersten von unserem Sonnenschein) dann leider vom 02.10.2015 bis zum 06.10.2015 wegen einer Magenschleimhautentzündung ins Krankenhaus, da ich wegen der Extraktion eines sehr stark entzündeten Zahnes neben Ibuprofen 600 auch Novalgintropfen beziehungsweise nach Umstellung auch Tramal 500 nehmen musste und mir keiner meiner Ärzte gesagt hatte, dass ich ergänzend Pantropazol als Magenschutz nehmen müsste – jetzt weiß ich das…

Am 27.10.2015 erhielt mein Mann dann eine schockierende Nachricht, da im Schlaflabor festgestellt wurde, dass er in einer Stunde bis zu 80 (!!!) Atemaussetzer hat und deswegen natürlich auch nie wirklich geschlafen hat, weil er nie in die REM-Phase kommen konnte. Er erhielt deswegen am Folgetag – dem 28.10.2015 – eine Schlafmaske, die diese Aussetzer aufhebt.

Ein furchtbares Attentat erschütterte die gesamte westliche Welt, als am 13.11.2015 Anschläge der IS in Paris verübt wurden, bei denen 150 Menschen zu Tode kamen. Es gab weltweite Beileidsbekundungen und die Angst wuchs. Dadurch gab es auch zunehmend Käufe freiverkäuflicher Waffen wie Elektroschockern oder auch von Pfefferspray, aber neben der verständlichen Angst, aber auch diversen Bekundungen man habe keine Angst und genau das wollten die Täter erreichen (und das wollen sie auch!) gab es dadurch ausgelöst auch wieder mehr Hassparolen gegen Flüchtlinge zu hören/lesen.

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Am 19.11.2015 gab es dann ein für uns einschneidendes Erlebnis, dass vor allem mich sehr beschäftigte und mich sehr wenig schlafen lies, denn meine Mama kam für eine Rücken-OP ins Krankenhaus und ist wie sie später auch in einem Artikel auf ihrem Blog geschrieben hat fast erstickt 😦 .  Das war mir allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst – unter anderem, da ich sie nicht besuchen konnte, weil sie auf der Intensivstation lag. Ich wollte so gerne für sie da sein und konnte es nicht…..

Einen Tag danach gab es bei der Aktion Mensch ein Treffen von ABA-Befürwortern und Gegnern in dessen Zuge Blogger gebeten wurden Autisten nicht zu schaden, indem in deren Blogs gegen ABA argumentiert würde. Daraufhin wurde die Aktion #wirschweigennicht ins Leben gerufen. Blogger und deren Leser wurden „laut“ und machten deutlich, dass sie weiterhin gegen ABA Position beziehen würden. Über das Treffen selber kann man bei Innerwelt und Quergedachtes nachlesen. Ich freue mich zu sehen wie viele Menschen sich an der Aktion beteiligt haben und bin für jeden, der über ABA aufklärt dankbar – in diesem Sinne danke und macht weiter so; ich werde es auch tun 😉 .  Zur Aktion möchte ich hier gerne einen Artikel verlinken, zur Thematik ABA generell möchte ich aber ebenso einen großartigen Artikel vom Butterblumenland verlinken, damit sich jeder meiner Leser mal ein Bild über diese „Therapie“ machen kann.

Am 22.11.2015 habe ich dann etwas sehr trauriges aus meinem familiären Umfeld erfahren, dass hier zum Schutz der Person, die es betrifft, nicht näher ausführen möchte. Aber es hat mir mal wieder gezeigt, dass es viele Menschen gibt, die mehr mit ihren Familienmitgliedern und ihren Freunden reden sollten, diesen aber im Gegenzug auch zuhören sollten…

Am 24.11.2015 wurde meine Mama dann nach Hause entlassen und findet sich allmählich wieder in ihren Alltag. Sie hat auch schon wieder angefangen ihrem Hobby (der Fotografie) nachzugehen. Es geht ihr zunehmend besser und sie weiß (hoffe ich), dass sie immer auf die Hilfe ihrer Familie zählen kann. Ich hab Dich lieb Mama.

Am 02.12.2015 gab es dann leider erneut ein trauriges Ereignis, als zwei Attentäter in einer Behinderteneinrichtung in Kalifornien 14 Menschen töteten.

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Für uns – speziell aber für meinen Mann und unseren Wildfang – gab es dann aber auch noch ein schönes, aufregendes und spannendes Erlebnis, da unser Schatz mit seinem Papa zum ersten Mal im Stadion ein Fußballspiel geschaut hat (er hatte zur Einschulung Freikarten für sich und eine Begleitperson geschenkt bekommen). Er war sehr aufgeregt, hatte dann aber viel Spaß und konnte die Lautstärke trotz des Autismus gut ausblenden. Nur die letzen fünf Minuten waren im dann zu viel und er wollte nach Hause fahren. Auch heute hat er noch davon geschwärmt wie toll es ihm gefallen hat 😀 .

Und jetzt gibt es noch einen kleinen Ausblick auf die restlichen Tage des Jahres 2015:

Ich freue mich jetzt erst mal morgen (22.12.2015) auf die Reaktion der Lehrer, wenn sie ihre Geschenke erhalten und besonders auf die Reaktion einer Klassenkameradin unseres Wildfangs, für die er ein Geschenk gekauft hat, weil er in sie verliebt ist.
Ich freue mich auch auf die strahlenden Augen meiner beiden Lieben, wenn sie am 24.12.2015 ihre Geschenke auspacken werden. Am 25.12.2015 werden wir dann erst einen Besuch bei Familienmitgliedern machen und abends werden wir von der Nichte meines Mannes und einem anderen Familienmitglied besucht und am 26.12.2015 werden meine Oma, meine Eltern und meines Schwester mit ihrem Freund bei uns zu Besuch sein. Dann werden wir noch ein paar ruhige Tage verbringen, bis wir in das neue Jahr rein feiern.

In diesem Sinne Euch allen frohe Weihnachtstage und beachtet dabei die Überlebenstipps 😉 .

Das Jahr 2015 war für uns im persönlichen Bereich eher von positiven Ereignissen (wenn leider auch nicht völlig) geprägt, im gesellschaftlichen jedoch eher von negativen. Ich wünsche mir für 2016, dass es auch gesellschaftlich wieder mehr schöne Ereignisse geben wird, über die man reden wird.

Für uns wird es solche Ereignisse im privaten geben. So werden wir, wenn alles klappt, im Januar eine ganz liebe Frau, die ich bisher nur virtuell kenne, mit ihrem Sohn real kennen lernen. Im Februar werden mein Mann und ich 12 Jahre zusammen sein und im Mai werden wir 10 Jahre verheiratet sein (ihm bliebt gar nichts anderes übrig – der wird mich nicht mehr los 😀 😉 ) . Und dann wird es interessant, da unser Frechdachs zum ersten Mal sechs Wochen am Stück Sommerferien haben wird – das kennen wir noch nicht – bisher hatten wir immer nur drei.

Hoffentlich werden auch bei all meinen Lesern die positiven Ereignisse überwiegen.

In diesem Sinne auch schon mal einen guten Rutsch.

© S. Stolzenberg

Published in: on 22. Dezember 2015 at 01:02  Schreibe einen Kommentar  

Anderen eine Freude machen / Nikolaus

Gestern war Nikolaustag. Ein Tag angelehnt an Nikolaus, der anderen Menschen eine Freude machte, indem er seinen Reichtum teilte, indem er Armen Geschenke machte, mitfühlte, da war.

Diesen Gedanken wollen wir am Nikolaustag weitertragen mit netten Worten, kleinen Gesten, etwas zu naschen, mit kleinen Aufmerksamkeiten.

Wir haben diesen Gedanken zwar „nur“ im privaten Bereich umgesetzt, aber da konnten wir Menschen eine Freude machen. So haben wir Zeit mit der Familie verbracht, Trost gespendet, wo es nötig war, Mut gemacht und zugehört, kleine Geschenke verteilt und es gab für unsere Sonnenschein und meinen Mann (für mich auch) etwas zu naschen. Wir haben Zeit mit Lieben Menschen verbracht und genossen und ein paar nette Worte anderen Menschen gegenüber ausgesprochen.

Ich habe den Tag und den zuvor (wo wir schon ein bisschen vorgefeiert haben mit einem Teil der Familie), aber es fehlt trotzdem ein bisschen was. Denn: Ich kann leider aus privaten und finanziellen Gründen den Gedanken von Nikolaus nicht so umsetzten, wie ich es gerne tun würde. Ich würde gerne mehr Menschen helfen und ihnen auch eine kleine Freude machen – Menschen in Not – Obdachlosen, Mittellosen, Bedürftigen und Flüchtlingen. Ich denke viel an diese Menschen und kann dennoch gerade an solchen Tagen wie Nikolaus, an denen es besonders wichtig wäre zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, nicht im Stich gelassen werden, helfen, nicht da sein.

Ich kann es aktuell auf Grund meiner persönlichen Situation nicht und bin umso mehr dankbar, dass es viele ehrenamtliche Helfer gibt, die auch und insbesondere an solchen Tagen da sind.

Dieser Gedanke lässt mich Tage wie Nikolaus allerdings mit gemischten Gefühlen erleben, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Es macht mich betrübt, dass es so viele Menschen gibt, für die ich nicht als Helfer da sein kann, aber ich genieße auch bewusst Zeit mit meinen Lieben, was mir und meinen Lieben gut tut, Kraft gibt und einfach schön ist.

Ich möchte aber trotzdem ein wenig weiter geben und so versuche ich wo es mir auch möglich ist zumindest mit kleinen Spenden und Aufmerksamkeiten (ich werde einen Teil von der Nikolaus“ausbeute“ unseres Schatzes abgeben) zu helfen.

Ich freue mich aber auch durch einen anderen Hintergrund noch weiteren Menschen eine kleine Freude bereiten zu können, da wir in zwei meiner Facebook-Gruppen entschieden haben zu wichteln. Dadurch kann ich zwei süßen Kindern eine kleine Weihnachtsfreude bereiten (ich hoffe das gelingt mir). So kann ich auch etwas der Freude, die Nikolaus (oder in dem Fall Weihnachten) bedeutet mit anderen (mir eigentlich fremden) Menschen teilen.

Dennoch würde ich mir wünschen, dass der Ursprungsgedanke des Nikolausfestes (den eigenen Möglichkeiten entsprechend) mehr auch im nicht-privaten Bereich umgesetzt würde.

© S. Stolzenberg

Published in: on 7. Dezember 2015 at 00:48  Schreibe einen Kommentar  

Ich schweige nicht

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…und möchte euch bitten, es mir gleich zu tun.

Zum heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung hat Aleksander Knauerhase auf seinem Blog Quergedachtes eine wichtige Botschaft veröffentlicht. Er ruft dazu auf, nicht zu schweigen, laut zu sein und über euer Engagement zu reden und zu schreiben. Er hat recht.

Nur wenn wir unsere Stimmen erheben, können wir gehört werden. Nur wenn wir uns engagieren, wird sich etwas ändern. Darum bitte ich euch: Schweigt nicht, wenn euch im Alltag Diskriminierung begegnet. Schweigt nicht, wenn falsche Klischees und Vorurteile verbreitet werden. Erzählt eure Geschichten, berichtet über eure Erfolge und Niederlagen. Setzt euch für Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion ein. Auch wenn es manchmal unbequem ist und auch wenn es manchmal Kritik hagelt, wie man es wagen könnte, laut etwas zu sagen. Die Zeiten ändern sich. Fortschritt kann nur erreicht werden, wenn nicht mehr über behinderte Menschen gesprochen wird sondern mit ihnen. Die Kämpfe…

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Published in: on 4. Dezember 2015 at 00:30  Schreibe einen Kommentar  

Werden wir schweigen? Nein!

Ich finde es erstaunlich, dass diese Fachleute, die pro ABA sind laut eigener Aussage das Zeil haben aus autistischen Kindern selbstbestimmte, selbsbewusste Menschen zu machen, die ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen klar kommunizieren können und gleichzeitig erwachsenen selbstbestimmten, selbstbewussten Autisten versucht den Mund zu verbieten mit der Begründung sie würde autistischen Kindern schaden. Welchen Schaden sollen Menschen wie Du, Alexander, Mädel und all die anderen, die sich gegen ABA einsetzten, gegenüber diesen Kindern anrichten? Beispielhaft zu sein wie ein Leben als Autist funktionieren kann ohne nur um sich zu schlagen, mit den Händen zu wedeln, in einer Ecke zu sitzen. Na bravo das zeigt doch was für eine Veränderung der KInder da gewünscht ist – eine Umerziheung zu Marionetten, die Befehle ausführen. Aktion Mensch sollte sich schämen so etwas zu unterstützen!

Wir schweigen nicht!!!

Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

Es sind nun fast 14 Tage nach dem Treffen bei der Aktion Mensch vergangen. Ich habe jetzt erst so langsam realisiert was an diesem Tag passiert ist, Worte fehlen mir immer noch dafür.

Zur Vorgeschichte möchte ich auf drei Blogposts hier im Blog verweisen, sie dokumentieren was in den letzten Monaten und im Vorfeld zum letzten Treffen, einer Podiumsdiskussion, passiert ist.

Links in chronologischer Reihenfolge:

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/07/31/ich-kann-eigentlich-nur-verlieren/

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/08/20/nicht-ueber-uns-ohne-uns-oder-doch-lieber-nicht/

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/08/23/offener-brief-an-die-aktion-mensch/

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/09/03/ein-offener-brief-und-der-lange-weg-danach/

Maedel von Innerwelt war einer der Gäste bei der Podiumsdiskussion und hat ihre Erlebnisse hier niedergeschrieben:

https://innerwelt.wordpress.com/2015/11/22/treffen-bei-aktion-mensch/

Den ersten Schock hatte ich noch im Foyer der Aktion Mensch. Ich sah die Namensschilder und welchen Namen entdeckte ich dort? Pro. Dr. Röttgers. Der zweite Vorsitzende des Ifa (Institut für Autismusforschung), dem Träger eben jenen Projektes um das der ganze Wirbel angefangen hat. Warum mich das schockiert hat? Ich habe das erste Treffen nach einem längeren Mailwechsel mit ihm abgesagt. Zum einen weil…

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Published in: on 3. Dezember 2015 at 00:32  Comments (1)  
Sascha Stracks

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Mutter sein und Frau bleiben mit behindertem Kind

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Das Leben eines Kindes der 80er. Meine Gedanken, meine Lieblingsmusik, meine Fotos und anderes. Willkommen :)

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Eine Mutter liebt am stärksten ihr schwächstes Kind (schwedisches Sprichwort)

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Zwischen alltäglichem Wahnsinn und Freuden

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[hier bitte kreative Beschreibung einfügen]

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Hochsensibel und Multipassioniert

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

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