Anderen eine Freude machen / Nikolaus

Gestern war Nikolaustag. Ein Tag angelehnt an Nikolaus, der anderen Menschen eine Freude machte, indem er seinen Reichtum teilte, indem er Armen Geschenke machte, mitfühlte, da war.

Diesen Gedanken wollen wir am Nikolaustag weitertragen mit netten Worten, kleinen Gesten, etwas zu naschen, mit kleinen Aufmerksamkeiten.

Wir haben diesen Gedanken zwar „nur“ im privaten Bereich umgesetzt, aber da konnten wir Menschen eine Freude machen. So haben wir Zeit mit der Familie verbracht, Trost gespendet, wo es nötig war, Mut gemacht und zugehört, kleine Geschenke verteilt und es gab für unsere Sonnenschein und meinen Mann (für mich auch) etwas zu naschen. Wir haben Zeit mit Lieben Menschen verbracht und genossen und ein paar nette Worte anderen Menschen gegenüber ausgesprochen.

Ich habe den Tag und den zuvor (wo wir schon ein bisschen vorgefeiert haben mit einem Teil der Familie), aber es fehlt trotzdem ein bisschen was. Denn: Ich kann leider aus privaten und finanziellen Gründen den Gedanken von Nikolaus nicht so umsetzten, wie ich es gerne tun würde. Ich würde gerne mehr Menschen helfen und ihnen auch eine kleine Freude machen – Menschen in Not – Obdachlosen, Mittellosen, Bedürftigen und Flüchtlingen. Ich denke viel an diese Menschen und kann dennoch gerade an solchen Tagen wie Nikolaus, an denen es besonders wichtig wäre zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, nicht im Stich gelassen werden, helfen, nicht da sein.

Ich kann es aktuell auf Grund meiner persönlichen Situation nicht und bin umso mehr dankbar, dass es viele ehrenamtliche Helfer gibt, die auch und insbesondere an solchen Tagen da sind.

Dieser Gedanke lässt mich Tage wie Nikolaus allerdings mit gemischten Gefühlen erleben, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Es macht mich betrübt, dass es so viele Menschen gibt, für die ich nicht als Helfer da sein kann, aber ich genieße auch bewusst Zeit mit meinen Lieben, was mir und meinen Lieben gut tut, Kraft gibt und einfach schön ist.

Ich möchte aber trotzdem ein wenig weiter geben und so versuche ich wo es mir auch möglich ist zumindest mit kleinen Spenden und Aufmerksamkeiten (ich werde einen Teil von der Nikolaus“ausbeute“ unseres Schatzes abgeben) zu helfen.

Ich freue mich aber auch durch einen anderen Hintergrund noch weiteren Menschen eine kleine Freude bereiten zu können, da wir in zwei meiner Facebook-Gruppen entschieden haben zu wichteln. Dadurch kann ich zwei süßen Kindern eine kleine Weihnachtsfreude bereiten (ich hoffe das gelingt mir). So kann ich auch etwas der Freude, die Nikolaus (oder in dem Fall Weihnachten) bedeutet mit anderen (mir eigentlich fremden) Menschen teilen.

Dennoch würde ich mir wünschen, dass der Ursprungsgedanke des Nikolausfestes (den eigenen Möglichkeiten entsprechend) mehr auch im nicht-privaten Bereich umgesetzt würde.

© S. Stolzenberg

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Published in: on 7. Dezember 2015 at 00:48  Schreibe einen Kommentar  

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