Blogparade – Was ich noch alles tun möchte, wenn unser Wirbelwind groß ist

Ich habe vor kurzem über Facebook den Blogbeitrag von Sophiesanderswelt gelesen, in dem sich die Mama an der Blogparade von Nina beteiligt und da möchte ich mich nun auch gerne beteiligen und mal ein paar Dinge benennen, aber erst mal auch aufschreiben, weil es eben nicht selbstverständlich ist, was wir schon trotz Kind hinbekommen, was andere Eltern vielleicht vermissen.

Erst mal möchte ich dazu schreiben, dass ich natürlich jede einzelne Sekunde mit unserem Wirbelwind genieße, gerne Mama bin, aber eben auch Träume habe und darum geht es in dieser Blogparade – es geht nicht darum, ob die Zeit mit unseren Kids nicht wert geschätzt wird, sondern einfach darum welche Träume vielleicht (noch) nicht erfüllbar sind – aus Zeitmangel, weil es mit den Kindern nicht machbar ist,…

Obwohl unser Sonnenschein nicht nur ein sehr aktives und aufgewecktes Kerlchen, sondern eben auch behindert ist, gibt es ein paar Dinge, auf die manche Eltern verzichten müssen, die wir aber in unserer Familie umsetzten können:

Zeit mit dem Partner

Diese hatten wir in den ersten Lebensjahren unseres Wirbelwindes wirklich sehr wenig, da unser Schatz sehr lange wach war, wenig Schlaf benötigte und wir leider auch kaum Betreuungsmöglichkeiten hatten. Mittlerweile (er ist 7, wird dieses Jahr 8) haben wir die Abende als Paar, wenn unser kleiner Wilder im Bett liegt, ab und zu auch mal Mittage in der Woche, wenn sich die Oma um den Wirbelwind kümmert und fest eingeplant jeden zweiten Samstag 3 Stunden nur für uns, wenn er über einen Pflegedienst betreut wird. Eine anderweitige Entlastung ist nämlich nicht möglich. Ab und zu nutzen wir den Pflegedienst aber auch, damit wir mal alleine als Ehepaar schön essen gehen können oder mal feiern gehen…

Besonderes Essen kochen und dann auch genießen können/in Ruhe frühstücken

In der Woche ist es so, dass ich alleine frühstücke, wenn mein Mann auf der Arbeit ist und unser Wilder in der Schule – da lass ich mir Zeit und am Wochenende haben wir eingeführt, dass wir zwar nicht immer zusammen, aber dafür in aller Ruhe mit Genuss frühstücken und wenn unser Schatz dann schon fertig ist und nicht mehr ruhig sitzen bleiben möchte, darf er eben spielen gehen, damit wir in Ruhe zu Ende frühstücken können. Beim Essen ist es ähnlich, wobei unser Schatz da gelernt hat an seinem Platz sitzen zu bleiben. Da wir aber auch gerne mal ein besonderes Essen haben, nehmen wir uns auch dafür die Zeit, wobei es dann für unseren Wirbelwind schon mal ein alternatives Essen gibt, wenn er das von uns nicht mag. Entweder hilft er seinen Möglichkeiten entsprechend beim kochen, darf in der Zeit spielen oder auch mal fernsehen, so dass dabei kein Stress entsteht.

Die einfachen Dinge, wie mal alleine zu Toilette zu gehen

Bei Dingen wie alleine zur Toilette zu gehen, haben wir früh begonnen unserem Wirbelwind beizubringen, dass wir da dann mal alleine sein möchten und er dann nicht mit darf, egal wie sehr er es versucht hat. Ich habe täglich etwas Zeit für mich und ermögliche dies auch meinem Mann, indem er sich dann zurück ziehen kann, wenn er von der Arbeit kommt oder indem ich auch mal was alleine mit unserem Frechdachs unternehme (anders herum gilt das auch).

Zeit fürs Hobby

Das ist für mich sehr einfach umzusetzen, da mein Hobby das fotografieren ist und die Kamera dann einfach zu Ausflügen mitgenommen wird – besonders schön daran, ist aber, dass mein Mann sich zumindest etwas auch dafür interessiert und der Wirbelwind auch immer mal wieder seine Kamera mitnehmen möchte.

Nun aber zu den Dingen, die ich aktuell nicht umsetzten kann, zu meinen Träumen, den Dingen, die ich gerne noch tun/erleben möchte (die Reihenfolge ist nach Wertigkeit):

 

  1. Wieder mehr Sport treiben – gerne auch einen Sportkurs belegen, da die meisten leider spät angeboten werden und es aktuell nicht machbar wäre wenn Papa und Mama im Wechseln an 4 Tagen gesamt abends nicht da wären (2 Abende pro Elternteil).
  2. Reisen – ich würde viele Kontinente, Städte und Länder gerne mal sehen so etwa New York, Paris, Afrika, Spanien,… das hier im einzelnen aufzuführen würde zu weit führen
  3. In Venedig mit einer Gondel fahren
  4. Mit dem Rucksack durch das Outback und/oder die Highlands
  5. Mit Delfinen schwimmen
  6. Einen Koalabären auf dem Arm halten
  7. Wale und Delfine in freier Wildbahn sehen dürfen
  8. In einem Baumhaus schlafen
  9. Unter freiem Sternenhimmel schlafen
  10. Auf einem Kamel reiten
  11. Eine Weltreise machen – am liebsten zusammen mit all meinen Lieben aus meiner Familie
  12. Alle 7 Weltwunder sehen
  13. Die Polarlichter live erleben dürfen
  14. Tanzen lernen
  15. Mal alle lieben Freunde an einem Ort treffen (auch die bisher nur virtuellen)
  16. Oma werden

Besonders wünsche ich mir aber unseren Wirbelwind gesund groß werden zu sehen, zu erleben wie er immer selbstständiger wird und (so vermuten wir es) in mal in ferner Zukunft in seiner (hoffentlich) eigenen Wohnung besuchen zu dürfen, zu erleben, wenn er vielleicht heiratet und ein glückliches, selbstbestimmtes Leben führt.

Welche Träume habt ihr denn?

© S. Stolzenberg

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Published in: on 29. Januar 2017 at 00:25  Schreibe einen Kommentar  

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