Schönheit

Es gibt eine Redensart, die lautet: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, aber es gibt eine weitere Redensart, die besagt „Wahre Schönheit kommt von innen“.

Was stimmt nun nur eine der beiden Redensarten oder beide und wie wichtig ist Schönheit eigentlich?

Die erste Redensart, die lautet „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ besagt ja, dass äußerliche Schönheit eines Objektes oder eines Lebewesens von jedem anders definiert, wahrgenommen wird, weil jeder Mensch ein subjektives Verständnis von Schönheit hat. So findet der eine Mensch vielleicht als Beispiel eine Person mit sehr dünner Taille, flachem Bauch, langen Beinen und dünnen Armen schöner, als eine Person, die einen leichten Bauchansatz hat oder etwas fülliger ist. In so weit ist die Redensart natürlich zutreffend.

Äußerliche Schönheit mag sicher auch manchmal vorteilhaft sein, da man mehr Aufmerksamkeit bekommen könnte und mit weniger Ablehnung zu tun hat. Körper- oder verhaltensauffällige Menschen im Gegensatz bekommen jedoch oft eher negative Aufmerksamkeit – zumindest wirkt es oft auf den ersten Blick so; dass kann aber (aus eigener Erfahrung) täuschen.

In Bezug auf eine Anstellung könnte die äußerliche Schönheit vielleicht auch weiter helfen, da beispielsweise in einer Boutique eher ein Mensch eingestellt wird, der jung, fit, schlank und (für das Verständnis des Besitzers) gut gekleidet ist, als jemand, der übergewichtig ist, sich aber dennoch körperbetont kleidet.

Aber: „Schöne“ Menschen, die ein sehr symmetrisches Gesicht haben, sehr schlank sind, fit wirken, gut gekleidet sind (Hier gehe ich von der gesellschaftlichen Norm aus), haben auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Ihnen wird oft unterstellt, dass sie „nur“ schön seien, aber nichts anderes leisten könnten, vielleicht dumm seien,… ihnen wird häufig Neid und Missgunst entgegen gebracht. Zudem ist aber äußerliche Schönheit auch vergänglich (zumindest auf Lebewesen bezogen) und deswegen sollte sie nicht als besonders erstrebenswert angesehen werden – sie bleibt nicht bestehen, zumindest nicht in dem Maße, in dem sie in der Jugend ist.

„Wahre Schönheit kommt von innen“ ist ein Redensart, die sich jedoch nicht wie die erste Redensart auf die äußerliche, subjektiv wahrgenommene Schönheit“ bezieht, sondern auf den Charakter (in diesem Blog bezogen auf die Menschen). Diese Redensart bezieht sich vielmehr auf den Charakter eines Menschen und dessen Verhalten gegenüber sich selber, aber besonders auch gegenüber anderen.

Kein Mensch wird etwa von sich behaupten, dass er es schön, wünschenswert oder erstrebenswert fände einen anderen Menschen zu bestehlen.

Was die innere Schönheit, den Charakter eines Menschen und sein Verhalten anbelangt so gibt es hier sicher ein objektiveres, gesellschaftliches Verständnis. Die meisten Menschen werden konform gehen, dass ein Mensch, der ehrlich, freundlich, hilfsbereit, höfflich, offen, tolerant und human ist einen schönen, guten, wünschenswerten Charakter besitzt. Verhaltensweisen, die als schön angesehen werden dürften sind beispielsweise das Engagement gegen Ausgrenzung, Rassismus, Intoleranz, Gewalt, aber auch sich selbst treu zu bleiben und sich nicht von anderen Maschen beeinflussen oder manipulieren zu lassen, zu hinterfragen und skeptisch zu sein.

Diese Schönheit, wenn man sich nicht von anderen verändern lässt, sich treu bleibt und sich immer wieder vor Augen führt warum es so wichtig ist, kann jedoch – im Gegensatz zur äußerlichen Schönheit – bestehen bleiben.

Die innere Schönheit bringt aber im Gegensatz zur äußeren Schönheit keine Vorteile, macht aber vielleicht glücklich.

Was also nutzt es äußerlich schön zu sein, wenn keine innere Schönheit vorhanden ist?

© S. Stolzenberg

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Published in: on 24. August 2017 at 20:52  Schreibe einen Kommentar  

Mal wieder Urlaub :-)

Nachdem wir letztes Jahr nicht in Urlaub fahren konnten, wurde es mal wieder Zeit für uns, besonders, weil wir dieses Jahr einige harte Zeiten durchgemacht haben, worauf ich hier aber nicht weiter eingehen möchte, da es auch die Privatsphäre anderer verletzten würde…

Am 29.08. war es dann endlich soweit und wir konnten in den Uralub nach Bredene starten, fuhren aber etwas später los, da wir erst gegen 15 Uhr die Schlüssel bekommen konnten. Nachdem wir dann die Taschen in die Wohnung geladen hatten, wollten wir essen gehen, hatten vorab auch schon mal im Internet geschaut wo man gut essen gehen könnte und das Lokal, das wir uns ausgeguckt hatten sollte ein sehr gutes sein – es existiert nur leider bereits seit einem Jahr nicht mehr, wie wir erfuhren. Wir gerieten dann auch noch in einen starken Regenschauer und wurden sehr nass. Ein „schöner“ Start in den Urlaub, besonders da das Essen in dem Hotel, in dem wir dann waren auch nicht besonders lecker war 😦 . Unser Junior war dadurch dann natürlich etwas unruhige und wieder in der Wohnung dann auch kurzzeitig mal etwas lauter, was uns dann eine Beschwerde der Nachbarin unter uns einbrachte, die aber scheinbar bemerkte, dass wir Urlauber sind, die sie nicht verstanden, da sie auf flämisch mit uns sprach…

An unserem zweiten Urlaubstag konnten wir dann durch etwas besseres Wetter auch endlich an den Strand und unser Wirbelwind wollte direkt mit den Füßen ins Wasser, lief immer wieder auf die Wellen zu und dann davor weg :-D.

 

Am Abend sind wir dann nach De Haan gefahren, wo wir ein bißchen Zeit an der (in Bredene nicht vorhandenen) Promenade und am Strand verbrachten und im Tiffanys sehr lecker gegessen haben :-).

Am folgenden Tag sind wir dann nach Blankenberge gefahren, um uns da ein bißchen die Fußgängerzone und das Serpentarium anzusehen, dass zwar klein ist, aber dennoch sehr schön und die Fußgängerzone lohnt sich eh immer wieder :-). Natürlich waren wir dann aber auch wieder am und im Wasser.

Wir konnten dabei auch einigen Möwen sehr nah kommen, die wenig scheu waren und hatten ein sehr schönen Tag. Am Abend wurden wir dann noch (nach dem ersten selbst gekochten Essen) mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt:

An Tag vier wollten wir dann mal etwas geschichtlich relavantes erkunden und fuhren nach Oostende, um uns da das Fort Napoleon anzusehen, in dem eine Bilderausstellung zu sehen war.

 

Wir haben dann auch schon ein bißchen den Bereich des Yachthafens erkundet:

Da es aber schön war warm war (ich hab mir da einen ordentlichen Sonnenbrand geholt), haben wir uns dann erst mal in der Wohnung umgezogen und ein wenig ausgeruht, bevor es wieder nach Oostende gin, wo wir dann den japanischen Garten besichtigt haben, auf der Promenade unterwegs waren, wieder sehr lecker gegessen haben (an diesem Tag… dazu aber später mehr) und wieder am und im Wasser waren, wobei unser Junior diesmal nicht mit den Wellen „fangen spielen“ wollte, sondern immer wieder über die kleinen Wellen gesprungen ist und damit sein „Schlümpfeeis, dass es zum Nachtisch gegeben hatte, verdauen konnte :-D. Außerdem haben wir eine riesengroße Feuerqualle gesehen…

 

Leider war das aber auch der einzige sehr sonnige Tag, den am folgenden Tag hat es fast nur geregnet :-(. Wir haben den Tag deswegen überwiegend in der Wohnung verbracht, sind aber auch in Regensachen an den Strand und mit den Füßen in das (an diesem Tag sehr kalte) Wasser gegangen. Spannend war für Junior heute dem Training der LIfe guards zusehen zu können.

Unser vorletzer Tag war vor allem eins: Sehr windig, so dass wir erst mal im Ort unterwegs waren:

Auf dem letzten Bild kann man gut erkennen wir windig es war…

Abend sind wir dann nochmal nach Oostenden gefahren, wo wir den Bereich vom Yachthafen zur Promenade erkundet haben und dann eigentich auch nochmal lecker essen gehen wollten. Wir waren im selben Lokal wie beim ersten mal in Oostende aber diesmal war das essen gar nicht gut – die Steaks haben wir sogar zurück gehen lassen und die Pizza für unseren Sonnenschein, die nicht scharf sein sollte, war scharf, so dass er in der Wohnung nochmal ein Brot aß… :-(. Aber immerhin konnten wir nochmal ein paar tolle Eindrücke erfahren, Möwen ganz nah kommen und ein paar tolle Bilder machen:

Da es in Bredene, wo wir und noch ein wenig Strandsand mitgenommen hatten, leider keine Spielhallen gibt, in denen auch Kinder spielen sürfen, wollten wir unserem Wirbelwind dann eine Freude machen und sind deswegen mit ihm nach Koksijde gefahren, da wir wussten, dass es diese Spielhallen dort gibt (immerhin waren wir vor zwei Jahren da im Urlaub), aber die eine existiert nicht mehr und die andere hatte zu 😦 Außerdem war uner Schatz völlig damit überfordert, dass wir dahin gefahren sind, obwohl wir ihm gesagt, dass wir an diesem Tag nach Hause fahren würden (obwohl wir ihn darauf vorbereitet hatten) und so haben wir da nur ein paar MUscheln gesammelt und uns dann auf den Weg nach Hause gemacht. Leider kamen wir dann noch in einen Stau und haben uns ein bißchen verfahren, wodurch wir fast vier Stunden unterwegs waren und dementsprechend geschafft am Abend zu Hause ankamen.

Jetzt heißt es dann erst mal wieder im „Alltag“ ankommen, wobei in den weiteren Ferienwochen noch viele tolle Ausflüge geplant sind :-).

 

 

Published in: on 6. August 2017 at 01:19  Schreibe einen Kommentar  
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