Tabuthema Mobbing in der Familie

Warum ist Mobbing in anderen Bereichen des Lebens in der Öffentlichkeit angekommen, aber Mobbing in der Familie gilt weiterhin als ein Tabu?

 Die Familie wird als Ort der Geborgenheit, des Zusammenhalts, der Unterstützung und der emotionalen Sicherheit angesehen und darum ist es für die meisten unvereinbar, dass es Mobbing (oder andere Formen der Gewalt) in der Familie geben kann. Es wird nicht darüber gesprochen, auch, um den Anschein einer „heilen“ intakten Familie, die den Vorstellungen der Allgemeinheit entspricht, aufrecht zu erhalten. Es wird aber auch zu wenig darüber informiert, so dass vielleicht Mobbern in einer Familie gar nicht bewusst ist, dass sie mobben – genauso ergeht oft auch den Mobbingbetroffenen, wenn das Mobbing in der Familie passiert.

 Doch was ist Mobbing überhaupt?

 Der Begriff Mobbing kommt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, bedrängen. Mobbing ist eine systematische, wiederholte, feindselige Handlung, über einen längeren Zeitraum. Es ist eine Missachtung der Menschenwürde. Mobben betrifft eine Person oder Gruppen. (http://www.g10.de/themen/th9/mobbing/dl/flyer1.pdf)

Dazu gehören Isolation, das ständige schlechte Reden über die Person hinter deren Rücken, Imitation, um die Person lächerlich zu machen, Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke, ständiges Kritisieren, beschimpfen oder anschreien oder der betreffenden Person die Möglichkeit zu nehmen sich zu äußern, indem man sie zum Beispiel ständig unterbricht oder das Gesprächsthema wechselt Außerdem Demütigung oder emotionale Erpressung.. Aber zu Mobbing gehört auch der physische Missbrauch, also die Ausübung körperlicher Gewalt.

 Welche Folgen kann Mobbing haben?

 Mobbing kann weitreichende Folgen für Psyche und Gesundheit eines Betroffenen haben, so „empfinden die traktierten Kinder Unbehagen und Hilflosigkeit, dann wachsen Selbstzweifel und Angst. Als Symptome können Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Panikanfälle folgen. „Kinder fühlen sich zuweilen sogar so verzweifelt, dass sie nicht mehr leben wollen“, konstatiert Jo-Jacqueline Eckardt, Eltern- und Mobbing-Beraterin in Berlin.“(http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/psychoterror/tid-14378/deutschland-die-folgen-koennen-drastisch-sein_aid_402633.html)

Weiter Folgen können sein Unlust zur Arbeit, Unsicherheit (die ggf. zu tatsächlichem Fehlverhalten führt), Stress (bis hin zu Symptomen des „Burn-Out-Syndrom“) und letztlich soziale Isolierung. Depressionen sind eine häufige Folgeerscheinung – der Anteil der depressiven Menschen in Deutschland steigt ständig – bis hin zu Todeswünschen und tatsächlicher Selbsttötung. (http://www.info-mobbing.de/mobbingfolgen.htm)

 Aber Mobbing kann auch eine Vielzahl an psychischen und physischen Krankheiten verursachen oder verstärken wie beispielsweise Depression, Zwangshandlungen, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Übersensibilität, Posttraumatisches Belastungssyndrom (PTSD), Stressymptome, aber auch Atemprobleme, Enge-Gefühle, Asthma, Druck auf der Brust und viele weitere. (http://www.mobbing-info.ch/mobbinggesundheit.html)

 Welche besonderen Gefahren gibt es bei Mobbing in der Familie?

 Familiäre Risiken sind

 

·         Demütigende Erziehungsstile

·         Verletzende Kommunikationsmuster in der Paarbeziehung

·         Hackordnungen unter den Geschwistern

 

Familiäre Kommunikationsmuster, die gezielt oder fahrlässig Abwertung und Ausgrenzung betreiben, haben weitreichende Folgen. Gerade für Kinder sind Bindungen zur Familie schicksalhaft. Sie können sich dem Einfluss entwertender Botschaften kaum entziehen. Die Verinnerlichung solcher Botschaften bildet eine wesentliche Grundlage neurotischer Störungen. ( http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/neurose.html)

Da neurotische Störungen Mobbing auch jenseits der Familie begünstigen, beugen gesunde familiäre Beziehungen der Gefahr vor, andernorts Opfer oder Täter zu werden.(http://www.seele-und-gesundheit.de/psycho/mobbing.html)

 Ein weiteres Risiko könnte sein, dass sich eine Hass-Liebe entwickelt und die bereits vorhandene Unsicherheit dadurch verstärkt wird, da der Betroffene nicht weiß wie er mit dem Konflikt umgehen soll oder es könnte auch dazu führen, dass versucht wird die Negativerfahrungen zu verdrängen und nur das Positive zu sehen.

 Doch was kann man gegen Mobbing tun?

 Man sollte sich bewusst sein, dass der Grund für das Mobbing nicht in einem selbst zu suchen ist, sondern in dem unsozialen Verhalten der Mobber und Mobbing nicht einfach so wieder aufhört – der Betroffene muss sich zur Wehr setzten.

Der Betroffene sollte sich jemandem anvertrauen und ein Mobbingtagebuch führen (es dient z.B. dazu das Leid besser zu verarbeiten).Der Betroffene sollte sich weiterhin professionelle Hilfe suchen, denn das Mobbing alleine zu verarbeiten ist sehr schwierig.

 Und was kann ich tun, wenn ich in der Familie gemobbt werde?

 Im ersten Schritt sollte versucht werden das Gespräch mit dem Mobber zu suchen und ein vorhandenes Mobbingtagebuch mitzunehmen, damit das Leid für den Mobber nachvollziehbarer ist. Im Gespräch sollte     zwar versucht werden aufzuzeigen wie sehr der Betroffene unter dem Mobbing leidet, auch unter eventuelle abwertenden Spitznamen, die aber gar nicht böse gemeint sein können,  aber das Gespräch sollte auch sachlich geführt werden.

 Sollte das nichts bringen, könnte im zweiten Schritt versucht werden ein weiteres Gespräch mit einer möglichst neutralen Person, die optimalerweise nicht zur Familie gehören sollte, als Vermittler zu führen, damit  beiden „Parteien“ die Möglichkeit gegeben wird die Situation mal aus der jeweils anderen Sicht zu betrachten (Rollenspiel) und vielleicht auch um andere Verhaltensmöglichkeiten aufzuzeigen.

 Sollte das Mobbing auch dadurch nicht beendet werden, sollte der Betroffene den Kontakt zum Mobber beenden oder so gering wie möglich halten, um sich nicht unnötigerweise dem Mobbing auszusetzen.

Hiezu möchte ich anmerken, dass dies Lösungsansätze sind, die beispielsweise bei demütigenden Erziehungsstilen der Eltern sicher nicht umsetzbar sind, da die meisten Kinder es vermutlich nicht mal bemerken, dass sie gemobbt werden. Diese Lösungsansätze ieten sich eher für Betroffene an, die beispielsweise ständig kritisiert werden.

Ich recherchiere weiterhin nach möglichen Lösungsansätzen und hoffe diesen Blog damit noch erweitern zu können.

       Wie kann ich einem Mobbingopfer helfen?

       Zuhören, aber sich nicht aufdrängen

·         Dem Betroffenen zeigen wie wichtig er für einen selbst (und andere) ist => Das Selbstwertgefühl des Betroffenen stärken

Hinter den getroffenen Entscheidungen stehen (z.B. wenn sich der Betroffenen trotz des Mobbing für den Kontakt zu der mobbenden Person entscheidet)

           Sofern die Möglichkeit besteht andere Sichtweisen aufzeigen du vielleicht auch gemeinsam mit dem Betroffenen Handlungsstrategien entwickeln wie er auf das Mobbing reagieren könnte

 In jedem Fall ist es aber auch sinnvoll, wenn sich der Betroffene an eine Beratungsstelle wendet.

Ich hoffe jedenfalls, dass dieses Form des Mobbings vermehrt (wie auch Mobbing am Arbeitsplatz als Beispiel) in den Fokus der Öffentlichkeit gerät.

© S. Stolzenberg

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Published in: on 30. Juli 2013 at 22:22  Comments (34)  

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34 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Sehr gut geschrieben

  2. Gefällt mir sehr gut. Leider wird der Aspekt des Ausschlusses aus der Familie hier zu wenig berührt. Betroffene, die von einzelnen oder sogar von mehreren Mitgliedern der Familie ausgeschlossen werden, wie z.B. zu Geburtstagsfeiern , Weihnachtsfeiern ect. werden ja nicht nur von „dem“ Mobber, sondern in dem Moment von allen Familienmitgliedern insgesamt gemobbt. Jedes Mitglied einer Familie, dass den Ausschluss eines Familienmitglieds über einen längern Zeitraum stillschweigend hinnimmt, ist für den Betroffenen ein Mobber.
    Hier wäre Solidares Verhalten der Familie die angebrachteste Form der Hilfe. „Wenn der oder die Betroffene nicht kommen darf, dann komme ich auch nicht.“ So würde der oder die Mobber vor die Entscheidung gestellt , dass eigene Verhalten zu überdenken und ggf. zu ändern. Solange jedoch der/ die Betroffene alleine gelassen wird verhält sich der Rest der Familie unsolidarisch aus dem Blickwinkel des / der Betroffenen und somit verliert der / die Betroffene jegliches Vertrauen in die Gemeinschaft Familie.

    • Danke für Deine Ergänzung zu meinem Artikel Jürgen 🙂 Ich freue mich immer, wenn meinen Lesern auffällt, wenn ich Aspekte vergessen oder niccht genügend eingebunden haben und Dein Einwand ist da auch berechtigt. Ich denke nur, dass es den Betroffenen oftmals so ergehen dürfte, dass sie sich zunehmend zurück ziehen, weil sie keinen anderen Weg sehen mit dem Mobbing umzugehen und es meist nur Mobber geben dürfte. Wenn es jedoch auch Familienmitglieder gibt, die weder mobben, noch gemobbt werden, wäre es mehr als nur wünschenswert, dass sie die Betroffenen untersützten, wobei auch das schwierig sein dürfte, da die meisten Menschen dazu erzogen werden sich nicht gegen die Familie zu stellen, wobei eine Unterstützung des betroffenen von den Mobbern und dem Unterstützer so empfunden werden könnte. Weiterhin spielt sicherlich dann auch die Angst mit eventuell selber gemobt zu werden, wenn man Hilfe anbietet….

  3. Danke! Der Artikel ist erfrischend ehrlich und trifft Vieles auf den Punkt. Ich habe einen Ausschnitt aus „Die Masken der Niedertracht“ von Marie-France Hirigoyen. Vorab: Mit „Perversion“ ist die seelische Gewalt von Eltern(teilen) gegen ihre Kinder gemeint.
    „Die Perversion richtet beträchtliche Schäden an in den Familien. Sie zerstört die Bindungen und zerbricht jede Individualität, ohne dass man sich dessen bewusst wird. Die Perversen verstehen ihre Gewalt dermaßen gut zu verfälschen, dass es ihnen häufig gelingt, ein sehr vorteilhaftes Bild von sich selbst zu vermitteln. Das Herabwürdigende Vorgehen kann sich in einer noch perverseren Art einstellen, indem es einen Dritten handeln lässt, im allgemeinen den anderen Elternteil, der selbst, ohne es zu wissen, unter der Einwirkung des Anderen steht.“
    Ich denke, die Tabuisierung ist sogar das Kernproblem solcher Missstände, da diese so nicht angegangen werden (können).

    • Danke für Deine Rückmeldung und das ergänzende Zitat aus dem Buch Katinka 🙂

  4. Danke für diesen wertvollen Artikel. Ich wurde das ganze Leben lang zu Lebzeiten meiner Mutter und meinem Bruder und heute noch immer von meinem Bruder und seiner ersten und jetzt auch zweiten Frau öffentlich in meiner beruflichen Tätigkeit und als Mensch geschädigt und gemobbt. Ich konnte mich nie wehren, denn mein Bruder ist überall im ehemaligen Heimatort vernetzt und missbraucht seine öffentliche Position, ist mit allen Politikern, Studentenverbindung und wichtigen Leuten aus dem Rotary Club verbandelt. Wenn immer ich Luft holen will und mein eigenes Leben leben möchte, kommt der nächste Intrigen-Hammer. Ich traue mich kaum noch, irgendwo hinzugehen und bin völlig verzweifelt. Ich dachte immer, die Schweiz sei ein fortschrittliches Land…..

    • Hallo Valentin, das tut mir sehr leid zu lesen, aber wäre vielleicht ein Umzug eine Möglichkeit dem Mobbing zu entgehen, denn Deinen Mobbern entgegen zu treten und Dich zur Wehr zu setzen kommt sicher nicht in Betracht? Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg findest dem Mobing zu entgehen und wünsche Dir ganz viel Kraft, um mit Deiner Sitaution bestmöglich zurecht zukommen…. LG Sabrina

  5. Mobbing, das von der eigenen Familie ausgeht, belastet einen das Leben lang, auch wenn man den Kontakt abbricht etc. Ich bin selbst betroffen. Ich hoffe auch sehr oft auf „Fortschrittlichkeit“, damit nicht mehr unbedingt den Mächtigeren geglaubt wird. Aber letztlich geht es um Schadensbegrenzung. Viel Glück allen Mitbetroffenen!

  6. Ich bin ebenfalls betroffen und habe mich abgewendet. Leider gibt es nach einiger immer wieder neue Intrigen und Lügen, obwohl ich keinen Kontakt pflege.

    • Das tut mir sehr leid zu lesen, dass es weiterhin Lügen und Intrigen gegen Dich gibt, aber ich hoffe, dass Du damit zurecht kommst…

  7. Hallo… Mich würde interessieren, wie andere damit zurecht kommen, wenn neue Intrigen auftauchen. Bei mir schürt das tiefste Ängste. Ich bin aber auch oft noch nicht bereit, die Strukturen hinzunehmen, wie sie sind, also eben nicht liebevoll und nicht entgegenkommend. Da ich noch zu Schulzeiten mehrmals mein Umfeld wechseln musste, habe ich mich glaube ich umso mehr an solche Wunschbilder geklammert.

    Ich nehme immer wieder Kontakt auf. Zuerst wird ganz aufmerksam aufeinander eingegangen, aber ziemlich schnell ist alles beim Alten, und dann fühle ich mich hundeelend. Mir wird schon von Mal zu Mal klarer, dass ein Kontakt wohl eben nicht gut für mich ist. Aber wohin mit dem Schmerz? Meine Familie hat sich auch strafbar gemacht (eine andere Geschichte), die Sache ist verjährt, wohin mit meiner Wut?

    Eine Therapie ist natrürlich eine mögliche Option, aber man wollte mir schon Schizophrenie diagnostizieren, weil man so Schlechtes nicht von so „gebildeten“ Eltern und Geschwistern annehmen wollte. Das schreckt auch ab. Und deswegen bin ich auch irgendwie froh, dass es diese Seite gibt. LG Katinka

    • Hallo Katinka, erst mal gibt es für Dich die Möglichkeit Dich mit anderen Betroffenen von Missbrauch auszutauschen, denn auch Mobbing ist eine Form von Mobbing. Dazu gibt es viele Selbsthilfeforen und -Gruppen in solzialen Netzwerken wie etwa den Regenbogenwald (https://www.regenbogenwald.de/), aber das wird Dir sicher nur bedingt helfen, Was Dir helfen könnte mit Deiner Wut und Deinem Schmerz besser umgehen zu können wäre zum Beispiel diesen aufzuschreiben – vielleicht als eine Art Tagebuch – oder zu malen, aber Du muss jeder Betroffenen seinen eigenen Weg finden. Eine Therapie wäre ratsam, aber es ist leider nicht einfach einen guten Therapeuten zu finden, dem man auch vertrauen entgegen bringen kann und der vor allem objektiv bleibt, denn Dir zu sagen, dass es so etwas bei gebildeten Menschen nicht gibt, war einfach nur dumm, ungebildet und inkompetent. Missbrauch (sei es Mobbing oder eine andere Missbrauchsart) gibt es in allen gesellschaftlichen Schichten!!! Ich kann Dir „nur“ zuhören und Dir Ratschläge geben, aber ich hoffe, dass auch das Dir ein wenig hilft und es vielleicht auch einfacher wird Dich aus dieser Situation zu entziehen… LG Sabrina

    • Hallo Katinka,
      Deine Situation kann ich sehr gut nachempfinden. Ich habe es auch wieder und wieder versucht mit allen und allem klar zu kommen. Ich habe mir immer gesagt: „Ich schaff das schon“ und habe Ausgrenzung und demütigendes Reden und Handeln hingenommen. Ich glaubte, es prallt an mir ab. Doch es ist zerstörendes Gift und nur der Abbruch des Kontaktes schafft die Voraussetzung, in der ein gesundes Selbstbewusstsein wachsen kann. Gesundes Selbstbewusstsein gehört ohnehin zu den wichtigsten Eigenschaften im Leben. Selbstbewusst kann man dann auch anders mit der Familie und deren krankem Verhalten umgehen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich bin inzwischen zumindest für einige Familienmitglieder geistig gestört. Was ich wirklich gelassen zur Kenntnis nehmen kann. Allerdings habe ich viel über die Ursachen dieser ganzen Verhaltensweisen heraus gefunden. Nur für das Umfeld sind die anderen die Helden und ich die „Prinzessin auf der Erbse“.

      Aber es gibt jetzt bessere Erkenntnisse über die Auswirkungen von Mobbing und es werden immer mehr Menschen für dieses Thema sensibilisiert. Erst vor wenigen Tagen bin ich auf das Buch „Das schwarze Schaf“ von Peter Teuschel gestoßen , das viel bewegen wird. Ich habe es noch nicht gelesen. Es gibt auch einen Blog http://www.schwarzeherde.de dazu.

      Dir, Sabrina, möchte ich für diesen Blog danken, den ich schon im vergangenen Jahr mal gefunden hatte. Über Mobbing in der Familie gibt es ja leider immer noch nicht so viel zu lesen und somit gehörst Du für mich zu den Vorreiterinnen.

      Liebe Grüße Maria

      • Hallo Maria, erst mal danke, dass Du hier auchüber Deine eigenen Erfahrungen schreibst, da das in einem so öffentlichen Rahmen keine Selbstverständlichkeit ist. Ich bin selbser Angehörige eines Betroffenen von familärem Mobbing und deswegen habe ich auch diesen Blog geschrieben, aber es gibt dazu immer noch viel wenig Aufklärung (wie bei den meisten Missbrauchsformen) und es wird leider immer noch viel zu oft von den Tätern und den Opfern totgeschwiegen… daher ist es auch so schwierig den Betroffenen zu helfen, weil man es meist gar nicht weiß 😦 Ich möchte einfach auch auf solche Themen aufmerksam machen und freue mich, wenn mir das zumindest im Kleinen gelingt…. LG Sabrina

  8. Liebe Katinka,du bist nicht allein.Es gibt sehr viele von uns die im schweigen leben.Das macht uns verwundbar.Ich bin auch eine Betroffene die missbraucht und gemobbt wurde. Das eine hat aufgehört , das Mobbing ist geblieben,Ich bin seit ca.4 Jahren in Behandlung.Das darüber zu erzählen und aufzuschreiben hat mir Kraft gegeben meinen Peinigern mit erhobenen Kopf entgegenzutreten und ihnen in die Augen zu sehen. Jetzt habe ich selbst eine Familie ,die ich schützen muss .Mein Partner gibt mir die Kraft dazu, , jetzt mobbt uns seine Familie weil sie mich ablehnen.Aber unser gemeinsames agieren mach uns Stark.Ich bin nicht mehr so verletzbar und ihre Intrigen laufen immer mehr ins leere .Bei den anderen sehe ich Angst in ihren Augen.Ich habe jeden meiner Peiniger einen persönlichen Brief mit meinen Skripten zukommen lassen die ich demnächst veröffentliche.
    Liebe Sabrina vielen Dank für diese Plattform , du hast mich darin bestärkt das ich doch die richtige Entscheidung getroffen habe.Es muss noch mehr und offener über diese Themen Gesprochen werden nicht nur bei den betroffenen Erwachsenen , sondern auch bei Kitas und Schulen in sensibler Form durch dafür geschulte Betreuer .
    Viele Grüße Carola (52)

    • Liebe Carola, danke für Deine offenen Worte. Ich werde auch von der Familie meines Mannes gemobbt, da ich nicht akzeptiert werde, aber wir stehen dem gemeinsam gegenüber, sind aber auch keinen Intrigen ausgesetzt. Ich freue mich zu lesen, das auch ihr gemeinsam agiert und die Intrigen bei Euch ins Leere verlaufen :). Es fehlt immer noch an der Aufklärung über solch heikle Themen und jeder sollte, ob Betroffen oder nicht darüber Informationen bekommen können, aber ich befürchte davon sind wir noch weit entfernt…. LG Sabrina

  9. Hallo. ist dies schon Mobbing? Situation: meine Kinder ( Mädchen 16 + Junge 7 ) backen zusammen eine Pizza. Es ist ein Fertigteig, den beide liebevoll belegen. Mein Mann sagt am Tisch: wie ekelig…die Kinder wehren sich und sagen: nein…ist es nicht. Mein Mann provoziert beide Kinder so lange und meint dann noch zu dem kleinen ob ihm denn nicht schon schlecht wäre von der ekeligen Pizza…meine Große ( Stieftochter meines Mannes ) wehrt sich in dem sie meinen Mann als ekelig betitelt. Meine Tochter war zuvor mit unserem Hund Gassi und der Hund hat sich in irgendwas stinkendes gewälzt. Mein Mann sagte am Tisch : oh da war ein Arschloch mit dem Hund draussen.
    Kürzlich fand er eine kleine Haarnadel in der Waschmaschine die angeblich sein weißes Hemd ruiniert hat. Jetzt ist die Waschmaschine für mich Tabu. Er ignoriert meine Tochter seit Jahren ( verheiratet seit 2005 ) und durch seine ständige Kritisiererei will selbst sein eigener Sohn nichts mehr mit ihm unternehmen. Mein Mann kitzelt den kleinen urplötzlich und hält ihn feste, und wenn der kleine sagt er solle aufhören reagiert er nicht. Der kleine weiß sich dann nicht mehr anders zu wehren als zu boxen und wird dann ausgeschimpft. Mein Mann rülpst am Tisch und reisst seinen Mund extra mit Essensbrocken auf, so dass der kleine angewidert ist. Mein Mann meint dann er könne machen was er wolle und der kurze müsste ja nicht hinsehen. ich kann hier nicht alles wiedergeben …ist das schon Mobbíng, einfach nur dumm oder gar ein Fall für den Kopfarzt?? Bitte um schnelle Antwort…ich denke bereits an eine Trennung…vielen lieben Dank…

    • Hallo Martina, das Verhalten Deines Mannes in der Situation mit der Pizza ist noch kein Mobbing, aber ein unangebrachtes Sticheln, dass aber wenn es häufig vorkommt zumindest Tendenzen zum Mobbing aufweist. Die Art wie er mit Deiner Tochter umgeht (kritisieren , beleidigen, etc. ist Mobbing was mit Misbrauch gleizusetzten ist – es ist psychischer Missbrauch. Mindestens genauso schlimm, wenn nich tsogar schlimmer ist aber das Ignorieren, denn das ist ein besonders grausame Art des Missbrauchs, der fatale Spuren hinterlassen kann. Dass er Deinen Sohn gegen seinen Willen festhält wenn dieser sagt der Papa solle es unterlassen ist grenzwertig – für viele Eltern ist das noch tolerierbar , für viele ist es ein körperlicher Missbrauch, denn Missbrauch definiert sich danach, dass der Täter seine Macht über das Opfer ausnutzt und so schlimm das klingt, aber genau das tut Dein Mann. Er hat Macht über beide Kinder, die er ausnutzt und dabei die Grenzen der Kinder nicht nur überschreitet, sondern dieses Verhalten auch nicht mal als schlimm betrachtet. Ob Du Dich trennnen solltest oder nicht kann Dir niemenad außer Dir selbst beantworten und dazu möchte ich auch gar keine Meinung äußern, aber wenn Dein Mann die Grenzen Eurer Kinder nicht tolerieren will, solltest Du versuchen ihm klar zu machen wie verletztend das sein kann – versuche vielleicht mal Grenzen bei ihm zu überschreiten. Zum Beispiel möchte er ja wie Du schreibst nicht, dass Du seine Wäsche wäschst, aber frag ihn mal was er davon halten würde, wenn Du es trotzdem tun würdest? Oder wenn er duscht, stell kurz das Wasser ab – einfach damit er mal versteht wie es sich anfühlt wenn Grenzen überschritten werden. Zur Essenssituation würde ich Dir raten zukünftig mit Deinen Kindern alleine zu essen – zum Beispiel Du mit den kindern im Kinderzimer, Dein Mann am Essenstisch und das würde ich erst ändern, wenn er ein Einsehen hat. Das sind aber natürlich „nur“ meine Ansichten und können keinen professionellen Rat ersetzten. Ich würde Dir auch dazu raten Dich vielleicht mal psychologisch beraten zu lassen oder Dich an eine Beratungsstelle für Missbrauchsopfer zu wenden. Hier könntest Du zum Beispiel Hilfe erhalten und beraten werden:
      Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
      Frauen gegen Gewalt e.V.
      Petersburgerstr. 94
      10247 Berlin

      Telefon: 030 322 99 500
      Telefax: 030 322 99 501
      E-Mail: info@bv-bff.de
      http://www.frauen-gegen-gewalt.de

      Wichtig ist aber sicher auch das Gespräch mit Deinen Kindern zu suchen.

      Sollte Dein Mann kein Einsehen haben, wäre die Überlegung sich zu trennen vielleicht nicht falsch, aber ich hoffe, dass es auch mit ein paar kleinen Beispielen für Deinen Mann ausreichend ist, dass er ein solches verhalten unterlässt.

      Ich drück Dir ganz feste die Daumen, dass sich etwas verändert und wenn Du magst, kannst Du hier immer gerne schreiben. Ich wünsch Dir und Deinen Kindern aber in der momentanen Situation auch und vor allem erst mal ganz viel Kraft.

      LG Sabrina

  10. Hallo Sabrina, vielen Dank für die umfassene Antwort. Ich nenne noch einige Beispiele, damit weitere Eindrücke entstehen. Sutiation ( meine Tochter Lisa ) hat Geburtstag. Sie möchte im Garten feiern und soll kurz bevor die Kinder kommen die Gartentreppe fegen. Sie macht es wiederwillig und dann stellt mein Mann sich vor mich hin und meint ich solle das jetzt kontrollieren was sie da gefegt hat. Als die Kinder im Garten sitzen und feiern kommt er mit dem Rasenmäher um die Ecke und fängt an Rasen zu mähen. Die Feier war somit ein Chaos.

    Mit neun Jahren hat mein Mann ihr die Türe gewiesen, er meinte sie könne da draussen ihre Freiheit haben und zeigte zur Türe. Sie wolle sich ja nicht an Regeln halten. Selbstverständlich lasse ich mir sowas nicht gefallen und es gab einen riesigen Krach.

    Den kleinen hat ein EINMAL ins Bett gebracht, da war er zwei Jahre alt. Mein Mann wollte ein bestimmtes Lied singen, das wollte Mika nicht. Daraufhin hat mein Mann das Kind so bedrängt warum und wieso ausgerechnet das Lied nicht, dass Mika weinte und sich nie wieder von ihm ins Bett bringen liess.

    Einmal lag ein Messer von unserem älteren Besteck an seinem Teller und ich habe wochenlang Krach gehabt weil er sich nicht „verstanden und berücksichtigt“ fühlt. Wegen eines stumpferen Messers!!

    Er hat zwei grössere Söhne. Der Große ( 27) wohnt bei uns im Haus in einer Einliegerwohnung.
    Der jüngere ( 18 ) bei seiner Mutter in einer anderen Stadt. Dieser ist seit Jahren in Therapie wegen Magersucht, Psychischen Störungen und wer weiß was noch.. Mein Mann kann ihm keine Zuneigung geben weil der Junge Pickel hat, zu dünn, zu dick und sonstwas ist. Ich habe da schon so oft Diskutiert, dass einem Vater ( und einer Mutter ) egal sein sollte wie das Kind aussieht. Man liebt doch seine Kinder IMMER!!!

    Im Grunde bin ich alleinerziehend mit einem männlichen Bewohner im Haus. Als Mika kleiner war, und er rund um die Uhr versorgt werden musste, hat mein Mann sich so wenig gekümmert, dass meine Große deutlich zu kurz kam. Ich fahre sie zum Sport zweimal in der Woche und dann heißt es sie könne ja laufen. Sie läuft auch hin und wieder, und hat Verständnis wenn es mal nicht geht, aber grundsätzlich möchte ich sie im Winter nicht im dunkeln nach Hause laufen lassen.

    Das Leben mit diesem Mann ist unerträglich geworden. Er hat Probleme im Beruf, und wurde von seiner Geschäftsführerposition entmachtet. Allerdings war er vorher auch schon so extrem.
    Er hilft nicht mit wenn etwas aufzubauen ist, Tisch, Schrank usw…was die Kinder auch mitbekommen. Sie fragen ihn nicht mehr ob er hilft. Sie sind entäuscht und traurig.
    Ich wehre mich auch und lasse mir nichts gefallen. Aber es macht doch wenig Sinn ständig aneinanderzuraten, wenn man so unterschiedlich ist? Ich habe mit dem Vater von meiner Großen ein gutes Verhältnis und er weiß genau Bescheid. Mein Mann war zweimal verheiratet und hat mit keiner seiner Ex-Frauen Kontakt. Für mich unverständlich, zumindets wegen dem kranken Sohn.

  11. noch etwas: als er von seiner Geschäftsführertätigkeit entmachtet wurde, hatte das auch finanzielle Einbußen zur Folge. Nun soll Lisa „Miete“ zahlen, d. h. ihren Strom-Gas und sonst-noch-was Verbrauch bezahlen. Wir haben zwei Pferde und als Lisa mal auf seiner Stute ritt, beleidigte er sie : du sitzt da drauf wie eine Behinderte

    Mika fiel kürzlich mit dem Fahhrad um und weinte. Ich habe ihn selbstverständlich getröstet und ihm dann erklärt wie man es besser machen könne. Mein Mann stand da, die Augen zusammengekniffen und meinte Mika solle sich nicht so anstellen, er würde ja auch wie eine alte Oma fahren und er solle doch machen was er wolle wenn er nicht hören wolle. Grauselig!!! Das ist doch nicht normal oder?

    • Nein Martina, das ist nicht normal ich habe beim lesen den Eindruck, dass er seinen ganz Frust an Euren Kindern auslässt und er das auf gemeinste Art und Weise. Wenn er schon immer so herablassend war und das immer noch zunimmt, solltest Du wirklich darüber nachdenken Dich mal an die Adresse zu wenden, die ich Dir geschrieben habe und Dir dort Hilfe zu suchen und vielleicht auch zumindest eine räumliche Trennung in Betracht zu ziehen, denn so kann es ja nicht bleiben. Es macht Dich und Deine Kinder kaputt und Deine Kinder brauchen eine gesunde Mama und keine, die mit ihren Kräften am Ende ist, weil sie Schickanenen ausgesetzt ist…. ich hoffe für Dich, dass Du bald wieder etwas zur Ruhe kommen kannst und hoffe, dass Dein Mann einsieht, dass er Hilfe benötigt, denn er scheint auch threapeutische Hilfe zu brauchen….

  12. Das Verhalten meines Mannes hat sich nicht gebessert. Wenn er etwas zum Essen bestellt, bekommt meine Tochter nichts. Gestern war es so…er bestellt Pizza und Nudeln während meiner kurzen Abwesenheit. Meine große Tochter fragte mich nachdem ich zu Hause war, was wir denn heute kochen. Ich musste dann feststellen, dass er für sie nichts bestellt hat. Sie hat sich dann mit ihrem kalten Sushi, welches noch im Kühlschrank war, in ihr Zimmer verzogen. Wir kamen dann beim Essen auf das Thema „Ausgrenzung“ in einem völlig anderem Bezug. Später fragte er dann, als er sich mit seiner Pizza fertig war, was denn Lisa gegessen hätte. Er hätte für sie nichts bestellen können, da sie ja nicht mit ihm spräche. Ich war stinkesauer. Ein erwachsener Mann benimmt sich so? Mein Gott. Morgens hatten wir schon das erste Problem. Mein Mann hatte Brötchen geholt und der kleine soll sich ständig bei ihm bedanken für die Brötchen. Mein Sohn ist so ein tolles Kind und sagt oft zu mir Danke für das tolle Essen…aber ich fordere das nie ein. Für mich ist es selbstverständlich für meine Kinder zu sorgen und dafür bekomme ich oft ein Dankeschön OHNE es bei jeder Kleinigkeit einfordern zu müssen.

    • Hallo Martina. Ich kann natürlich nur vom lesen ausgehen. Wenn er schon sagt er habe nichts bestellen können, weil sie nicht mit ihm spreche, denke ich schon, dass er Deine Kinder auch liebt und sich eigentlich kümmern möchte, aber vermutlich gar nicht weiß wie – vielleicht ist ers ihm in der Kindheit ähnlich ergangen, dass er sich immer mitteilen musste, Rücksicht nehmen musste auf die Bedürfnise eiens Elternteils,…. andererseits kann oder will er scheinbar auch nicht begreifen wie sehr er Deine Kinder und dich damit verletzt. Hast Du ihn mal darauf angesprochen, ihm gesagt, dass Du auch schon darüber nachgedacht Dich von ihm zu trennen, denn er muss erkennen wie sehr es Dich und Deine Kinder belastet. Ich vermute auch, dass Deine Tochter aufgegeben hat vernünftig von Deinem Mann behandelt zu werden, denn sie hat nicht mit ihm gesprochen, Dich aber anschließend gefragt was ihr kochen würdet – sie wusste, dass er nicht für sie mitbestellen würde. Sein Verhalten ist für sie schon zu einer Normalität geworden, die sich stillschweigend hinnimmt und die sie versucht zu ertragen. Ich würde Dir gerne einen guten Tipp geben, wie Du die bestehende Situation ändern kannst, aber Du musst letztlich eine Entscheidung treffen, die Dir keiner abnehmen kann. Du hast nämlich nur drei Möglichkeiten: Du kannst die Situation so balssen wie sie ist und ihn so hinnehmen mit seinem Verhalten oder Du sprichst mit ihm in einem offenen Gespräch an wie sehr es Dir und den Kindern zusetzt und ihr findet eine gemeinsame Lösung oder Du trennst Dich von ihm. Ich möchte Dir da auch keinen Rat geben, weil ich nur vom lesen her beurteilen könnte und bei keiner der möglichen Entscheidungen die Konsequenzen erahnen könnte. Ich hoffe Du wirst die für Deine Kinder und Dich beste Entscheidung treffen können und hoffe, dass Dein Mann vielleicht zu einem Gespräch bereit ist. LG Sabrina

  13. Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel und an alle Kommentarschreiber!!!!

    Lange konnte ich es nicht in Worte fassen oder mir erklären, was eigentlich in unserer Familie geschieht – heute habe ich es im Internet einmal mit dem Wort „Mobbing“ versucht, bin schließlich hier gelandet – und es trifft den Nagel auf den Kopf für meine Situation.

    Betroffen sind mein „mittlerer“ Sohn und ich – um die Situation meines Sohnes schnellstmöglich zu verbessern, suche ich nach kompetenter Hilfe – kann jemand mir Ansprechpartner nennen?

    Vielen Dank!!!!!!!

    • Hallo Michaela, leider ist es so, dass die meisten Mobbingopfer ihre Erlebnisse nicht in Worte fassen könne, keine Begrifflichkeit dafür haben, da es eins der größten Tabus unserer Gesellschaft ist – noch mehr als jede andere Missbrauchsart. Da es sich aber um eine Form von MIssbrauch handelt, können Dir sicher Anlaufstellen für Missbrauchsopfer weiter helfen. Auf der folgendne Seite sind einige Anlaufstellen aufgeführt: http://www.missbrauch-opfer.info/link/?IDS=97&Typ=1&Kat=3 und auf der nun folgenden geht es zwar in erster Linie um Opfer von sdexuellem Missbruach, aber auch da finden sich Anlaufstellen, die auch bei anderen Missbruachsarten beraten – auch Onlinehilfen: https://www.hilfeportal-missbrauch.de/nc/adressen/hilfe-in-ihrer-naehe/kartensuche.html . Ich hoffe, dass Dir dies weiter helfen wird. Sicherlich ratsam ist es auch über eine Therapie nachzudenken, da jeder mIssbruach auch ein Trauma bedeutet, das erst mal verarbeitet werden muss. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Euch kompetent geholfen werden kann und ihr dieser Situation entgehen könnt. Vile Kraft und danke für Deine Offenheit. LG Sabrina

  14. Hallo Michaela.

    Vielleicht kann Dir auch Dr. Peter Teuschel aus München helfen. Er hat dort eine Praxis. Er hat auch Bücher geschrieben, wovon ich eins inzwischen gelesen habe („Das schwarze Schaf“). Es ist sehr einfühlsam, aber auch sehr strukturiert geschrieben, und hat mir sehr geholfen, mit dem Gefühlschaos aufzuräumen.

    Liebe Grüße
    Katinka

  15. Hallo,

    ich bin eben auf diesen Blog gestossen. Ich gebe zu, dass ich mir nicht alles durchgelesen habe, weil es mir zu nahe geht, aber hier eine kurze Info von mir ueber ein Buch, das mir sehr geholfen hat: Viktoria Schuhmacher, Benutzt verletzt gedemütigt, Ablauf und Auswirkungen familiären Mobbings. Vielleicht bringt es ja dem ein oder anderen etwas.

    Hilke

  16. Hallo,

    diesen Sommer habe ich mich von meinen Eltern und Geschwistern zu einem langen Spaziergang im Wald begleiten lassen, bei dem sie sich angeblich bei mir für alles entschuldigen wollten. Ich bin darauf reingefallen und kam in die Verlegenheit, ihnen meinen Schmerz unter die Nase reiben zu müssen. Es war ein Albtraum.

    Fast ebenso belastend ist allerdings auch die Tatsache, dass ich mich abmühe, aber keine Therapie finde, die dieses Thema nicht übergeht. Ich kann dieses ganze (große und schwere) Thema nur langsam, alleine für mich, bearbeiten, oder ich muss es ignorieren, um nicht meine Existenz völlig davon zerstören zu lassen.

    Immerhin gibt es die Möglichkeit, mit mir selbst ins Reine zu kommen, seitdem mir nicht mehr in meiner Unruhe ständig die Psychiatrie auf den Hals gehetzt wird…

    Gruß von Katinka aus Berlin und ein hoffentlich wunderbares Neues Jahr

    • Hallo Katinka. Ich finde es sehr schade, dass Du bisher keine Therapie finden konntest, in der das Mobbing in der Familie auch thematisiert wurde, aber vielleicht findest Du bei einer der folgenden Anlaufstellen Hilfe dabei eine für Dich passende Therapie zu finden: http://www.missbrauch-opfer.info/link/?IDS=97&Typ=1&Kat=3 . Ich finde es gut, dass Du Dir bei dem Versuch mit Deinen Gefühlen umzugehen Zeit lässt und möchte Dich darin auch bestärken – versuch es ruhig immer mal wieder, aber mach Pausen – nutz dzwischen Zeiten für Dinge, die Dir gut tun, denn es kostet Kraft sich damit zu befassen was das Mobbing angerichtet hat. Schön ist aber zu lesen, dass Du nicht immer wieder gedrängt wirst in eine Psychiatrie zu gehen und so schwer das Gespräch mit Deiner Familie gewesen sein wird, war es vielleicht auch hilfreich für Dich. Ich wünsche Dir, dass Deine Familie verstanden hat was sie Dir angetan hat und Dich jetzt ernst nimmt. Ich wünsche Dir einen guten Übergang ins neue Jahr und dass Du in Ruhe mit viel Geduld, aber hoffentlich bald auch kompetenter Hilfe bei Dir selbst ankommen kannst. LG Sabrina

      • Liebe Sabrina,

        eine Therapie im klassischen, psychotherapeutischen Sinne kann ich vergessen! Ich habe die Psychiatrie wie bereits angedeutet von ihrer perfidesten Seite kennenlernen müssen. Erst kürzlich musste ich eine Behandlung (bei einer eigentlich auf Traumatisierung spezialisierten Psychotherapeutin) abbrechen, da die Behandlerin nicht in der Lage war, mir mehr zuzuhören als der in den Akten festgehaltenen „Schizophrenie“ auf den Zahn zu fühlen. Das klingt vielleicht komisch, ist aber wahr.

        Da bringt mich Spiritualität wesentlich weiter, denn ich bin zum Glück nicht blöd. 🙂

        Ich frage mich, wie Du darauf kommst, es hätte mit meinen Eltern und Geschwistern ein Gespräch gegeben. Angekündigt wurde das zwar, aber letztlich gab es wieder das übliche Schmierentheater. Sie werden niemals verstehen, was sie bei mir angerichtet haben. Das zu wissen ist jedenfalls auch sehr viel besser, als meine Energie dort zu verschwenden…

        Jedenfalls vielen Dank dafür, dass ich hier ein paar Mal meine persönlichen Gedanken zu dem Thema loswerden durfte, und alles Gute!!!!!!

        Katinka1980

      • Hallo Katinka, es tut mir sehr leid, dass deine Erfahrungen eine vernünftige Therpaie unmöglich machen, freue mich aber, dass Du andere Wege gefunden hast mit dem erlebten Mobbing umzugehen. Jeder muss da auch seinen eigenen Weg finden – ich selber habe wegen meiner Erfahrungen mit Missbrauch auch keine klassische Therpie gemacht und habe doch Wege gefunden damit umzugehen. Ich habe vieleicht zu schnell gelesen und deswegen raus gelesen es hätte ein Gespräch gegeben. Schade, dass Deine Familie es nicht verstehen möchte was sie Dir angetan haben, aber es gut für Dich zu wissen, dass Du den Kontakt so weit möglich vermeiden solltest, weil er Dir nicht gut tut. Du darfst gerne jederzeit hier Deine Gedanken schreiben 😉 LG Sabrina

  17. E ist nicht einfach zu erklerän aber ich müchte klar sein und nicht ausgenuzt zu sein (Danke).


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