Warum sich der gesellschaftliche Umgang mit der Thematik Missbrauch ändern muss, aber dennoch Aktionen dazu auch etwas bewegen können:

Seit 2012 gibt es immer wieder Aktionen, die auf sexualisierte Gewalt aufmerksam machen und an sich ist das sehr gut so, aber es eben nicht „nur“ die sexualisierte Gewalt – sehr oft gegenüber schutzbefohlenen Minderjährigen – ,wie sie im wörtlichen Verstanden wird, nämlich als gewaltsamer Übergriff mit sexuellen Handlungen gegen einen anderen Menschen, gibt. Es gibt ebenso die (nicht immer sexuell motivierte) psychische und/oder psychische Gewalt gegen einen anderen Menschen, die bei diesen Aktionen wie #aufschrei, #neinheißtnein, #onebillionrissing oder auch #Metoo außen vorgelassen werden, die aber genauso sehr in den öffentlichen Fokus gerückt werden sollten – auch darüber müsste dringend gesprochen werden!

Auch diese Übergriffe sind nennenswert und haben Folgen für die Opfer, nicht nur kurzzeitige, sondern über Jahre und sollten nicht totgeschwiegen werden.

Was nutzt es, wenn sexualisierte Gewalt stärker geahndet wird, psychische Gewalt aber klein geredet wird? Ein Kind, das in seiner Familie permanentem Mobbing ausgesetzt ist werden wir nicht helfen können, indem wir über sexualisierte Gewalt sprechen – diese findet dort nämlich nicht statt.

Dass es wichtig ist auch diese Gewaltformen stärker zu benennen, öffentlicher zu machen und dies auch durch die Politik aufgegriffen wird, zeigt sich im gesellschaftlichen Umgang damit.

Denn: Wenn ein Kind geschlagen wird, gilt es oft noch als Erziehungsmaßnahme oder es fallen Äußerungen wie „ein Klaps hat noch keinem geschadet“. Auch „Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen“ ist ein Satz, der im Zusammenhang physischer Gewalt oft fällt und sie verharmlosen soll. Einige werden auch argumentieren, dass diese Gewalt nur eine kurzzeitige, nicht dauerhafte Form der Gewalt sei, die keine weiteren Folgen haben dürfte – vielleicht höchstens im Umgang mit dem Täter. Es bleibt aber dennoch Gewalt gegenüber einem Menschen, der keine so hohe Körperkraft hat, der sich einer Machtausübung gegenüber sieht und sich , gerade bei Kindern, nicht in der Lage sehen dürfte sich ohne Hilfe aus der Situation zu befreien.  Für die Opfer physischer Gewalt ist es entscheidend, dass die Gesellschaft stärker darauf achtet, einschreitet, schützt und nicht weg sieht, weil es – gerade in der Erziehung – lange ein geduldetes Mittel der Wahl war. Hier wäre es nötig einzuschreiten, dem Täter aber unter Umständen, der Situation entsprechend keine Vorwürfe zu machen – gerade bei Kindern – , sondern erst mal Alternativen aufzuzeigen, zu verdeutlichen was der Gegenüber in der Situation empfindet, die Langzeitfolgen (so fern bekannt) zu erwähnen und sollte erkennbar sein, dass sich kein anderer Umgang einstellt eine Anzeige zu erstatten. Gerade viele Eltern werden sicher keine andere Alternative sehen dem Kind zu zeigen, dass es sich „falsch“ verhalten hat und man sollte auch bedenken, dass es sein kann, dass Eltern auch mal die Nerven durchgehen und sie sich im nächsten Moment aber schon dafür schämen so reagiert zu haben.

Eine weitere Gewaltform, die häufig in den Debatten außen vorgelassen wird ist die psychische Gewalt – Mobbing, Demütigungen, Erniedrigungen zählen dazu.

Hier mag man argumentieren, dass es nur Worte seien, die man überhören kann, aber insbesondere über einen längeren Zeitraum in Wiederholung sind diese sehr schmerzhaft und können extreme Folgen – bis hin zum Suizid – haben. Und gerade deswegen ist auch diese Gewaltform zu wenig im Fokus der öffentlichen Debatten, aber auch, weil es manchen Tätern vielleicht gar nicht bewusst ist, wenn sie jemandem gegenüber durch Worte gewalttätig sind. Ein Beispiel dafür ist lästern, von dem sich sicherlich die meisten Menschen nicht freisprechen können – mich eingeschlossen. An Schulen wird diese Thematik mittlerweile stärker betrachtet und nicht mehr totgeschwiegen, in den meisten anderen Bereichen des alltäglichen Lebens auch der Arbeit, ist diese Thematik aber leider noch nicht so stark angekommen.

Warum?

Weil der psychische Missbrauch – wie auch der körperliche – noch weniger Aufmerksamkeit bekommt, als der sexualisierte. Beide werden hingenommen, weil es immer so war, weil es vermeintlich nicht weiter schlimm ist und sich nicht auf den Umgang mit anderen Menschen auswirkt, denn das Opfer unterscheidet sicherlich zwischen Tätern und Unbeteiligten.

Aber jede Form von Gewalt – jede traumatische, gewaltbetonte Erfahrung hat Langzeitfolgen, wie jetzt auch in einer Studie festgestellt wurde, dazu habe ich hier einen Artikel verlinkt.

persönliche Anmerkung: Ich habe jeder Form der Gewalt erleben müssen… darum ist es mir so wichtig darauf aufmerksam zu machen!

Ich versuche mich aber im Folgenden dennoch „nur“ noch auf die sexualisierte Gewalt, die Aktionen dazu  und die gesellschaftlichen Reaktionen zu beschränken, wobei ich nicht chronologisch vorgehen werde.

Im Jahr 2012 wurde die Aktion #onebillionrissing ins Leben gerufen, deren Zielsetzung,  als bisher übrigens einzige Aktion, es ist auf Gewalt gegen Frauen in jeglicher Hinsicht aufmerksam zu machen, zu solidarisieren, ein Zeichen zu setzten, dass friedlich in Form von Tanz zum Ausdruck gebracht wird. Eine großartige Aktion, die Unterstützung verdient, Männer natürlich auch mit einbeschließt.

Ich finde diese Aktion großartig und eine Chance, es ist sicherlich auch schön mit anzusehen, wenn sie richtig umgesetzt wird kann es auch Menschen ansprechen und das Ausmaß von Opfern von Gewalt verdeutlichen. Schwierig wird es dann aber darin konkret die unterschiedlichen Formen von Gewalt darzulegen ohne mögliche Interessenten zu vergraulen, weil es ein sehr großes, umfassendes Thema ist.

2013 gab es dann die Aktion #aufschrei, die das Ziel hatte sexualisierte Gewalt in den öffentlichen Fokus zu rücken, aber auch ein Zeichen von Solidarität unter den Opfern darstellen sollte, wobei hier auch deutlich gesagt werden muss, dass es teils auch vermeintlich sexistisches wie Witze betraf und unter anderem dadurch wurde die Aktion sicherlich zum Teil weniger ernst genommen. Leider war der #aufschrei, so groß er zeitweise war, dann aber auch schnell wieder verstummt und zeigte auch keine nennenswerten Veränderungen in Politik und/oder Gesellschaft.  Schade, dass dies nicht weitergeführt, vertieft wurde oder aktuell mit der Aktion #Metoo nochmal aufgegriffen wurde….

Dann gab es 2012 zusätzlich zu #onebillionrissing auch die Aktion #ichhabenichtangezeigt , die auf sexualisierte Gewalt hinweisen wollte, Opfern ein Solidaritätsempfinden vermitteln wollte, aber auch stärker in den Fokus rücken wollte, dass es durchaus nachvollziehbare Gründe für Opfer geben kann eben nicht anzuzeigen, was aber immer wieder in den Debatten um sexualisierte Gewalt von Opfern gefordert wird – so auch aktuell in der Debatte zu der Aktion #Metoo. Dass es eben nicht nur Scham- und/oder Schuldgefühle der Opfer sind, die zu der Entscheidung führen keine Anzeige zu erstatten, weil sie vielleicht auch nicht der psychischen Verfassung sind die Tat immer wieder in den Befragungen und dann im Gerichtssaal zu durchleben, andere Angehörige (bei Tätern aus der Familie besonders) oder andre Opfer, die die Tat verdrängen, schützen wollen, Ihnen nicht geglaubt wird oder sogar eine Mitschuld zugesprochen wird, sind mögliche Gründe für ein Opfer sich gegen eine Anzeige zu entscheiden, vielleicht nicht mal den Schritt einer Therapie zu gehen, sondern die erlebte Gewalt erst mal verdrängen oder alleine aufarbeiten zu wollen.

Diese Unterstellungen, die Opfern in der Debatte teils entgegen gebracht werden, etwa sie hätten sich nur nicht genug gewehrt, sie seien nicht laut genug geworden oder auch sie hätten durch ihre Entscheidung weitere Opfer in Kauf genommen (wobei das zum Teil zutreffend sein wird), werden in manchen Fällen dazu führen, dass sich diese Opfer wiederrum einer Schuld ausgesetzt sehen, einer Schuld die so stark sein kann, dass es sogar zu einem Flashback, vielleicht sogar zu einer Retraumatisierung führen könnte. Zielführend ist das sicherlich nicht und hilft auch dem Sinn der Aktion nichts. Im Gegenteil. Hier wäre es sicherlich angebrachter den Opfern zu verdeutlichen, dass es unter Umständen andere Möglichkeiten gegeben hätte und vor allem Anlaufstellen, die beratend zur Seite gestanden hätten, denn vielen Opfern sind diese Anlaufstellen gar nicht bekannt.

Persönliche Anmerkung: Ich bin übrigens auch jemand der nicht angezeigt hat unter anderem um Angehörige des Täters zu schützen, weil diese sonst angefeindet worden wären….

Aktuell gibt es dann noch die Aktion #Metoo, zu der es berechtigte Kritik gibt, nämlich, dass diese wegen der Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein ins Leben gerufen wurde – besser wäre eine davon unabhängige Aktion gewesen. Hierzu habe ich hier einen Artikel verlinkt.

Auch hier wird und wurde – wie schon bei der Aktion #ichhabenichtangezeigt – eine Schuld bei den Opfern geäußert – teils vielleicht zu Recht, aber wissen wir das wirklich? Können wir beurteilen warum diese Frauen lange Zeit geschwiegen haben und sich erst äußerten, nachdem eine Frau den Anfang gemacht hat? Ist es im Hinblick auf die Gewalt, die dieser Mann ausgeübt hat nicht viel schlimmer, wenn ein Produzent wie Quentin Terentino jetzt zugibt von den Anschuldigungen gewusst zu haben, aber nichts unternommen zu haben? Wo ist da der Aufschrei ihm gegenüber?

Unabhängig von der Frage in wie weit die Opfer sich vielleicht eine Mitschuld an weiteren Taten zuzuschreiben haben, in welchem Zusammenhang die Aktion gestartet wurde und in wie weit man auch über Mitwisser sprechen sollte, ist es aber vor allem eine Aktion, die ein Bewusstsein schaffen beziehungsweise verstärken soll und Solidarität unter den Opfer schaffen soll und kann. Es ist aber auch – meines Wissens nach – die erste Aktion, die tatsächlich zu einem veränderten Bewusstsein beiträgt, da es wegen dieser Aktion nun als Folge auch die Aktion #Ihave gibt, in der Täter zugeben gewalttätig in sexualisierter Form gewesen zu sein, oft mit dem Hinweis sich darüber nicht bewusst gewesen zu sein oder auch der ausdrücklichen Entschuldigung gegenüber den Opfern- Lobenswert sich und auch anderen gegenüber dies einzugestehen und zu äußern! Dies kann im hier verlinkten Artikel nachgelesen werden.  Diesen Tätern möchte ich auch Danke sagen, wenn diese Eingeständnisse sicher eher aus einer persönlichen Reue heraus getätigt werden, als wegen dem Wunsch das Problem öffentlicher zu machen.

Ein erster wichtiger Schritt die Thematik der sexualisierten Gewalt betreffend ist damit gemacht – es findet ein Umdenken statt und das Thema ist öffentlicher, wird nicht mehr so schnell klein geredet und/oder totgeschwiegen. Wünschenswert wäre nun das auch auf alle anderen Formen der Gewalt zu übertragen….

© S. Stolzenberg

 

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Der Täter im Fokus, das Opfer wird vergessen

Im Rahmen einer Diskussion, die ich heute auf Facebook verfolgt habe, auf die ich hier aber gar nicht weiter eingehen möchte, weil es nicht lohnt, ist auch eine Äußerung gefallen, die leider zutreffend ist und mich dennoch wütend gemacht hat. Diese konkrete Aussage besagte, dass Sexualdelikte durch Fremdtäter generell immer zu einer starken Verunsicherung von Frauen aus dem jeweiligen Ort führen würde – ganz im Gegensatz zu Sexualdelikten, die durch Täter begangen werden, die aus dem direkten Umfeld des Opfers kommen.

Anmerkung: Es ging um einen konkreten Fall, in der die Polizei Frauen gewarnt hatte abends nicht mehr das Haus zu verlassen, sich in Gruppen aufzuhalten, weil der vermeintliche Täter, der auch gefasst wurde, vier Frauen vergewaltigt hatte. Wie der aktuelle Stand der Ermittlungen ist, ist mir nicht bekannt, spielt für den Inhalt dieses Blogbeitrages aber auch keine entscheidende Rolle.

Dieser Satz, dass ein Sexualdelikt mit einem Fremdtäter zu einer stärkeren Verunsicherung führt, da er meist stärker in den Medien präsent ist, stimmt zwar leider, machte mich aber dennoch wütend und war Grund genug für mich diesen Blogbeitrag zu schreiben. Warum? Das erläutere ich im Folgenden.

Missbrauch durch einen bekannten Täter:

Ein Missbrauchsfall ist immer schlimm, aber bei den meisten Delikten handelt es sich nicht um Fremdtäter, sondern um bekannte Täter – meist sogar Verwandte des Opfers, wodurch sich die Opfer noch schwerer tun den Missbrauch zur Anzeige zu bringen. Hier spielen neben dem Schamgefühl und der Angst oft auch ein Gefühl mitschuldig zu sein oder ein falsches Verständnis von Verantwortung mit rein, da die Opfer oft denken andere Verwandte schützen zu müssen – sie nicht belasten zu wollen und deswegen wird geschwiegen. Es ist also schwer genug sich zur Anzeige durchzuringen, aber dann muss das Opfer immer und wieder über den Missbrauch sprechen – im der Vernehmung, im Gerichtsprozeß. Dennoch wird es auch durch die Medien verschwiegen, selbst, wenn mal ein solcher Missbrauchsfall bekannt wird – nur die wenigsten werden medial erwähnt und dann selten ähnlich stark wie ein Fall durch einen Fremdtäter. All das wird bei der Aussage über Missbrauchsfälle durch Fremdtäter völlig außer Acht gelassen.

Gäbe es ähnlich intensive Berichte über diese Missbrauchsfälle würden diese anderen Frauen aus dem direkten Umfeld des Täters sicher ebenso verunsichern, wie es bei Fremdtätern der Fall ist.

Missbrauch durch einen Fremdtäter:

Der Missbrauch durch einen Fremdtäter löst in vielen Opfern neben Schamgefühlen und Angst auch das Gefühl aus vielleicht zu wenig Gegenwehr gezeigt zu haben, andere Opfer sehen sich Vorurteilen der schwachen Frau ausgesetzt oder sogar Äußerungen, dass sie eine Mitschuld tragen würden, weil sie aufreizend angezogen waren. Die wenigsten von ihnen haben den Mut und die Kraft den Täter anzuzeigen und sich immer wieder mit dem erlebten Missbrauch auseinander zu setzten. Das zusammen mit dem erlebten Missbrauch wäre schon schlimm genug für die Opfer, aber damit nicht genug.

Sie werden nicht mehr als Individuen wahr genommen, auf das Opfersein reduziert und dennoch mit der Zeit vergessen.

Warum das?

Es ist ganz einfach: In den Medien wird kaum über die Opfer berichtet, jedoch sehr viel über den Täter – seine Herkunft, seine Lebenssituation, seine Beweggründe, sofern diese in den Ermittlungen ersichtlich werden, das Strafmaß, das verhängt wird – über die Opfer jedoch schreibt dann kaum noch einer – es sei denn in Fällen wie dem von Natascha Kampusch.  Auch in privaten Gesprächen jedoch geht es kaum jemanden darum wie es dem Opfer geht, welche Hilfen es benötigen könnte, was präventiv getan werden könnte oder in welcher Lebenssituation das Opfer war, als es den Missbrauch durchleben musste. Auch diese Dinge wären wichtig zu untersuchen denn dadurch könnte geschaut werden was getan werden könnte, um Opfer besser zu schützen – ein Mensch, der wenig Selbstbewusstsein hat etwa wird schneller zum Opfer, als ein selbstbewusster. Dazu kommt, dass man den Opfern eigentlich nur dann Gehör schenkt, wenn sie über das durchlebte berichten, es staut sich eine Wut und eine Ohnmacht auf und damit wird der Fokus auf den Täter, den Missbrauch und das Opfersein gelegt, nicht darauf den Menschen im Opfer zu sehen. Jede Frau, die Opfer wurde, ist nicht nur Opfer, sondern eine Individuelle Persönlichkeit, die vielleicht keine Gesprächstherapie benötigt, aber sich dennoch gerne austauschen möchte, eine Frau, die dazu aber gar nicht mit anderen ins Gespräch kommen dürfte, es sei denn der Gesprächspartner war selbst einmal Opfer eines Missbrauchsfalls.

Warum passiert das?

Natürlich ist die Wut und die Ohnmacht verständlich, wenn über einen Missbrauchsfall berichtet wird – es wäre auch schlimm, wenn uns das nicht berühren würde, es ist auch gut, dass meist wenige persönliche Informationen über das Opfer bekannt werden, da sich Angehörige sonst vielleicht mit Vorwürfen konfrontiert sähen, dass sie nicht da waren um zu beschützen und hätten damit keines Zeit mehr für das Opfer da zu sein. Genauso wichtig ist es auch, dass der Täter nicht namentlich genannt wird, damit seine Familie geschützt ist. Aber dennoch sollte der Fokus nicht auf den Tätern liegen.

Welche Alternativen gäbe es?

Man könnte statt den Fokus auf die Tat an sich zu legen einen kurzen objektiven Bericht schreiben ohne auf all die Dinge, die den Täter ausmachen einzugehen. Diesen kurzen Bericht könnte die Presse dann zum Anlass nehmen mal mit ehemaligen Opfern Interviews zu führen welche Hilfen sie sich gewünscht hätte – in finanzieller Hinsicht, aber auch was Therapien betrifft oder den Umgang der Gesellschaft mit ihnen. Es könnten Interviews mit Beratungsstellen wie Tauwetter, Wildwaser, Zartbitter und weiteren geführt werden oder auch mit Mitarbeitern des Projektes „kein Täter werden“. Warum wird nicht mal ein Bericht über das Theaterstück „mein Körper gehört mir“ geschrieben oder ein örtlicher Verein vorgestellt. Nein damit werden die Opfer alleine gelassen. Sie müssen sich alleine auf die Suche nach einem guten Anwalt machen, sich über den Ablauf eines Prozesses informieren, sich eine Beratungsstelle suchen, sich wegen einer Entschädigung informieren, einen Therapieplatz suchen und vieles mehr, während über den Täter und den Prozess ausführlich berichtet wird. Und wäre das all das nicht schlimm genug werden sie dann auch noch auf das Opfersein reduziert und damit wird dann rechtfertigt, dass viele Frauen im betroffenen Ort Angst haben. Diese Ängste sind schlimm und nachvollziehbar, aber warum wird dann nicht darüber berichtet wie man präventiv handeln könnte – etwa durch einen Selbstverteidigungskurs. Man könnte darüber schreiben, dass potenzielle Opfer in einer Gefahrensituation laut werden sollten, sich Gehör verschaffen sollen, das sie nicht nur schreien, sondern auch treten, kratzen, beißen dürfen und müssen, dass öffentliche Orte aufgesucht werden sollte, die hell sind und an dem sich viele Menschen aufhalten, dass man Kindern nicht beibringe sollte sich nur an ein Geschäft zu wenden, da auch da potenzielle Täter sein könnten, sondern besser an die örtliche Feuerwehrleitzentrale oder die Polizeistation.

Warum all das nicht geschieht kann ich nur mutmaßen, dass es vielleicht aus der Wut der Journalisten über die Missbrauchsfälle begründet ist…

All diese Empfindungen und unzureichenden Hilfen sind aber für Opfer schon schwer genug auszuhalten, wird dann aber noch die pauschale Angst der Frauen im Ort mit der eigenen erlebten Missbrauchserfahrung begründet ohne jegliche weitere Gedankengänge zu der Thematik Missbrauch zu äußern (etwa welche Hilfen geschaffen werden könnten) ist das ein Missbrauch mit dem Missbrauch, da die Opfer in Vergessenheit geraten oder im besten Fall „nur“ auf ihr Opfersein reduziert werden, sie aber dennoch kaum Gehör bekommen.

Das sind dann Äußerungen, die mich durchaus wütend stimmen!

© S. Stolzenberg

Wenn Unverständnis und Angst zu Wut und Ausgrenzung und dann auch zu Gewalt führen…

Beispiele dafür gibt es sehr viele in der Geschichte. Sei es die Inquisition oder auch die Judenverfolgung und deren Massenmord im zweiten Weltkrieg. Andere Beispiele sind die Elektrotherapie bei Behinderten oder deren Zwangssterilisation.

Doch haben wir etwas aus der Geschichte gelernt? Bei den meisten Menschen muss diese Frage wohl mit nein beantworten werden.

Ich schreibe in diesem Text über zwei Missstände, die durch Angst und Unverständnis hervor gerufen werden und gegen die ich mich – wie zum Glück auch viele andere – einsetzte.

1. ABA und MMS

ABA (Applied Behavior Analysis) ist eine Konditionierung, bei der das autistische Kind mittels positiver und negativer Verstärkung dazu gebracht werden soll sich in dem größtmöglichen Maß an die nicht-autistische Welt anzupassen, wobei keinerlei Rücksicht darauf genommen wird wie sehr es das Kind anstrengt sich so zu anzupassen. Das Kind wird dazu gezwungen sich zu verändern, damit es die Eltern, das Fachpersonal, das mit dem Kind arbeitet,… leichter haben mit dem Kind umzugehen – eine Veränderung dieser Personen für eine Vereinfachung für das Kind in einer im fremden Welt zurecht zu kommen kommt dabei nicht in Betracht.

Aber: Wenn man sich dessen bewusst ist oder darüber informiert wird, dass es dem Kind schadet, es nicht es selbst sein darf und es bei 30-40 Therapiestunden in der Woche keinerlei Freizeit mehr genießen darf, warum tut man das dann?

Die Antwort ist einfach: Man möchte nicht wahr haben, dass das Kind behindert ist, immer wieder Schwierigkeiten im alltäglichen Leben haben wird, immer wieder auffällt. Man kann sich nicht mit der Diagnose abfinden, hat Zukunftsängste und sucht nach Lösungen, landet aber den falschen. Leider werden immer wieder ABA-Therapien angeboten und verzweifelte Eltern nehmen dieses Angebot gerne war. Den wenigsten ist dabei bewusst, dass es ihren Kindern schadet, aber sie sind oft auch beratungs- und informationsresistent. Sie reden sich die Therapie schön und wollen nicht wahr haben, dass die Kinder darunter leiden, weil sie ja mit machen, Fortschritte erzielen und es dadurch scheinbar einfacher im Leben haben, aber diese Kinderlernen nicht was ihnen da beigebracht wird.

Diese Kinder lernen nur eines: Wenn ich tue, was von mir verlangt wird, werde ich gelobt, erhalte ich positive Verstärker (Tokens), wird nicht mit mir geschimpft, wird mir nichts genommen.

Es gibt andere Wege es den Kindern leichter zu machen, etwa in denen man mit ihnen zusammen spielerisch Wege findet, damit sie Fortschritte machen, indem man den TEACCH-Ansatz oder Aspekte des Tripple P Programms nutzt.

Leider wird ABA aber auch von vielen Praxen (und auch der Aktion Mensch) unterstützt, weil es eine so große Nachfrage gibt; es wird nicht im Sinne der Kinder, sondern im Sinne der Eltern gehandelt.

Ich würde mir hier wünschen, dass es mehr Institutionen, Verbände, Autismuszentren, Praxen,… gäbe, die informieren würden wie sehr ABA schadet und wie man seinem Kind besser helfen könnte.

Noch mal schlimmer ist MMS (Miracle Mineral Supplement). Es enthält die Chemikalie Natriumchlorit ( (NAClO2) – nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, Kochsalz). Wird Natriumchlorit in Wasser gelöst und mit einer Säure (z.B. Zitronensäure, Fruchtsäure aus Säften oder Essig) vermischt, bildet sich das als “sehr giftig”, “ätzend”, “umweltgefährlich” und “brandfördernd” eingestufte Chlordioxid. Diese Substanz wird normalerweise als Desinfektionsmittel bei der industriellen Wasseraufbereitung und als Bleichmittel für Textilien eingesetzt. Jedoch wird MMs als vermeintliches Wundermittel unter der Bezeichnung Nahrungsergänzungsmittel vertrieben und kann angeblich unter anderem Krebs, ADHS und Autismus heilen. Die Anwendung kann zu erheblichen Gesundheitsgefahren führen. Die Behörden warnen vor schwerwiegenden Folgen durch die orale Einnahme dieser Tropfen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen, schwere Darmschädigungen und Blutdruckabfall.

Doch warum tun Eltern ihren Kindern das an?

Ganz einfach: Auch sind es das Unverständnis was den die Diagnose eigentlich bedeutet, eine Hilflosigkeit, weil man die Diagnose nicht akzeptieren kann, Zukunftsängste und vielleicht auch Schuldgefühle, da so weit bekannt ist Autismus genetisch ist und damit vererbbar sein dürfte.

Diesen Eltern wird suggeriert, das Kind sei wegen Darmbakterien autistisch und diese Bakterien könnten durch MMS aus dem Körper gespült werden, wodurch das Kind geheilt werde. Allerdings ist es nachgewiesen, dass Autismus nicht mit Bakterien im Zusammenhang steht und die Gefahr durch MMS ist auch nachgewiesen. Aber die Angst dieser Eltern ist so enorm groß, dass sie diese Gefahren für ihre Kinder nicht wahr haben wollen und als Mythen abtun.

Auch hier kann ich nur davor warnen und hoffe, dass es auch in Praxen, Autismuszentren, Institutionen vermehrt davor gewarnt würde.

2. Asylbewerber

Das Deutschland bereits sehr viele Asylbewerber aufgenommen hat und mittlerweile zunehmend Probleme dabei hat diese vernünftig unterzubringen ist bekannt und ein Zustand, der verärgern mag, da für deren Unterbringung zunehmend auch Schulen oder andere eigentlich genutzte Gebäude verwendet werden. Dazu kommt dann noch eine wirtschaftliche Situation durch die viele Familien auch staatliche Leistungen oder mehrere Jobs angewiesen sind, weil das Geld sonst nicht reicht. Es gibt eine hohe Altersarmut, eine hohe Arbeitslosigkeit und eine hohe Kriminalitätsrate. Da sucht man einen Schuldigen, der in den Asylbewerber schnell gefunden ist, da diese und scheinbar die Arbeitsplätze weg nehmen, stattliche Leistungen beziehen ohne etwas dafür zu tun, und es ja eh kaum noch Platz für sie gibt. Also sollte Deutschland doch bitte keine weiteren Asylbewerber aufnehmen, auch damit es nicht zu noch mehr kriminellen Handlungen komme.

Warum reden aber viele Deutsche so (sicher wird so auch in anderen Ländern reagiert, aber ich nehme jetzt „nur“ mal mein Heimatland als Beispiel)?
Sollte man diesen Menschen nicht auch ein Minimum an Lebensqualität zugestehen?
Die Antwort darauf ist eine einfache: Die Menschen sehen ihre eigene Situation. Sie haben wenig Geld, vielleicht einen schlecht bezahlten Job, vielleicht mehrere oder gar keinen. Das Geld ist immer sehr knapp und die Preise für Strom, Wasser, Lebensmittel steigen von Jahr zu Jahr an. Sie haben Zukunftsängste. Denn früher war ja alles besser (sicher nicht, aber es scheint oft so).
Wenn dann noch weitere Menschen im Land aufgenommen werden verschlechtern sich die Möglichkeiten, die diese Menschen haben etwas zu verändern scheinbar rapide und so kämpfen sie gegen Asylbewerber an.

Aber: Statt gegen die Asylbewerber anzukämpfen, Wege zu Flüchtlingsunterkunften durch Straßensperren unpassierbar machen zu wollen oder diese sogar anzuzünden, sollte man sich doch lieber gegen die Ursachen der großen Flüchtlingswellen einsetzten und nicht gegen die Menschen. Und man sollte auch mal folgendes bedenken: Was wäre wenn wir Deutschen mal flüchten müssten und andere Ländern, in die wir fliehen könnten uns aus Angst, Unverständnis und Wut über die politische Situation im eigenen Land die Aufnahme verweigern würden? Würden wir dann immer noch so denken und handeln?

Ich würde mir generell von unserer Gesellschaft mehr Offenheit, mehr Mut sich zu informieren, mehr Toleranz und Akzeptanz wünschen, aber auch mehr Engagement, um Missstände aufzudecken und dagegen vorzugehen. Ich danke jedem, der sich gegen diese und andere Missstände einsetzt und es so ein kleines bisschen wahrscheinlicher macht, dass diese Hoffnung kein Wunschtraum bleibt.

© S. Stolzenberg

Reaktion auf die “Stellungnahme zur Kritik an ABA”

Warum diese Reaktion?

Erst mal stellt ABA als Konditionierungsprogramm (egal wie oft es negiert wird nicht anderes ist ABA!) keine geeignete Lehrmethode für ein Kind (egal, ob es eine Behinderung hat oder nicht) dar; es sei denn natürlich man nimmt sein Kind genauso wahr wie einen Hund, der durch ein Klickertraining lernt, dass er bei diesem Geräusch Futter erwarten kann…. Ich sehe mein Kind nicht so und bin durchaus in der Lage meinem Kind mit Liebe, Geduld, Respekt und vernünftigen Therapiemöglichkeiten beizubringen, dass es zum Beispiel nicht alleine sein muss, obwohl es mit vielen Reizen schlecht umgehen kann. Aber ich wollte diesen Blog auch schreiben, weil es mich massiv ärgert, wenn in einer solchen Stellungnahme, die einer Gegendarstellung gleich kommen könnte, Menschen mit einer anderen Ansicht zur Thematik angegriffen werden und es immer wieder in solchen Texten zur Nennung des Namens einer Mutter eines autistischen Kindes kommt, die einen sehr guten und treffenden Text veröffentlich hat. Sie ist eine von vielen (wir sind nicht wenige und nicht leise liebe ABA-Befürworter – wir sind viele und sind laut und werden immer wieder laut, wenn es nötig ist 😉 ), ein Sprachrohr für die Eltern, die ihren Kindern diese Therapie nicht zumuten, für all die erwachsenen Autisten, die wegen dieser Therapie, wegen der daraus resultierenden, antrainierten Anpassung zusammengebrochen sind und/oder diese aufgefangen haben, so gut es ihnen möglich war. Sie schreibt wie einige andere Blogger etwa im Butterblumenland  oder beim Tageshauschaos  was viele Autisten und deren Angehörige oft nicht in Worte fassen können. Aber gerade das lässt Herr Schramm gerne außer Acht , denn bei einer kleinen Anzahl von Menschen mit einer anderen Ansicht zur Thematik mag es so scheinen ,dass die Vielzahl der Befürworter doch richtig liegen könnte, diese Annahme dürfte bei einer Vielzahl von Gegnern dieser „Therapie“-form weniger schnell getroffen werden. In wie fern er sich mit Angehörigen und erwachsenen Autisten austauscht kann ich nicht beurteilen, aber er sollte es viel mehr tun.

In seiner Stellungnahme spricht er von einer kleinen Minderheit, die sich „wütend gegen etwas wenden, was neu oder besser ist als das, was sie selbst zur Verfügung hatten?“, rät aber selber dazu „ beiden Gruppen zuhören.“ Vielleicht sollte er diesen Rat selber beherzigen, denn sonst wüsste er, dass es viele Autisten sind, die durch ihre Eltern gezwungen waren unter ABA „Fortschritte zu erlernen“ und später zusammengebrochen sind, die sich gegen ABA äußern, aber eben auch Eltern, die sich aktuell weigern ihre Kinder zu konditionieren und denen andere Möglichkeiten der Förderung bekannt sind. Es gibt außerdem auch viele Gegner von ABA, die nur vielleicht keine Texte schreiben, die sich gegen ABA äußern, darunter Lehrer, Erzieher, Heilpädagogen, Heilerziehungspfleger, ein Verein wie Auticare, der Regionalverband Autismus Mittelfranken (nicht nur ein Mutter, die eine Autorin ist!), und viele weitere Fachkräfte.

Herr Schramm schreibt weiter man solle sich auch mit Menschen austauschen, die „die auch persönliche Erfolgserlebnisse erfahren konnten oder
dafür ausgebildet sind, Ihnen zu vermitteln, wie Sie Ihr Kind beim Aufwachsen unterstützen, damit es sich Fähigkeiten erwirbt, die es sonst nicht erlernen würde“. Natürlich sollte man sich immer die Argumente beider Seiten anhören und mit beiden Seiten den Austausch suchen – auch das haben die Menschen, die immer wieder Stellung beziehen getan – auch ich habe das getan und noch nie berichtet bekommen, dass ein Kind, dass mit ABA „therapiert“ wird etwas gelernt hätte, dass Kinder, denen ABA erspart bleibt nicht erlernt hätten – den einzigen Unterschied, den ich bei den Kindern erkennen konnte war folgender: Kinder die konditioniert wurden, hatten keine Freizeit mehr, alles wurde zur Therapie, die Eltern waren davon oft angestrengt (und das Kind ganz sicher auch, konnte es nur nicht so verbalisieren) und es gab kaum bis gar kein Freispiel – wie auch bei 40 Stunden „Therapie“ in der Woche – besonders, wenn noch weitere Therapien wie Ergo als Beispiel dazu kamen. Die Kinder, die etwa durch TEACCH angeleitet wurden, waren ausgeglichen, hatten Freizeit und es gab neben Freispiel auch erholte Eltern, die ihre Kinder einfach als solche wahrnehmen konnten.
Mich würden konkrete Beispiel von Herrn Schramm sehr interessieren ;-).

Ich vermute mal, dass er sich damit vielleicht auf folgendes Zitat bezieht: „Manches Kind verhält sich beim Aufwachsen eher einzelgängerisch und ist nicht gern in Gesellschaft. Wir alle haben Vorlieben, und es ist gut, dass wir in dieser Hinsicht alle verschieden sind. Allerdings möchte ich nicht, dass ein fünfjähriges Kind mit Autismus später als Erwachsener gezwungen ist, allein zu sein, weil es nicht gelernt hat, wie man zu anderen Menschen Verbindungen aufbaut. Wir erweitern den Horizont der Kinder und geben ihnen Instrumente an die Hand, so dass sie schließlich als Erwachsene eigene Entscheidungen treffen können und nicht zu einem Leben in Abgeschiedenheit gezwungen sind.“
John McEachin (Autor des Buches: A Work in Progress)

Aber: Ein Kind, dass liebevoll und mit Geduld gefördert wird und nicht konditioniert wird, kann dies ebenso lernen, vielleicht benötigt es etwas mehr Zeit, aber es trifft dafür eine eigenständige Entscheidung.

Ein weiteres vermeintliches Argument Herrn Schramms ist folgendes: „Die ABA-Förderung eines Kindes gilt nur dann als erfolgreich, wenn die Methode auf geeignete Weise dazu beiträgt, dass das Kind aggressive und unangemessene Verhaltensweisen abbaut und wenn wichtige Lernfähigkeiten vermittelt werden, so dass das Kind ein Verständnis für und den Wunsch nach einem sozialen Miteinander entwickelt und die Klienten und ihre Familien auf diese Weise ein angenehmeres, zufriedeneres Leben führen können.“

Wer definiert den die unangemessenen Verhaltensweisen? Ist es nicht so, dass diese von den Eltern definiert werden und es somit gar nicht Zweck dieser „Therapie“ ist dem Autisten die Anpassung an eine nicht-autistische Gesellschaft zu vereinfachen in seinen Möglichkeiten?

Ein Beispiel:

Ein autistisches Kind, das wegen einer Untersuchung beim Kinderarzt mit einem Elternteil mit den öffentlichen Verkehrsmitten fährt muss viele unterschiedliche Reize verarbeiten. Alle Gerüche und Geräusche, jedes umblättern eines Buches, das gelesen wird, jedes husten, niesen, jede Unterhaltung,… deswegen wippt dieses Kind mit dem Oberkörper vor und zurück um sich zu beruhigen. Dies ist ein „unnatürliches“ Verhalten für alle nichtautistischen Menschen. Ist es damit unangemessenes Verhalten?

Nachdem Herr Schramm dann erstmals die Stellungnahme, auf die er sich bezieht verlinkt – nämlich die Stellungnahme der Initiative Autismus Mittelfranken e. V. , schreibt er weiter: „Lesen Sie diese Kritik in Ruhe durch und überdenken Sie sie ihrerseits mit einer kritischen Haltung. Kommen Sie dann zu einem meiner Seminare oder lesen Sie mein Buch mit der gleichen kritischen Haltung.“

In einer Gegendarstellung, die den Anspruch hat sachlich zu sein, erwarte ich keine Werbung des Autors für sein Buch und/oder sein Seminar, an dem er verdient, das nur am Rande erwähnt, aber in der vorab getroffenen Schlussfolgerung „Wenn ich also ABA nicht so erklären und demonstrieren kann, dass der hier verlinkte Artikel als vollständig irreführend und wirklich wertlos enttarnt wird, dann sollten Sie die Förderung Ihres Kindes auch nicht Knospe-
ABA anvertrauen.“, stimme ich vollkommen mit ihm überein – das ist aber nur einer von zwei Punkten….

Er zeigt dann auf warum die Stellungnahme gegen ABA fehlerhaft sei:
„Der Grund, warum Frau Bauerfeinds Argumentation meiner Meinung nach Schwachstellen hat, ist folgender: Sie geht von der Vorstellung aus, dass es sich bei ABA um eine spezialisierte Therapieform für Autismus handelt und dass dabei Kinder gezwungen werden, sich wie gehorsame Sklaven dem Willen ihrer Therapeuten zu unterwerfen. Wenn das tatsächlich der Fall wäre, hätten
viele ihrer Kritikpunkte eine Berechtigung. Ihr fehlt das Verständnis dafür, dass es bei ABA nicht darum geht, Zwang auf Kinder auszuüben, so dass diese sich dann unterwerfen. Es geht nicht darum, dass Kindern gegen ihre Natur ein bestimmtes Verhalten „antrainiert“ wird und schon längst nicht darum, dass Kinder dazu gezwungen werden, anders zu sein als sie sind. (…)Ich nutze die gleichen Prinzipien und mein Verständnis von ABA auch als Richtschnur für die Erziehung meiner eigenen beiden Kinder. Im Umgang mit ihnen und anderen, mit denen ich im Alltag zu tun habe, setze ich die „Sieben Schritte zur Unterrichtskontrolle“ ein, denn das ist nicht nur angemessen, sondern oft auch unerlässlich, damit man vom anderen wirklich als eine positiv identifizierte Bezugs-oder Lehrperson wahrgenommen wird. „

Er schreibt also bei ABA seien Kinder nicht dazu gezwungen sich dem Willen des Therapeuten zu unterwerfen, die Kinder hätten also eine Wahl (das wird auch auf der Seite der Knospe-ABA GmbH geschrieben), aber auf deren Seite heißt es, wenn man unter „Was ist ABA“ nachliest „Bei richtigen Antworten oder Verhalten des Kindes, erfolgt eine Konsequenz (Belohnung)“.
Das bedeutet in der Konsequenz auch, wenn das Kind nicht das gewünschte Verhalten zeigt oder in diesem Beispiel keine richtige Antwort gibt, wird nicht auf das Kind reagiert, es wird also durch Nichtbeachtung bestraft, was übrigens einer psychischen Misshandlung gleich kommt. Wo ist da die Wahl des Kindes? Wie kann man dann sagen das Kind sei nicht gezwungen?
Kindern soll laut Herrn Schramm bei ABA kein Verhalten antrainiert werden, aber sie haben nur die Wahl eine Nichtbeachtung über sich ergehen zu lassen oder das gewünschte Verhalten zu zeigen, das ist Konditionierung mittels Machtmissbrauch und damit ein antrainieren von gewünschten Verhaltensweisen, denn auch Autisten sind soziale Wesen und wünschen sich Nähe zu ihren Eltern, wenn vielleicht auch manchmal in anderer Form, als Nicht-Autisten. Desweiteren ist der einzige Lernerfolg des Kindes, wenn ich nicht mache, was ich soll, werde ich nicht beachtet, isoliert. Das ist ein Antrainieren, das man nicht mal mit einem Tier machen würde.
Herr Schramm schreibt ja auch er würde selbst die „Sieben Schritte zur Unterrichtskontrolle“ verwenden, bei denen der erste Schritt darin besteht dem Kind zu verdeutlichen, dass der Erwachsene bestimmt wann das Kind sein Lieblingsspielzeug bekommen darf und wie lange und dieses als Verstärker für gewünschtes Verhalten dient. Das bedeutet, dass beispielsweise der Lieblingsteddy des Kindes, der ihm Sicherheit gibt nun nicht mehr immer zur Verfügung steht, sondern nur dann, wenn das Kind das vom Therapeuten/den Eltern gewünschte Verhalten zeigt. Der Lernerfolg ist dann für das Kind, dass es sich nur sicher und geborgen fühlt und seinen Teddy erhält, wenn es tut was von ihm verlangt wird und zwar unabhängig davon wie es dem Kind in der Situation geht. Das ist Konditionierung, Zwang, Machtmissbrauch, Kindsmissbrauch und bricht den Willen des Kindes.
Herr Schram behauptet zudem dass es bei ABA nicht darum ginge, dass Kinder gezwungen sind anders zu sein, als sie sind. Auf der Seite der Knospe-ABA GmbH ist aber unter „Was ist ABA“ folgendes nachzulesen: „Häufig auftretendes problematisches Verhalten wie Wutanfälle, Selbstverletzung und Rückzug wird systematisch analysiert. Insbesondere Situationen, die dieses Verhalten hervorrufen, müssen erkannt und dokumentiert werden. Das Kind soll in bestimmte Bahnen geleitet werden, um angemessenes Verhalten an den Tag zu legen, welches unvereinbar mit dem Problemverhalten ist.“

Nein? Das Kind wird also nicht dazu gezwungen anders zu sein, als es ist? Wie kann man eine solche Äußerung von sich geben? Das Kind, dass sich zurückziehen möchte, weil es zum Beispiel durch zu viele Reize überfordert ist, sich also in einem Overload befindet und für das der Rückzug der einzig mögliche Weg ist, um dieser zu entkommen, darf es nicht, weil es als unangemessenes Verhalten angesehen wird. Es wird gezwungen sich weiterhin in dieser Situation aufzuhalten. Seine Gefühle, seine Überforderung spielen keinerlei Rolle.

Aber unabhängig von seiner Antwort auf die Stellungnahme disqualifizierte sich Herr Schramm als vermeintlicher Fachmann schon in einem Interview, das ebenfalls auf der Seite der Knospe-ABA GmbH nachzulesen ist, indem er folgende Äußerung macht: „Uns gelingt es häufig, dass Kinder, die vormals mit schwerem Autismus eingestuft wurden, sich zu Kindern mit mittelschwerem Autismus entwickeln und wiederum Kinder, die als mittelschwere Autisten gelten, sich zu sogenannten high-functioning Autisten entwickeln. Einige wenige Kinder, die autismusähnliches Verhalten zeigen, können bis zu dem Punkt unterrichtet werden, an dem sie dieses Verhalten nicht mehr zeigen und in der Lage sind, ein Leben zu führen, das vom medizinischen Standpunkt aus als normal erachtet werden würde.“

Hier erklärt er, dass es das Ziel von ABA ist, dass Autisten sich an die Gesellschaft anpassen und möglichst „normales“, angepasstes, tolerierbares Verhalten zeigen und das kann niemals die richtige und ethisch vertretbarste Therapie für Autisten sein!

Ich kann nur hoffen, dass es zunehmend Menschen geben wird, die erkennen wie fatal ABA ist und dass es sehr viel bessere Möglichkeiten gibt einem Kind seine Potenziale aufzuzeigen, es zu fördern, ihm Möglichkeiten aufzuzeigen, es zu unterstützen.
Abschließend aber noch eins für alle ABA-Befürworter:

Ich stehe hinter der Stellungnahme von Autismus Mittelfranken. Ich stehe hinter der angesprochenen Mutter. Ich lehne ABA ab und werde mich auch weiterhin klar und deutlich öffentlich dazu positionieren.

© S. Stolzenberg

Wenn Betroffene sich nicht äußern sollen

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 Autismus Deutschland e.V. ist einer der größten Autismusverbände in Deutschland und versteht sich als Selbsthilfeverband, der also auch daran interessiert sein dürfte einen Austausch zwischen Autisten, Eltern von autistischen Kindern und Fachkräften zu fördern und sich von vermeintlich hilfreichen Therapien, die aber letztlich mehr schaden, als helfen zu distanzieren.

So war es nicht verwunderlich, dass ein großes Interesse an der 14 Bundestagestagung von Autismus Deutschland in Dresden herrschte und auch Autisten dort hin fuhren, um an der Tagung teilzunehmen.

Ich konnte mich nicht daran beteiligen und dachte umso mehr erfreut zu sein, wenn ich über die Tagung in Blogs anderer Autisten lesen würde, doch dem war nicht so. Die Tagungsinhalte sind bei https://quergedachtes.wordpress.com/tag/14-bundestagung/ nachzulesen und führen zu Entsetzten.

Ich las, dass der Verein der Ansicht ist zum Aufklären bräuchte man die Wissenschaft und die Experten. Sie würden viel bewegen. Doch die besten Experten sind doch erwachsene Autisten – diese wissen am besten was hilfreich ist, wie man sein Kind besser unterstützen kann, wie man seine Umwelt lehren kann besser auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen…

Als ich für meinen Sohn die Diagnose Autismus erhielt war es nicht der Verein Autismus Deutschland e.V. der mit wertvolle Tipps, Anregungen und Hilfestellungen gab, das waren erwachsene Autisten, die mir mit ihren Blogs und im Austausch im Internet halfen.

Weiter ging es dann mit der Frage ob Autisten moralisch denken könnten (Moral =Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden), wobei sich mir nicht mal die Frage stellt in wie fern die Fragestellung moralisch ist, sondern ich frage mich wie man eine solche Fragestellung formulieren kann, denn diese impliziert auch, dass Autisten nicht Teil der Gesellschaft sein können und das obwohl die Gesellschaft die Gesamtheit der Menschen, die zusammen unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen leben darstellt. Sind Autisten also keine Menschen???

Dass das Zeigen von Filmen, in denen Kinder nach ABA „therapiert“ werden einem Missbrauch gleichkommt, sollte sich von alleine verstehen, denn immerhin nimmt man hier keinerlei Rücksicht auf das Persönlichkeitsrecht der Kinder, wobei weiter aber auch unterstellt wurde Autisten seien dumm. ABA bedeutet übrigens nicht wie nur eine positive Verstärkung gewünschten Verhalten etwa durch Lob oder die sogenannten Tokens (zum Beispiel kleine Aufklebebildchen), sondern auch die „Löschung“ unerwünschten Verhaltens mittels Bestrafung. Darüber berichtet eine Mutter, die erklärte, dass das zum Beispiel durch Isolation des Kindes erreicht werden soll ( „Was Löschung bedeutet sagte eine Mutter am Ende als man sie nach den schweren Momenten in der Therapie befragte: Löschung bedeutet unter anderem das man das Kind nicht in den Arm nehmen darf. Es wird isoliert, bestraft und die Eltern müssen es ertragen ihr Kind in schweren Situationen nicht unterstützen zu können.“) und das ist ein psychischer Missbrauch des Kindes – nur das ABA als positive Therapie verkauft wird und diese sogar studiert werden kann…. Die Folgen für die Kinder werden ausgeblendet und machen Therapien für die Betroffenen mehr als notwendig! Warum aber nicht einfach erst mal überlegen warum das Kind das vermeintlich negative Verhalten an den Tag legt? Könnte nicht einfach eine kleine Veränderung hilfreicher sein? Viele Autisten brauchen zum Beispiel regelmäßige Routinen, ändert sich etwas an diesen Routinen, kann das schon sehr verunsichern sein… den Autisten darauf kleinschrittig vorzubereiten könnte diese Verunsicherung aber deutlich minimieren – das ist dann aber mit Arbeit verbunden – Arbeit die viele Eltern und Therapeuten scheinbar nicht zugetraut wird…

Dass durch solche Vorträge dann auch Autisten daran zweifeln, dass es jemals eine gemeinsame Aufklärung und einen gemeinsamen Austausch zwischen Therapeuten, Lehrern, Eltern und Autisten geben wird, ist mehr als verständlich (http://innerwelt.wordpress.com/2014/10/27/ich-hatte-da-mal-einen-traum/), aber sehr schade, denn wenn wir uns nicht mehr mit erwachsenen Autisten, die die besten Fachleute darstellen, austauschen können, mag ich mir nicht die Konsequenzen für unsere Kinder vorstellen.

In diesem Sinne sollten sich vermeintliche Fachleute vielleicht besser mal in den direkten Austausch mit erwachsenen Autisten und Eltern von Autisten begeben.

© S: Stoltenberg

weitere Texte hierzu sind hier zu finden: http://blog.realitaetsfilter.com/wir-sind-autismus/

NACHTRAG: Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich mit diesem Beitrag nicht jeden Reginalverband von Autismus Deutschland e.V. kritisieren möchte, sondern vielmehr die Verantwortlichen, die die Redner der Fachtagung ausgesucht und eingeladen haben. Mir ist bewusst, dass es auch Reginlalverbände gibt, in denen Autisten ein Mitspracherecht haben, in denen aufgezeigt wird wie schädlich ABA sein kann und in denen der Autausch zwischen allen beteiligten Gruppen gefördert werden soll und das sollte auch das Ziel eines Vereins sein, der sich für Autisten einsetzten möchte!!! Diesen Menschen, die sich wirklich mit Autisten für Autisten engagieren möchte ich auch Danke sagen!!!

Published in: on 27. Oktober 2014 at 18:19  Comments (4)  

Missbrauch als Therapie?

Ich habe über eine Therapiesituation gelesen, die mich dazu veranlasst hat diesen Blog zu schreiben und zwar ist folgendes passiert:

Eine Mama war mit ihrem 2,5 Jahre alten Sohn, der Autist ist, in einer Therapiestunde und die Therapeutin hat mit dem Jungen gepuzzelt. Der Junge hatte keine Lust mehr zu puzzeln und wollte zum Fenster gehen, doch die Therapeutin wollte, dass er erst aufräumt. Der Junge wollte an ihr vorbeilaufen und sie nahm ihn am Arm, zog ihn auf ihren Schoß, sagte ihm er müsse aufräumen und hielt ihn fest, so dass er nicht aus der Situation kommen konnte. Er schrie, weinte und wollte zu seiner Mutter, die versuchte zu intervenieren. Die Therapeutin streichelte dem Jungen über den Kopf, erklärte dem Jungen weiterhin er müsse aufräumen und sagte sie könne seine Wut verstehen. Sie hörte der Mutter gar nicht zu und erklärte sich damit, dass der Junge desensibilisiert werden müsse, man auch in diesem Alter schon damit beginnen sollte die Kinder zu führen und sie arbeite nach der Affoltertherapie.

Einige mögen sagen, dass das eine gute Art war zu reagieren und hätte sie dem Jungen gegenüber „nur“ das Gefühl benannt, dass er hatte, hätte ihm etwas Zeit gegeben und vielleicht auch wirklich nach der Affolttherapie gehandelt ( bei der es um Anleitung durch Führung geht (hier nachzulesen:http://www.deutsche-therapeutenauskunft.de/therapeuten/ergotherapie/therapieformen-der-ergotherapie/affolter/ )) wäre es sicher gut gewesen. Sie hat es auch sicherlich gut gemeint, aber gut gemeint ist nicht gleichbedeutend mit gut gemacht und gut gelöst wurde diese Situation nicht.

Denn: Bevor ich als Therapeutin ein Kind zu mir nehmen und auf meinen Schoß setzten kann (vom festhalten mal ganz abgesehen), muss ich überlegen, ob das autistische Kind Körperkontakt zulässt, da für viele Autisten Körperkontakt schmerzhaft sein kann. Eine leichte Berührung kann so schmerzhaft sein wie ein Nadelstich und das würde man keinem Kind zumuten wollen, aber unabhängig vom Autismus ist Körperkontakt in welcher Form auch immer etwas Intimes und sollte von beiden Seiten akzeptiert sein. Darauf ist die Therapeutin jedoch nicht eingegangen, denn der Junge lässt Körperkontakt zu, aber nur dann wenn er von ihm ausgeht.

Nicht gut gelöst ist diese Situation auch deswegen, weil sie nicht nach der Affolterthreapie gehandelt hat, sondern die Festhaltetherapie angewendet hat (eine Therapieform, bei der durch intensives, aggressionsloses Festhalten versucht wird, Widerstände abzubauen. Vergleiche dazu http://www.hilfreich.de/festhaltetherapie-therapie-zur-aggressionsbefreiung_6194) )vor der ausdrücklich gewarnt wird (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/und-bist-du-nicht-willig/553396.html).

Weiterhin stellt die Festhaltetherapie eine Grenzverletzung dar, da das Kind keinerlei Chance hat sich aus der Situation zu befreien und damit ist es ein physischer Missbrauch des Kindes, denn zum physischen Missbrauch gehören Schlagen, Würgen, Ohrfeigen, jem. Verbrennungen zufügen, Schuppsen, Waffengebrauch, jem. körperlich Einschränken, jemanden wissentlich an der Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrungsaufnahme, Schlaf, medizinische Versorgung etc) hindern (Quelle hierzu: http://www.borderline-selbsthilfe.de/Index/Informatives/Missbrauch/missbrauch.html vergleiche dazu https://sabrinastolzenberg.wordpress.com/2012/02/25/%E2%80%9Ebleiben-missbrauchsopfer-ihr-leben-lang-opfer-oder-%E2%80%9Ewieso-aufklarung-so-wichtig-ist/) und das kann unter anderem zu einen sehr geringen Selbstwertgefühl, Depressionen, Autoaggressionen und vielen anderen psychischen Folgen führen. Außerdem gibt es in der Prävention zum Kinderschutz den sehr wichtigen Satz „Dein Körper gehört Dir“. Dieses Recht der Selbstbestimmung wird einem Kind bei der Festhaltetherapie jedoch verwehrt!

Das Kind, dass einer Festhaltetherapie ausgesetzt ist, ist nicht „nur“ ein Missbrauchsopfer, sondern wird darauf konditioniert, dass unerwünschtes Verhalten damit bestraft wird, dass es körperlich massiv eingeschränkt wird und wird es nur deswegen unterlassen, nicht aber weil es verstanden hat (in dem Beispiel), dass es aufräumen soll.

Bei einem Kind, das Körperkontakt zulässt (nicht auf die beschriebene Situation anwendbar) wäre eine einfache und effektivere Lösung gewesen das Kind zu sich zu nehmen, zu erklären, das gemeinsam aufgeräumt wird und man dann zusammen ein bisschen aus dem Fenster schauen kann, wobei das Kind sanft gehalten wird, sich aber aus dem Griff der Therapeutin lösen kann. Wenn das Kind das nicht annimmt, könnte man ihm erst mal etwas Zeit lassen und dann nochmal da ansetzten.

Besser jedoch noch – insbesondere, wenn das Kind keinen Körperkontakt möchte: Dem Kind eine kleine Pause zugestehen und dann versuchen gemeinsam mit ihm aufzuräumen, es vielleicht auch spielerisch versuchen (etwa guck mal da fliegen die Puzzleteile in das Puzzle wie kleine Flugzeuge) oder dem Kind anbieten, dass nach dem gemeinsamen aufräumen noch etwas Schönes gemacht werden kann (singen, ein Buch ansehen,…).

In diesem Sinne hoffe ich, dass Therapeuten nicht nur möchten, dass Eltern deren Ratschläge annehmen, sondern auch dazu breit sind die Tipps, Erläuterungen und Anregungen der Eltern aufzugreifen, da diese ihre Kinder am besten kennen und dem Jungen aus der Situation wünsche ich von Herzen, wenn er keine andere Therapeutin bekommen sollte, dass diese Therapeutin die Erläuterungen der Eltern annimmt und das Kind nicht mehr versucht zu „desensibilisieren“, sondern auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht, da sie zum Ende der Therapiestunde etwas einlenkte…

Ich möchte aber auch noch auf weitere Blogs verweisen, die wegen der geschilderten Situation entstanden sind. Diese sind bei Erdlingskunde http://erdlingskunde.wordpress.com/2014/10/15/das-wissen-liegt-auf-der-strase-rw/, beim Butterblumenland http://butterblumenland.wordpress.com/2014/10/15/beruhrungen-und-korperkontakt/ und bei Autzeit http://autzeit.wordpress.com/2014/10/16/ich-halt-dich-fest-bis-du-aufhorst/.

© S. Stolzenberg

Published in: on 16. Oktober 2014 at 23:26  Comments (3)  

Ist der Mensch ein wildes Tier?

Verallgemeinernd würden viele Menschen diese Frage sicherlich mit „Ja“ beantworten, doch bevor man sich der Beantwortung einer solchen Frage stellen kann, sollte man sich doch erst mal mit der Definition beschäftigen, um eine fundierte Antwort geben zu können.

 Wie also definieren sich die Begriffe „Mensch“ und „wild“?

 Laut zweier Internetseiten bedeutet Homo sapiens der vernunftbegabte, einsichtige Mensch (vergleiche dazu http://www.wortbedeutung.info/Homo_sapiens/ und https://www.duden.de/rechtschreibung/Homo_sapiens) , geht man jedoch von der Übersetzung des lateinischen Wortes sapiens aus, bedeutet es der weise, verständige, einsichtsvolle, erfahrene, kluge, vernünftige Mensch (vergleiche dazu http://dela.dict.cc/?s=sapiens). Doch ist der Mensch wirklich weise, verständig, einsichtsvoll, erfahren, klug und vernünftig? Um dies und damit die eingehende Frage beantworten zu können, gebe ich hier erst mal noch die Definition des Begriffs „wild“.

 Für den Begriff „wild“ gibt es verschiedene Definitionen beziehungsweise Wortbedeutungen.

 Er bedeutet

 

  1. nicht domestiziert; nicht kultiviert, nicht durch Züchtung verändert; wild lebend; wild wachsend
  2.  
    1. (veraltend, sonst abwertend) nicht zivilisiert; auf niedriger Kulturstufe stehend
    2. (abwertend) unzivilisiert, nicht gesittet
  3.  
    1. im natürlichen Zustand befindlich, belassen; vom Menschen nicht verändert; urwüchsig
    2. wuchernd, unkontrolliert wachsend
    3. (Bergmannssprache) taub
    4. (von Land) nicht urbar gemacht
  4. unkontrolliert, nicht reglementiert [und oft ordnungswidrig oder gesetzwidrig]; offiziell nicht gestattet
  5.  
    1. heftig, stürmisch; ungestüm, ungezügelt; durch nichts gehemmt, abgeschwächt, gemildert
    2. wütend, rasend, tobend; erregt
    3. (von Tieren) in ängstliche Erregung versetzt und scheuend
    4. äußerst lebhaft, temperamentvoll
    5. (umgangssprachlich) äußerst bewegt, ereignisreich
  6. das erträgliche Maß überschreitend, maßlos, übermäßig, übertrieben; wüst

(Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/wild)

Bei der eingangs gestellten Frage sind dabei für mich die unterstrichenen Wortbedeutungen, die die ich meine, wenn ich den Begriff „wild“ verwenden werde. Doch was ist der Mensch? wild oder doch ein Homo sapiens?

Wenn man bedenkt wie häufig es schreckliche Nachrichten gibt über kriege, Entführungen, Kindstötungen, Sexualstraftaten, Morde, Gewaltverbrechen und vieles mehr, dürfte sicher jeder dazu geneigt sein zu sagen, dass der Mensch das wilde Tier ist, nicht etwa die Tiere, die vermeintlich wild leben, da Tiere ihresgleichen kein Leid zufügen, weil sie dadurch Fantasien oder Gelüsten nachgeben. Und es gibt zu Hauf Beispiele von Menschen bei denen auch mir keine andere Bezeichnung einfallen würde, um sie einigermaßen treffend zu beschreiben.

Dazu gehören Menschen wie  Charles Milles Manson (* 12. November1934 in Cincinnati, Ohio), der Anführer der Manson- Familie, der nach eine lebenslange Haftstrafe absitzt. Menschen wie Marc Dutroux (* 6. November1956), der mehrere Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren entführt und sexuell missbraucht hat, sowie drei Menschen getötet hat. Und auch beim Zodiac-Killer, der fünf Menschen getötet hat, würde mir nur die Bezeichnung eines wilden Tieres in den Sinn kommen.

Aber: Können Beispiele wie diese und die immer häufiger vorzutragenden Nachrichten dazu ausreichend zu verallgemeinern und jeden Menschen als wildes Tier zu bezeichnen?

Es gab zumindest bereits Menschen, die es taten. So schrieb Arthur Schopenhauer (22.02.1788-21.09.1860) in seinem Werk Parerga und Paralipomena II. „Der Mensch ist im Grunde ein wildes entsetzliches Tier. Wir kennen es bloß im Zustande der Bändigung und Zähmung, welcher Zivilisation heißt; daher erschrecken uns gelegentlich die Ausbrüche seiner Natur. Aber wo und wann einmal Schloß und Kette abfallen und Anarchie eintritt, da zeigt sich, was er ist.“ Er sieht den Menschen im Allgemeinen also als wildes Tier. Ebenso wie Johann Gottfried Herder (25.08.1744-18.12.1803), der in seinen Briefen zur Beförderung der Humanität schrieb „Jeder Mensch hat ein wildes Tier in sich; wenige wissen es zu bändigen, die meisten lassen ihm den Zügel, wenn die Furcht der Gesetze sie nicht zurückhält.“

Davon ging zuvor bereits auch Thomas Hobbes (1588 – 1679) aus, der den Menschen im Naturzustand (ohne einen Staat oder wie er es bezeichnet einen Gesellschaftsvertrag) als Egoisten ansieht. Er war der Auffassung, dass es ohne einen Gesellschaftsvertrag einen Krieg aller gegen alle geben müsste und der Mensch sich deswegen dazu entschließt einen Gesellschaftsvertrag einzugehen, der dazu dient jedem Menschen zu nutzen, jeden Menschen zu schützen, aber auch Sanktionierungen für nicht gewünschtes Verhalten bedeutet.(Quelle: http://bjoern.falszewski.de/files/staatsphilosophische_ideen_251.pdf)

Es gibt und gab jedoch dazu auch konträre Sichtweisen des Menschen. So wie bei Oscar Wilde (16.10.1854-30.11.1900), der in seinem Werk Aphorismen schrieb „Es ist sicherer, von allen Menschen schlecht zu denken, bis man herausgefunden hat, daß sie gut sind, doch das erfordert heutzutage sehr viele Nachforschungen.“ Er geht also von einem Homo sapiens aus und schließt sich damit den Ausführungen von John Locke (1632 – 1704), der zwar auch von einem Naturzustand ausgeht, aber nicht von einem egoistischen Menschen. Laut seiner Theorie gibt es auch im Naturzustand Sitten und Normen, die eingehalten werden. So werden Leben, Freiheit und Eigentum von  den Mitmenschen respektiert. Der Staat ist lediglich eine Perfektionierung dieser bestehen Normen. Der staatliche Souverän ist auch an diese Gesetze gebunden. Überschreitet er sie, ist dem Volk ein Grund und auch Recht für den Widerstand gegeben. (Quelle: http://bjoern.falszewski.de/files/staatsphilosophische_ideen_251.pdf).

Menschen, die dieses Verständnis auch in ihrem Verhalten zeigten und damit das Verständnis eines Menschen als Homo sapiens bekräftigten, gab es auch einige. So zum Beispiel Mohandas Karamchand Gandhi (genannt Mahatma Gandhi; * 2. Oktober;† 30. Januar1948), der sich zunächst in Südafrika gegen die Rassentrennung und für die Gleichberechtigung der Inder einsetzte. Seine Grundhaltung Satyagraha, das beharrliche Festhalten an der Wahrheit, umfasst neben Ahimsa, der Gewaltlosigkeit, noch weitere ethische Forderungen wie etwa Swaraj, was sowohl individuelle als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung bedeutet. Weitere Menschen auf die das auch zutrifft sind Martin Luther King jr. (* 15. Januar1929; † 4. April1968) einer der bedeutendsten Vertretern des Kampfes gegen soziale Unterdrückung und Rassismus und Nelson Rolihlahla Mandela (* 18. Juli1918; † 5. Dezember2013)ein Vertreter im Kampf für Freiheit, gegen Rassentrennung, Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit.

Doch was bedeutet das nun? Wer hatte mit seinen Theorien Recht?

Ein Ansatz der in zumindest die Entwicklung des Staates an die eines Kindes zum Erwachsenen liefert, ist die Staatstheorie von Jean-Jaques Rousseau (1712 – 1778), der von einem sich immer weiter entwickelnden Staat ausgeht, wobei dies letztlich nur als Modell einer Theorie anzusehen ist, da jeder Mensch nur an seinen eigenen Willen gebunden ist und gleichzeitig dem „Volonté générale2 (dem Allgemeinwillen) unterliegt. (Quelle: http://bjoern.falszewski.de/files/staatsphilosophische_ideen_251.pdf)

Dennoch wollte ich auf diese Staatstheorie hinweisen, da sie eine wichtige Eigenschaft beinhaltet, die zur Beantwortung der Frage nach dem Wessen des Menschen auch entscheidend ist: Der Entwicklung oder Evolution.

Warum das?

Jeder Mensch ist, wenn er geboren wurde erst mal moralisch und ethisch neutral – weder gut noch böse. Er wird im Laufe seines Lebens von drei Faktoren geprägt: Der Genetik, die zum Beispiel dazu führt, wenn jemand im Laufe seines Lebens an chronischen Krankheiten erkrankt, der Umwelt, die dem Menschen Wertvorstellungen vermittelt und der Psyche, die zum Beispiel bewirken kann, dass ein Mensch straffällig wird (kann nicht muss!). Und deswegen ist es vielleicht gar nicht so einfach eine allgemein gültige Antwort zu geben. Was das Wessen des Menschen ausmacht. Oder vielleicht doch?

Ich denke, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens gute und schlechte Erlebnisse macht und diese auf unterschiedliche Weise verarbeitet und daraus entscheidet, ob er wild sein möchte oder ein Homo sapiens. Wie eingangs geschrieben gibt es eine Vielzahl an Beispielen für wildes Verhalten von Menschen, aber es gibt auch eine Vielzahl von Menschen, die es eben nicht sind, die sich engagieren, sei es im Kinderschutz, im Tierschutz oder im sozialen Bereich. Ein Mensch, der dafür beispielhaft ist, ist zum Beispiel Professor Dr. med. Gerhard Traber, der sich zusammen mit einigen Kollegen für die Belange von Obdachlosen einsetzt. (http://www.verein-armut-gesundheit.de/index.php?id=67).

Aber es gibt auch einige Menschen, die beweisen, dass Menschen weder nur der Gattung Homo sapiens zuzurechnen sind, noch nur wild sind, da sie oft lange unauffällig leben und dann straffällig werden oder anders herum die lange zum Beispiel gewalttätig sind und nach einer Therapie lernen anders mit Wut umzugehen.

Der Mensch ist also beides ein Homo sapiens und wild. Jeder muss jedoch für sich entscheiden was überwiegen soll.

 Ein kluger Mann hat dies in einem kurzen Satz zusammengefasst:

 Der Mensch besteht aus zwei Teilen: einer wacht in der Dunkelheit, und der andere schläft im Licht.

Khalil Gibran (06.01.1833-10.04.1931), Sand und Schaum

 © S. Stolzenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Published in: on 20. Februar 2014 at 22:51  Schreibe einen Kommentar  

Äußerungen zur Thematik sexueller Kindesmissbrauch – ein Versuch einer objektiven Betrachtung

Warum ich hier nur einen Versuch unternehmen kann objektiv zu der Thematik sexueller Kindesmissbrauch zu schreiben, liegt darin begründet, dass dieses sehr emotionale Thema eines ist, dass jeden Menschen berührt und zu dem jeder auch eine eigenen Meinung hat. Dass diese weit auseinander gehen können und die Diskussion, die dann entstehen (können) nicht immer sachlich bleiben ist verständlich, aber gerade deswegen möchte ich mal versuchen mich in beide Seiten hinein zu fühlen und deren Argumente näher zu betrachten.

Hierbei werde ich die Argumentationen zu drei verschiedenen Gruppen von Menschen betrachten:

Erst mal werde ich über die Argumente zu Pädophilen und Hebephilen schreiben, dann über die Argumente, wenn es um Pädosexuelle geht.

Ich beschränke mich in diesem Artikel bewusst auf den sexuellen Missbrauch, da eine Einbeziehung der drei anderen Missbrauchsformen (physischer Missbrauch, psychischer Missbrauch und ritueller Missbrauch) zu weit führen würden, wobei die Argumentationen zum Teil übernommen werden können. Speziell zum psychischen Missbrauch wäre aber eine deutlich höhere Aufklärung nötig, da sehr oft weder Tätern, noch Opfern bekannt ist, dass es sich um einen solchen handelt.

Es gibt auch sicher auch Betroffene von sexuellem Missbrauch, die diesen nicht im Kindesalter erlebten, doch genauso schwer (vielleicht, weil sie sich besser erinnern können sogar schlimmer) darunter leiden, aber da der kindesmissbrauch ein weniger großes Tabu zu sein scheint und mehr Menschen anzusprechen scheint (meiner Erfahrung nach), schreibe ich auch „nur“ über diese Betroffenengruppe.

Ich möchte mich nun erst mal auf die Argumente zu den beiden ersten Personengruppen beziehen, möchte dazu aber auch eine Definition geben, da es oft vorkommt, dass Pädophilie und Pädosexualität gleichgesetzt werden und das nicht nur im täglichen Sprachgebrauch, sondern auch in den Medien!

Ich schreibe in diesem Teil des Artikels über Paraphile.

Die Paraphilien sind eine Gruppe psychischer Störungen, die sich als ausgeprägte und wiederkehrende, von der empirischen „Norm“ abweichende, sexuell erregende Phantasien, dranghafte sexuelle Bedürfnisse oder Verhaltensweisen äußern, die sich auf unbelebte Objekte, Schmerz, Demütigung oder nicht einverständnisfähige Personen wie Kinder beziehen und in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigung bei der betroffenen Person oder ihren Opfern hervorrufen.

Zu den Paraphilien gehören :

·         Exhibitionismus

·         Voyeurismus

·         Pädophilie

·         Hebephilie

Pädophilie ist wahrscheinlich eine der problematischsten und auch am meisten diskutierten Paraphilien. Hierbei findet der Betroffene sexuelle Erregung an Kindern, die zumeist noch prä- oder momentan früh peripubertär sind. Die sexuelle Erregung an postpubertären männlichen Kindern und Jugendlichen wird häufig als Ephebophilie bezeichnet. Sie ist jedoch in den meisten Fällen unabhängig von Pädophilie. (Quelle: https://www.facebook.com/groups/220928501285729/?fref=ts)

In der Sexualmedizin spricht man von Pädophilie erst dann, wenn sich ein Erwachsener (oder ein älterer Jugendlicher am Ende der Pubertät) zu Kindern hingezogen fühlt, die selbst noch nicht in der Pubertät sind. Des Weiteren geht man heute davon aus, dass der Betroffene selbst mindestens 16 Jahre alt sein sollte, bevor er als pädophil diagnostiziert werden kann, denn erst ab der Spätpubertät kristallisiert sich eine bleibende sexuelle Präferenz heraus.(Quelle: http://www.gegen-missbrauch.de/paedos)

Hebephilie wird in 5 Kategorien unterteilt:

·         Vergewaltigung (Koitus mit Frauen)

·         heterosexuelle Hebephilie

·         heterosexuelle Pädophilie

·         homosexuelle Hebephilie

·         homosexuelle Pädophilie

(Quelle: https://www.facebook.com/groups/220928501285729/?fref=ts)

Der Pädophile/ Hebephile hat also eine Neigung, die er aber durch Projekte wie „Kein Täter werden“ lernen kann zu steuern. Es gibt zwar auch pädophile/hebephile Pädosexuelle, aber beides ist erst mal „nur“ eine Neigung, keine Handlung an Kindern.

Wenn mal die Gleichsetzung mit Pädosexuellen außen vor gelassen wird, gibt es aber auch bei dieser Gruppe von Menschen, die auch eine Gruppe potenzieller Täter darstellt, Dinge, die gefordert werden. Ich verwende hier zwar nur  Bezeichnung des Pädophilen, aber dies bezieht sich genauso auf die Hebephilen, da diese Unterscheidung kaum bekannt sein dürfte.

So wird zum Beispiel gefordert, dass sich Pädophile, von denen es bekannt ist, dass sie pädophil sind, rechtlich dazu gezwungen sind sich regelmäßig bei einer für sie zuständigen Stelle zu melden und/oder sich durch Fußfesseln überwachen zu lassen.

Für diese Forderung spricht, dass damit ein eventueller Übergriff vielleicht schneller registriert werden könnte und damit eine Verfolgung der Straftat schneller und wahrscheinlich auch effektiver möglich wäre. Außerdem wäre damit zumindest das Gefühl einer erhöhten Sicherheit potenzieller Opfer gegeben. Es ist also zumindest ein nachvollziehbares Argument, aber es spricht auch einiges dagegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein pädophiler Mensch bei einem Psychiater, einem Projekt wie „kein Täter werden“ oder einer anderen Stelle melden wird ist auch ohne eine solche Maßnahme schon gering genug und damit das Übergriffsrisiko eh schon deutlich erhöht, aber wenn er dann noch damit rechnen muss wegen seiner Neigung wie ein Schwerverbrecher behandelt zu werden, sinkt  die Chance, dass er sich meldet, um sich helfen zu lassen noch weiter und damit die Chance mehr Kinder zu schützen.

Eine weitere viel verbreitete Forderung ist, dass Pädophile für ihre Neigung schon eingesperrt gehören.

 Ebenfalls eine nachvollziehbare Forderung, die ein subjektives Empfinden erhöhter Sicherheit nach sich ziehen würde, aber ebenfalls die Chance minimieren würde, dass sich Pädophile tatsächlich zu dieser Neigung bekennen würden. Unabhängig davon stellt sich mir (wie vermutlich den meisten) aber auch die Frage wie so Pädophilie festgestellt werden, wenn nicht dadurch, dass sich ein Pädophiler zu seiner Neigung bekennt?

Es ist sicherlich auch verständlich, dass jeder, der nicht pädophil ist, nicht nachempfinden kann wie man sich zu einem Kind sexuell hingezogen fühlt und Abscheu – vielleicht auch Verachtung empfindet, aber genauso wenig wird man nachempfinden könne wie es sein muss festzustellen, dass man pädophil ist und dem Drang, den man verspürt nicht nachgeben zu wollen. Immerhin beeinträchtigt diese Neigung das gesamte Leben immens.

Ich würde mir wünschen, dass es zur Pädophilie mehr Aufklärung gäbe und erkannt wird, dass es sich dabei nicht um eine Straftat handelt, denn so würden vielleicht mehr Pädophile dazu ermutigt sich helfen zu lassen und damit wäre auch mehr Kindern geholfen!

Die Argumentation über pädosexuelle Menschen ist jedoch eine weit emotionalere und sehr viel weitere gefächert, da es hierbei auch um Begrifflichkeiten geht, aber auch hier möchte ich erst mal eine Definition liefern:

Pädosexualität bedeutet, sich ausschließlich oder überwiegend sexuell/erotisch zu Kindern hingezogen fühlen. Pädosexualität könnte (dies ist noch sehr umstritten – so manche Forscher meinen auch – es handelt sich um eine psychische Störung – die bisher wiederum nicht belegt werden konnte) eine Sexualform sein die, wie Hetero – oder Homosexualität, sehr unterschiedliche Erscheinungsformen hat. (Quelle: http://www.gegen-missbrauch.de/paedos)

Pädosexuelle sind also Täter, Menschen die gegenüber Kindern übergriffig wurden und damit eine Straftat begangen haben.

Hier gibt gibt es diverse Forderung; oft auch schon bei einem Verdacht, zum Beispiel wenn es wegen eines Missbrauchs eine Verhaftung gab, was natürlich in keiner Relation stehen kann, denn eine Tat kann erst dann verfolgt und bestraft werden, wenn sie bewiesen wurde!!!

Die meisten Forderung (könnten triggern!!!) sind Äußerungen wie „ denen sollte der Schwanz angeschnitten werden“, „die sollten ganz langsam und elendig verrecken“ und ähnliche. Ich möchte und kann nicht all diese Äußerungen hier aufschreiben, aber dennoch dazu Stellung beziehen.

Ich kann verstehen, dass viele Menschen so reagieren, wenn sie von einem Missbrauchsfall erfahren, denn sie sind geschockt, wütend, entsetzt und vieles mehr über die Taten, die ein Kind erfahren musste, insbesondere, da jedem klar ist, dass Missbrauchsbetroffene ihr Leben lang mit den Folgen zu leben haben sei es auch „nur“ in Form von Flashbacks (ein Wiedererleben bestimmter Erlebnisse) oder Triggern (Worte, Geräusche, Gerüche, die als Reiz mit einem Trauma verknüpft werden, die zu einem unverhältnismäßigem Verhalten führen beispielsweise zu einer aggressiven Reaktion bei einer einfachen Äußerung wie „ Du bist ein liebes Kind“). Menschen, die diese Forderungen äußern sind in dieser Situation empathisch und versetzten sich in das Opfer hinein. Sie versuchen unterbewusst nachzuempfinden was das Opfer empfunden haben muss und haben Rachegelüste für die Tat. Aber: Was nutzt es dem Opfer, wenn dem Täter Gewalt angetan wird, außer, dass dadurch Rachegelüste gestillt werden? Dem Opfer ist damit nicht geholfen! Das Opfer wünscht sich erst mal eine Person, der er sich anvertrauen kann, die ihm zuhört, die ihn vielleicht auch begleitet und unterstützt. Außerdem wünscht sich das Opfer Hilfe wieder ins Leben zu finden und mit den Triggern/Flashbacks umgehen zu lernen. Weiterhin stellt man sich mit dieser Forderung auf eine ähnlich Stufe wie der Pädosexuelle und dieser wird in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt, nicht die Tat und schon gar nicht das Opfer! Zudem sollte bedacht werden, dass ein Opfer sich kaum jemandem anvertrauen würde, wenn diese Forderungen umgesetzt würden, wenn der Täter aus dem familiären Umfeld stammt!

Gleiches gilt übrigens auch für die Forderung nach einer Todesstrafe, aber dazu habe ich bereits einen Blog geschrieben: https://sabrinastolzenberg.wordpress.com/2012/10/17/der-ruf-nach-todesstrafe-in-bezug-auf-missbrauch-an-kindern-und-kindstotungen-oder-aus-ihnen-sprechen-wut-verzweiflung-und-rachegefuhle/

Es muss sicherlich härtere Strafen geben, aber keine Strafe wird der Tat wirklich gerecht werden….

Meist beginnt die Diskussion aber meist schon mit den Begrifflichkeiten, da die meisten Menschen, wie auch eine Großzahl der Medien nicht von Pädosexuellen spricht, sondern den Begriff des Kinderschänders verwendet.

Auch hier möchte ich erläutern warum viele Betroffenen fordern diesen Begriff nicht zu verwenden und warum es doch meist getan wird.

Die Betroffenen würden sich wünschen, dass der Begriff nicht verwendet wird, denn „schänden“ ist eine Kausativform von „Schande“. Wenn also das Kind geschändet wird, dann ist es, sprachlich gesehen, mit Schande bedeckt! Und damit wird das Kind sprachlich für die an ihm verübten Taten bestraft. (siehe dazu folgende Definition: http://www.duden.de/rechtschreibung/schaenden)

Ich habe dazu allerdings auch eine andere Interpretation gelesen, nämlich, dass der Begriff so verstanden werden kann, dass das Kind in so fern „ geschändet“ wurde, dass es nicht ehrenhaft behandelt worden ist, dass „Schande“ im Gegensatz zu einem ehrvollen Verhalten steht.

 Der Begriff wird allerdings aus anderen Gründen verwendet. Der Begriff der Schande soll sich bei der Verwendung des Begriffs (fälschlicherweise!) auf den Pädosexuellen beziehen und zum Ausdruck bringen wie widerwärtig sein handeln ist. Der Begriff soll die empfunden Emotionen zum Ausdruck bringen, was bei einem sachlichen begriff wie Pädosexueller nicht möglich ist. Außerdem ist es ein weitverbreiteter Begriff, bei dem jeder weiß was damit gemeint ist, während bei Pädosexueller oft erst mal erklärt werden muss, was das denn überhaupt bedeutet.  Traurigerweise ist der Begriff sogar im Duden zu finden: http://www.duden.de/rechtschreibung/Kinderschaender.

 Unabhängig davon auf wen sich bei der Benutzung des Begriffs die Schande beziehen soll oder tatsächlich bezieht, mag ich die Verwendung schon deshalb nicht, weil es ein Begriff ist, der gerne von der politisch rechten Szene verwendet wird.

 Ich hoffe, dass dieser Text zumindest ein klein wenig zum Nachdenken anregt und möchte abschließend noch zwei gute Texte zur Thematik verlinken.

 https://sabrinastolzenberg.wordpress.com/2013/01/06/gedankenreisen-eine-antwort-auf-eine-gewaltige-frage-achtung-triggergefahr-fur-betroffene-sexueller-gewalt-von-udo-symbiont-ziegenzottel/

http://vieleineinemblog.wordpress.com/2013/09/18/weil-sich-die-sprachfhrung-ber-sexualisierte-gewalt-verndern-muss/

© S. Stolzenberg


 

 

 

Published in: on 9. Februar 2014 at 01:51  Comments (1)  

Weil sich die Sprachführung über sexualisierte Gewalt verändern muss!

Absolut lesenswert!!! Die Schreiberin spricht hier so vielen Betroffenen von sexualisierter Gewalt aus dem Herzen!

Tabuthema Mobbing in der Familie

Warum ist Mobbing in anderen Bereichen des Lebens in der Öffentlichkeit angekommen, aber Mobbing in der Familie gilt weiterhin als ein Tabu?

 Die Familie wird als Ort der Geborgenheit, des Zusammenhalts, der Unterstützung und der emotionalen Sicherheit angesehen und darum ist es für die meisten unvereinbar, dass es Mobbing (oder andere Formen der Gewalt) in der Familie geben kann. Es wird nicht darüber gesprochen, auch, um den Anschein einer „heilen“ intakten Familie, die den Vorstellungen der Allgemeinheit entspricht, aufrecht zu erhalten. Es wird aber auch zu wenig darüber informiert, so dass vielleicht Mobbern in einer Familie gar nicht bewusst ist, dass sie mobben – genauso ergeht oft auch den Mobbingbetroffenen, wenn das Mobbing in der Familie passiert.

 Doch was ist Mobbing überhaupt?

 Der Begriff Mobbing kommt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, bedrängen. Mobbing ist eine systematische, wiederholte, feindselige Handlung, über einen längeren Zeitraum. Es ist eine Missachtung der Menschenwürde. Mobben betrifft eine Person oder Gruppen. (http://www.g10.de/themen/th9/mobbing/dl/flyer1.pdf)

Dazu gehören Isolation, das ständige schlechte Reden über die Person hinter deren Rücken, Imitation, um die Person lächerlich zu machen, Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke, ständiges Kritisieren, beschimpfen oder anschreien oder der betreffenden Person die Möglichkeit zu nehmen sich zu äußern, indem man sie zum Beispiel ständig unterbricht oder das Gesprächsthema wechselt Außerdem Demütigung oder emotionale Erpressung.. Aber zu Mobbing gehört auch der physische Missbrauch, also die Ausübung körperlicher Gewalt.

 Welche Folgen kann Mobbing haben?

 Mobbing kann weitreichende Folgen für Psyche und Gesundheit eines Betroffenen haben, so „empfinden die traktierten Kinder Unbehagen und Hilflosigkeit, dann wachsen Selbstzweifel und Angst. Als Symptome können Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Panikanfälle folgen. „Kinder fühlen sich zuweilen sogar so verzweifelt, dass sie nicht mehr leben wollen“, konstatiert Jo-Jacqueline Eckardt, Eltern- und Mobbing-Beraterin in Berlin.“(http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/psychoterror/tid-14378/deutschland-die-folgen-koennen-drastisch-sein_aid_402633.html)

Weiter Folgen können sein Unlust zur Arbeit, Unsicherheit (die ggf. zu tatsächlichem Fehlverhalten führt), Stress (bis hin zu Symptomen des „Burn-Out-Syndrom“) und letztlich soziale Isolierung. Depressionen sind eine häufige Folgeerscheinung – der Anteil der depressiven Menschen in Deutschland steigt ständig – bis hin zu Todeswünschen und tatsächlicher Selbsttötung. (http://www.info-mobbing.de/mobbingfolgen.htm)

 Aber Mobbing kann auch eine Vielzahl an psychischen und physischen Krankheiten verursachen oder verstärken wie beispielsweise Depression, Zwangshandlungen, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Übersensibilität, Posttraumatisches Belastungssyndrom (PTSD), Stressymptome, aber auch Atemprobleme, Enge-Gefühle, Asthma, Druck auf der Brust und viele weitere. (http://www.mobbing-info.ch/mobbinggesundheit.html)

 Welche besonderen Gefahren gibt es bei Mobbing in der Familie?

 Familiäre Risiken sind

 

·         Demütigende Erziehungsstile

·         Verletzende Kommunikationsmuster in der Paarbeziehung

·         Hackordnungen unter den Geschwistern

 

Familiäre Kommunikationsmuster, die gezielt oder fahrlässig Abwertung und Ausgrenzung betreiben, haben weitreichende Folgen. Gerade für Kinder sind Bindungen zur Familie schicksalhaft. Sie können sich dem Einfluss entwertender Botschaften kaum entziehen. Die Verinnerlichung solcher Botschaften bildet eine wesentliche Grundlage neurotischer Störungen. ( http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/neurose.html)

Da neurotische Störungen Mobbing auch jenseits der Familie begünstigen, beugen gesunde familiäre Beziehungen der Gefahr vor, andernorts Opfer oder Täter zu werden.(http://www.seele-und-gesundheit.de/psycho/mobbing.html)

 Ein weiteres Risiko könnte sein, dass sich eine Hass-Liebe entwickelt und die bereits vorhandene Unsicherheit dadurch verstärkt wird, da der Betroffene nicht weiß wie er mit dem Konflikt umgehen soll oder es könnte auch dazu führen, dass versucht wird die Negativerfahrungen zu verdrängen und nur das Positive zu sehen.

 Doch was kann man gegen Mobbing tun?

 Man sollte sich bewusst sein, dass der Grund für das Mobbing nicht in einem selbst zu suchen ist, sondern in dem unsozialen Verhalten der Mobber und Mobbing nicht einfach so wieder aufhört – der Betroffene muss sich zur Wehr setzten.

Der Betroffene sollte sich jemandem anvertrauen und ein Mobbingtagebuch führen (es dient z.B. dazu das Leid besser zu verarbeiten).Der Betroffene sollte sich weiterhin professionelle Hilfe suchen, denn das Mobbing alleine zu verarbeiten ist sehr schwierig.

 Und was kann ich tun, wenn ich in der Familie gemobbt werde?

 Im ersten Schritt sollte versucht werden das Gespräch mit dem Mobber zu suchen und ein vorhandenes Mobbingtagebuch mitzunehmen, damit das Leid für den Mobber nachvollziehbarer ist. Im Gespräch sollte     zwar versucht werden aufzuzeigen wie sehr der Betroffene unter dem Mobbing leidet, auch unter eventuelle abwertenden Spitznamen, die aber gar nicht böse gemeint sein können,  aber das Gespräch sollte auch sachlich geführt werden.

 Sollte das nichts bringen, könnte im zweiten Schritt versucht werden ein weiteres Gespräch mit einer möglichst neutralen Person, die optimalerweise nicht zur Familie gehören sollte, als Vermittler zu führen, damit  beiden „Parteien“ die Möglichkeit gegeben wird die Situation mal aus der jeweils anderen Sicht zu betrachten (Rollenspiel) und vielleicht auch um andere Verhaltensmöglichkeiten aufzuzeigen.

 Sollte das Mobbing auch dadurch nicht beendet werden, sollte der Betroffene den Kontakt zum Mobber beenden oder so gering wie möglich halten, um sich nicht unnötigerweise dem Mobbing auszusetzen.

Hiezu möchte ich anmerken, dass dies Lösungsansätze sind, die beispielsweise bei demütigenden Erziehungsstilen der Eltern sicher nicht umsetzbar sind, da die meisten Kinder es vermutlich nicht mal bemerken, dass sie gemobbt werden. Diese Lösungsansätze ieten sich eher für Betroffene an, die beispielsweise ständig kritisiert werden.

Ich recherchiere weiterhin nach möglichen Lösungsansätzen und hoffe diesen Blog damit noch erweitern zu können.

       Wie kann ich einem Mobbingopfer helfen?

       Zuhören, aber sich nicht aufdrängen

·         Dem Betroffenen zeigen wie wichtig er für einen selbst (und andere) ist => Das Selbstwertgefühl des Betroffenen stärken

Hinter den getroffenen Entscheidungen stehen (z.B. wenn sich der Betroffenen trotz des Mobbing für den Kontakt zu der mobbenden Person entscheidet)

           Sofern die Möglichkeit besteht andere Sichtweisen aufzeigen du vielleicht auch gemeinsam mit dem Betroffenen Handlungsstrategien entwickeln wie er auf das Mobbing reagieren könnte

 In jedem Fall ist es aber auch sinnvoll, wenn sich der Betroffene an eine Beratungsstelle wendet.

Ich hoffe jedenfalls, dass dieses Form des Mobbings vermehrt (wie auch Mobbing am Arbeitsplatz als Beispiel) in den Fokus der Öffentlichkeit gerät.

© S. Stolzenberg

Published in: on 30. Juli 2013 at 22:22  Comments (51)  
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