„Groß werden ist manchmal doof“

Unser kleiner Wirbelwind hat im Laufe seines bisherigen Lebens schon so einiges gelernt. Neben den für viele selbstverständlichen Dingen wie laufen und reden (die übrigens bei weitem nicht so selbstverständlich sind, wie es die meisten annehmen) auch schon erste kleine Aufgaben zu übernehmen – etwa den Tisch mit einzudecken oder auch sein Zimmer aufzuräumen. Aber er hat zu Hause, bei der Verwandtschaft, in Kindergarten und in der Schule auch schon erste soziale Regeln gelernt, etwa, dass man nicht alles abgenommen bekommt, nur, weil man immer wieder nach Hilfe fragt, wenn die Bezugspersonen aber wissen, dass man es alleine kann, nicht immer laut zu sein, sondern sich mal leise zu unterhalten oder auch, dass man zu anderen nett sein sollte, also nicht hauen, beißen, treten,… darf, weil das weh tut. Bereits bekannte Regeln kann er auch gut umsetzten, fordert das auch von anderen ein (sitzen bleiben beim Essen zum Beispiel) und ärgert sich auch, wenn sich jemand nicht daran hält. Er ist auch sehr höflich und fragt nach dem Essen beispielsweise auch erst, ob er aufstehen darf, bevor er das tut.

Es gibt dann aber auch immer wieder neue kleine Aufgaben, die er übernehmen soll (aktuell zu Hause das selbstständige einschenken des Getränkes, bei dem es noch Diskussionen gibt, weil er sich da unsicher ist), aber auch immer mal wieder neue Situationen und dazu neue soziale Regeln zu lernen. Einen solchen Fall hatten wir gestern.

Unser Wirbelwind möchte aktuell immer und überall Erster sein und kann noch nicht verstehen warum das manchmal nicht so ist. Am Ende eines Unterrichtstages bekommen die Kinder in der Schule für ( auch überwiegend) gutes Verhalten (einhalten der Regeln, übernehmen der zugeteilten Aufgaben ohne große Diskussionen,..) Smileys. Unser Schatz sollte nun der letzte sein, der seine Smileys bekommen würde und hat sich massiv darüber geärgert, wusste scheinbar nicht wohin mit seiner Wut und hat daraufhin einen Jungen H., der mit ihm im Bus befördert wird, als „Dummkopf“ bezeichnet, was natürlich nicht in Ordnung ist. Als er dann zu Hause war (und der Busbegleiter mir das schon mitgeteilt hatte), begrüßte er mich mit den Worten „Mama ich war böse“ und berichtete mir was er getan hatte. Ich lobte ihn dafür, dass er mir das erzählt hatte, weil das nicht selbstverständlich ist, dass man seinen Fehler eingesteht (wobei er das aktuell in der Autismustherapie lernt), erklärte ihm aber auch, dass es gemein ist, wenn man andere Kinder beschimpft, weil man sich über etwas geärgert hat (auch dann nicht, wenn das Kind der Grund dafür ist). Er sagte, dass er das verstünde und es ihm leid täte, er sich aber so sehr ärgern würde, weil er nicht Erster war und ich erklärte ihm, dass es für jedes Kind wichtig ist mal als erster an der Reihe zu sein, weil das ein besonderes Gefühl ist und die anderen Kinder traurig würden, wenn sie nie erster sein könnten, weil er es immer sei. Ich erklärte weiter, dass er als eines der großen Kinder (Bei ihm sind erste und zweite Klasse zusammen in einer Klasse, da er auf eine Förderschule geht) doch auch das Einhalten der Regeln fördern solle und dazu auch gehöre, dass jedes Kind dieselben Rechte hat, also jeder auch mal Erster sein dürfe. Er erklärte mir, dass er das verstünde, ihn das trotzdem traurig und ärgerlich machen würde, er es aber versuchen würde und zusammen überlegten wir wie er besser mit seinem Ärger umgehen könnte und fanden heraus, dass es ihm hilft, wenn er seinen Igelball, den er eh immer zur Schule mitnimmt (weil er ihm ein Gefühl von Sicherheit gibt) drückt. Er bedankte sich für meine Hilfe, sagte dass er meine Erklärung verstanden hätte und fasste zusammen „groß werden ist manchmal doof“.

Ja mein Schatz das ist es, aber Du machst das schon ganz toll 😉 .

© S. Stolzenberg

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Published in: on 7. März 2017 at 23:06  Schreibe einen Kommentar  

Blogparade „Brief für Dich“ oder „Was ich an Dir schätze“

Ich möchte hier gerne eine Blogparade mit dem Titel Brief für Dich ins Leben rufen, wobei die Briefe von Eltern an ihre Kinder geschrieben werden sollten und da all das hervor gehoben werden sollte, was unsere Kids besonders gut können, was wir an ihnen schätzen und welche liebenswerten Eigenschaften sie haben.

Mein Brief ist an unseren kleinen Wirbelwind, wobei ich erklärend hinzufügen sollte, dass er Autist mit Entwicklungsverzögerung und Wahrnehmunsstörung ist.

Unser kleiner Wirbelwind Du  bist ein wundervoller, liebenswerter kleiner junger Mann, der mir eine Welt gezeigt hat, die ich vergessen hatte. Durch Dich kann ich mich wieder an all den kleinen, scheinbar selbstverständlichen Dingen des Lebens wie einem Schmetterling im Frühling, einer kühlen Brise im Sommer, einem bunten Blatt im Herbst oder auch dem fallenden Laub, einem Schneemann im Winter und vielen anderen Dingen erfreuen, die ich lange nicht mehr wirklich wahr genommen habe. Durch Dich fallen mir diese Dinge wieder stärker auf und ich kann sie mehr genießen. Ich freue mich wieder mehr über das Singen der Vögel oder einen spielenden Hund, weil ich durch Dich erkannt habe, dass es keine selbstverständlichen Dingen sind, diese wahrzunehmen. Ich möchte Dir danke sagen für Deine lebensfrohe, lebensbejahende und offene Art, obwohl Du immer wieder zu kämpfen hast mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, weil sie mit deiner „anderen“, teils wilden Art nicht umgehen können und du dich auch (noch) nicht so gut ausdrücken kannst. Danke für Deine Freundlichkeit, die ansteckend ist und jedem zum lächeln bringt, der von Dir angesprochen wird. Ich möchte Dir auch danken, dass Du immer uns immer wieder in Deine Welt mitnimmst, in der es so viel Schönes zu erleben und entdecken gibt. Durch Dich bin ich kreativer geworden, da Du Deinen Körper nicht so gut spüren kannst und lange Zeit nur feste Reize zulassen konntest, wodurch wir tolle Spiele entwickelt haben, die andere Familien gar nicht kennen. Du hast mir wieder gezeigt, dass Kommunikation eben nicht nur Sprache, sondern auch Gestik, Mimik und auf Dinge zeigen bedeutet – eine Kommunikation, auf die ich lange Zeit gar nicht mehr so stark geachtet habe. Danke Dir habe ich das wieder gelernt, weil Du lange kaum gesprochen hast. Durch Dich und besonders durch Deine Behinderung habe ich gelernt, dass man jedem Menschen vorurteilsfrei und offen begegnen sollte (was ich vorher nicht immer von mir sagen konnte) und sich erst durch das Kennenlernen des Menschen ein Bild schaffen kann. Ich danke Dir dafür, dass Du dem Temperament Deines Papas eine ansteckende Ruhe und Gelassenheit entgegenbringst, so dass er gelernt hat wie es sein kann über viele kleine Ärgernisse hinweg zu sehen. Ich danke Dir dafür, dass Du uns jeden Tag forderst, um uns immer wieder mit Deinem ansteckenden Lachen dafür zu danken. Ich habe durch Dich gelernt zu kämpfen und mit allem was ich habe und bin für das einzustehen, was mir wichtig ist oder Dir zusteht. Ich habe durch Dich gelernt, dass es nicht wichtig ist wann ein Entwicklungsschritt erfolgt, man sich sogar, wenn er erst verspätet eintritt umso mehr darüber freuen kann und bin über jeden kleinen Fortschritt, den Du machst mächtig stolz. Ich danke Dir dafür, dass Du für andere einsteht und bei Ungerechtigkeiten auch deren Recht einforderst und stolz darauf, dass Du andere nicht nur beschützen möchtest, sondern sie auch tröstest, wenn sie traurig sind. Du bist, wenn Dein Papa nicht da ist, der Mann im Haus und ich finde es toll, wie ernst Du das nimmst (manchmal aber zu sehr). Ich danke Dir, dass wir immer wieder eine spannende, interessante und aufregende Zeit mit Dir erleben dürfen und Du unser Leben so sehr bereicherst. Ich danke Dir, dass Dein Papa und ich sooo wichtige Menschen für Dich sind und wir Deine Eltern sein dürfen. Danke, dass Du unser Sohn bist. ♥ ♥ ♥

Ich würde mich freuen, wenn sich hier viele Menschen mit Briefen an ihre Kids beteiligen würden (nicht nur per Blog, sondern auch gerne über die Kommentarfunktion hier oder auf meiner FB-Seite) natürlich auch gerne, wenn das Kind kein Handycap hat ;-).

© S.Stolzenberg

Das erste bewusst wahrgenommene Weihnachtsfest oder auch Weihnachten (fast) ohne Stress

Schon in der Vorweihnachtszeit konnten wir feststellen, dass unser Wirbelwind dieses Jahr Weihnachten sehr viel bewusster wahr nehmen würde, als in den letzten Jahren, da er nicht nur täglich darauf bestand seine Türchen vom Adventskalender zu öffnen, sondern auch spätestens nach Nikolaus täglich fragte wann denn nun endlich Weihnachten sei und er seine Geschenke bekommen würde. Anfangs konnten wir das nur mit Hilfe des Kalenders zeigen, später reichte es dann, wenn wir antworten wie oft er noch schlafen müsste und er zählte dann auch immer mit. Je näher Weihnachten kam, umso nervöser und aufgeregter wurde unser Wilder, aber er wollte dieses Jahr auch zum ersten mal einen Brief an den Weihnachtsmann schreiben, indem er sich aber nicht „nur“ seine Geschenke wünscht, sondern auch, dass es allen Familienmitgliedern gut gehen sollte und einem Familienmitglied im speziellen vom Weihnachtsmann geholfen werde sollte, dem es leider schon länger (alter- und krankheitsbedingt9 nicht mehr so gut geht…..er bekam auch eine (leider standardisierte)  Antwort, die wir ihm aufgehoben haben in seinem Erinnerungsbuch.

 

Es dauerte ihm viel zu lange, doch nach langem warten, war dann endlich Weihnachten und es musste „nur“ noch die aufregende Wartezeit bis zum Heiligabend geschafft werden, in der wir viel spielten, meine Oma besuchten und schon mal das Essen kochten, während unser Wilder fernsah.

 

Dann war es endlich soweit und der Weihnachtsmann war da und unser süßer Wildfang war ganz aufgeregt und nervös, konnte kaum auf seinem Stuhl sitzen bleiben, rückversicherte sich immer wieder bei Papa und Mama, hörte dem Weihnachtsmann aber auch ganz gespannt zu. Als dieser unserem Süßen erklärte, dass wir zusammen noch daran arbeiten müssten, dass er bei Müdigkeit nicht so übermäßig albern wird, wurde er sehr ruhig und war angespannt, freute sich dann aber umso mehr, als der Weihnachtsmann ihn dafür lobte wie hilfsbereit, freundlich, fröhlich, mitfühlend, rücksichtsvoll,….. er ist und war auch etwas stolz auf sich und versprach dem Weihnachtsmann, mit dem er auch ein Foto machen durfte mit dem auspacken der Geschenke zu warten, bis der Weihnachtsmann wieder weg sei. Er war dann nur ein wenig enttäuscht, weil er die Rentiere nicht sehen konnte, die laut Weihnachtsmann aber vor der Stadt standen. Er war dann aber erst mal hungrig, so dass wir erst aßen und er dann erst seine Weihnachtsgeschenke vom Weihnachtsmann, den beiden Wichteln und seiner FUD-Fee auspackte. Er freute sich über jedes einzelne Geschenk ganz doll und kam aus dem Staunen gar nicht heraus – da merkten wir, dass er es zum ersten Mal richtig bewusst erlebte 🙂 ♥ .  Er sagte nur noch „wie cool“, „super“ und bei den ganz besonders tollen Geschenken (auch jeweils einem von seinen Wichteln) „ich kann es kaum fassen“♥. Er war ein absolut glückliches Kind, das einfach nur strahlte und sein Glück kaum fassen konnte. Er bestand dann aber auch darauf, dass Papa und Mama seine aus der Schule mitgebachten und selbst gekauften  Geschenke auspacken sollte. Er war ganz stolz, dass wir uns so sehr über seine Geschenke freuten du ihm auch für eines davon (ein Bild) versprachen dafür einen Ehrenplatz zu finden. Unser Süßer wollte dann noch ein bisschen kuscheln und knutschen, sagte uns wie sehr er uns lieb hätte und bedankte sich für den wunderschönen Tag. ♥ ♥ ♥

 

Es war einfach nur ein schöner, glücklicher, fantastischer Tag, der uns alle mit Freude erfüllt hat ♥ ♥ ♥.

 

Der erste Weihnachtstag war für uns alle etwas stressiger, aber dennoch auch sehr schön. Zum Frühstück kam eine unserer Nichten und ihre Mutter, die sehr schöne Geschenke für unseren Wilden hatten. Hier hat sich unser Schatz aber weniger über die Geschenke gefreut, sondern viel mehr mit seiner Cousine in seinem Zimmer spielen zu können, weil er sie gerne öfter sehen würde und sie als seine Freundin betrachtet. Er war dann auch sehr froh, dass sie seiner Bitte nachkam und wollte die beiden am liebsten gar nicht gehen lassen 😀 .  Dann durfte er ein wenig ausruhen, während Papa und Mama das Mittagessen machten und schon der nächste Besuch da war, nämlich meine Oma und meine Eltern, wobei sich unser Süßer nach dem Essen trotz der Freude über den Besuch erst mal zurück zog. Wir quatschten dann ein wenig, bevor unser Junior die Geschenke auspacken durfte, denen gegenüber er aber diesmal skeptisch war, weil er sich noch nicht kennt. Er zog sich dann aber schnell wieder zurück in sein Zimmer und blieb auch dort, während wir uns noch sehr schön unterhielten. Als unser Besuch ging, verabschiedete sich unser Schatz kurz, ging wieder in sein  Zimmer, bis es Abendessen gab und wollte dann nur noch ins Bett, weil der Tag für ihn auch anstrengend war, weil er viele liebe Menschen gesehen hatte, was positiver Stress bedeutet.

 

Und dann konnten wir wieder einen Tag gemütlich und ruhig beginnen, der aber leider später sehr unschön wurde….

Wir machten mittags nämlich noch einen weiteren Weihnachtsbesuch, wobei ich hier unter anderem aus einem gewissen Respekt der Peron gegenüber nicht ausführen werde, in welchem Verhältnis sie zu uns steht, aber so viel sei gesagt: Es ist zwischen der Person, meinem Mann und mir ein schwieriges Verhältnis aus unterschiedlichen Gründen, dass sicher mit dazu beigetragen hat was sich ereignete….

Wir wollten mittags den Besuch machen und unser Junior, der etwas müde war, freute sich auch sehr darauf. Dort angekommen sollte er seine Geschenke auspacken, was aber nach einem Einwand meinerseits auf später am Tag vertagt wurde und unser Wirbelwind fragte nach seinem Tablet, dass wir immer dorthin mitnehmen, weil es eine Umgebung ist, in der unser Schatz nicht so aktiv und in Bewegung sein kann, wie er es gerne wäre, was natürlich für jedes Kind anstrengend ist. Mit seinem Tablet hat er dort aber auch etwas zu tun und das ist nicht so anstrengend. Die Person verneinte dieses, aber wir gaben unserem Schatz das Tablet, damit er ruhiger werden könnte. Später gingen wir in einen anderen Bereich der Umgebung und unser Schatz packte seine Geschenke aus, die ihn aber wegen seiner Müdigkeit weniger interessierten uns spielte dann mit dem Handy meines Mannes, weil es mit dem Tablet nicht so klappte, wie unser Wirbelwind das gerne wollte…

Als wir uns auf den Heimweg machen wollten, bat ich unser Wilden das Handy auszumachen und er war wütend, weil er es nicht verstanden hatte, dass wir uns auf den Weg machen wollten, weshalb er (aus Überforderung) nach mir haute. Ich schimpfte mit ihm und als er sich seine Schuhe anzog, streckte mir unser kleiner Frechdachs seine Zunge raus, woraufhin ihn die Person als „Bösen Jungen“ bezeichnete :‘-( :-O .  Wir gingen mit unserem Süßen dann ein bisschen aus der Situation und er erklärte in dieser Umgebung zu feiern bedeute für ihn Stress, er wolle demnächst in einer anderen Räumlichkeit feiern und entschuldigte sich, nachdem ich ihm erklärte, dass er dennoch nicht hauen darf. Er hatte sich geärgert, dass er das er das Handy ausmachen sollte, weil er nicht mitbekommen hatte, dass wir nach Hause fahren wollten, Auch im Gespräch mit meinem Mann blieb die Person aber der Meinung unser Schatz sei böse und man könne nicht alles mit seinem Autismus entschuldigen, ohne sich je wirklich informiert zu haben. Natürlich kann man auch nicht jedes Verhalten damit entschuldigen, dass er Autist ist, aber das tun wir auch nicht – es erklärt aber sein Verhalten und darauf sollte man reagieren…

 

Den gesamten Heimweg über war unser Süßer sehr traurig du wir erklärten ihm zu Hause, dass diese Person ihn nicht so gut kennt, und darum etwas so gemeines gesagt hat, aber der Weihnachtsmann ihn ja öfter beobachtet und ihm gesagt, dass er ein lieber Junge ist und Papa und Mama das auch wissen, wodurch er zumindest nicht mehr so traurig war wie zuvor….

 

Weihnachten begann also sehr schön, sehr fröhlich und stressfrei, endete aber (zumindest für unseren Süßen) leider mit Stress, Anspannung, Traurigkeit und dadurch sehr unschön. Es wird nun aber einiges an Aufklärungs(sversuchen) der Person gegenüber geben, ein Gespräch im nächsten an einem anderen Ort zu feiern, damit sich unser Schatz auch mal zurück ziehen kann und sollte diese Person nicht bereit sei auf ihn einzugehen auch die Konsequenz, dass sie ihn weniger sehen wird…(was ich nur ungerne so umsetzten würde).

© S. Stolzenberg

Das Ende der Ferienzeit

Übermorgen sind die Ferien vorbei, die bei uns leider etwas anders verliefen, als geplant. Erst mal konnten wir zu Beginn der Ferien nämlich noch keine Ausflüge machen , wie geplant, da unser Wirbelwind, wie ich schon im letzten Beitrag schrieb Fieber bekam und zuletzt konnten wir ein paar Ausflüge nicht machen, weil mein Mann einen Gichtanfall im Fuß hatte und sich somit kaum bewegen konnte. Es gab aber auch Ausflüge, die wir dann einfach mal für später angedacht haben, weil sie mit Bus und Bahn einfach zu lange dauern würden, zu weit weg wären wie etwa das Neandertal Museum in Mettmann…

Das Wunderland in Kalkar haben wir noch nicht gesehen, wollen das aber nachholen, zur Museums Insel Hombroich werden wir vielleicht in den Herbstferien fahren, das Neandertal Museum werden wir sicher mal mit meinem Mann zusammen ansehen und im Westfalenpark waren wir auch nicht, auch, weil ich aktuell einen Infekt habe ( 😦 ) was wir aber auch nochmal machen werden.

Ein paar andere Ausflüge konnten wir aber noch machen:

Der Vulkanpfad in der Eifel (grüne Route),  bei dem wir uns zum Glück dazu entschieden haben mit dem Auto zu fahren und uns zwei Ziele auszusuchen, da wir nicht alles von der grünen Route an einem Tag geschafft hätten. Irgendwann werden wir da sicher auch nochmal hinfahren und dann noch die anderen Ziele ansehen, aber man muss sehr früh morgens los und sollte ausreichend Essen und Trinken mit nehmen. Wir haben uns dazu entschieden folgende Ziele anzusehen:

den Ettringer Lay, eine ehemalige Abbaustelle von Vulkangestein, wo man auch klettern kann, aber so oder so festes Schuhwerk benötigt. Hier ein paar Eindrücke.

Ettringer Lay (1) Ettringer Lay (8) Ettringer Lay (10) Ettringer Lay (26) Ettringer Lay (41) Ettringer Lay (45) Ettringer Lay (46) Ettringer Lay Schmetterling am Ettringer Lay (7) Schmetterling am Ettringer Lay (8)  Das nächste Ziel des Vulkanpfads war das Mayener Grubenfeld, ebenfalls ein ehemaliges Abbaugebiet, wo auch der Silbersee liegt, ein Museum angebunden ist und man sehen kann was alles aus den Vulkansteinen geschaffen wurde. Zudem kann man zeitweise dort auch Fledermäuse gehen. Auch hier ein paar Eindrücke:

Mayener Grubenfeld (1) Mayener Grubenfeld (7) Mayener Grubenfeld (8) Mayener Grubenfeld (9) Mayener Grubenfeld (25) Mayener Grubenfeld (27) Mayener Grubenfeld (36) Mayener Grubenfeld (51) Mayener Grubenfeld (52) Mayener Grubenfeld (57) Schmetterling am Mayener Grubenfeld Da wir dann aber schon kaum noch Zeit hatten, um noch ein weiteres Ziel anzuschauen, sind wir dann nur noch ein bißchen durch die Stadt Mayen gegangen, in der wir auch ein paar tolle Eindrücke gewinnen konnten:

Mayen (6) Mayen (8) Mayen (13) Mayen (23) Mayen (25) und wir werden sicher mal wieder hin fahren, da es sich sehr lohnt.

 

Ein weiteres Ziel, bei dem ich mir aber gar nicht so sicher war, ob es unseren Wirbelwind überhaupt interessieren würde war der Landschaftspark Duisburg Nord (LaPaDu), indem er sich aber sehr viel hat erklären lassen, viel nachgefragt hat und wir sogar ein Stück auf den Hochofen gingen, obwohl er Angst vor Höhe hat. Hier hin sollte man mit Kindern nur fahren, wenn sie schon ein bißchen verstehen, dass es ein altes Industriegelände ist und sie daran Interesse haben (könnten). Ansonsten dürfte es für Kinder (trotz eines Spielplatzes) doch sehr langweilig sein… Auch hier wieder ein paar Bilder:

im LaPaDu (2) im LaPaDu (3) im LaPaDu (5) im LaPaDu (7) im LaPaDu (9) im LaPaDu (11) im LaPaDu (13) im LaPaDu (15) im LaPaDu (20) im LaPaDu (22) im LaPaDu (24) im LaPaDu (30) im LaPaDu (35) im LaPaDu (38) im LaPaDu (40) im LaPaDu (44) im LaPaDu (57) im LaPaDu (60)

Dann waren wir noch im Tierpark und Fossilium Bochum, dass zwar sehr schön ist, sich für uns aber bei der Anreise nur dann erneut lohnen würde, wenn wir das mit einem Besuch im nahegelegenen Planetarium verbinden würden. Trotzdem hatten wir viel Spaß und sind dafür dann einfach noch ein bißchen durch den Stadtpark nahe des Tierparks gegangen. Vom Tierpark gibt es aber auch ein paar sehr schöne Bilder:

Affe im Tierpark Bochum (3) Agame im Tierpark Bochum (2) Chamäleon im Tierpark Bochum (2) Fische im Tierpark Bochum (1) im Tierpark Bochum (2) im Tierpark Bochum (10) im Tierpark Bochum (12) im Tierpark Bochum (13) im Tierpark Bochum (14) im Tierpark Bochum Krokodile im Tierpark Bochum Leguan im Tierpark Bochum (1) Präriehund im Tierpark Bochum (3) Waran im Tierpark Bochum (1) Besonders gefallen hat mir in diesem Tierpark, dass man nicht nur Tiere beobachten und Fossilien bestaunen kann, sondern es auch einige Informationen gibt und ein sehr schöner Spielplatz existiert, der schon für die kleinsten geeignet ist.

Und dann waren wir nach längerer Zeit auch mal wieder im Zoom in Gelsenkirchen, wo wir das Glück hatten, dass diesmal die Flughunde im Asienbereich auch mal geflogen sind. Auch hier ein paar sehr schöne Tierbilder:

Affen im Zoom (2) Affen im Zoom (8) Erdmännchen im Zoom (5) Flughund im Zoom (5) Hyäne im Zoom (2) Lemur im Zoom (6) Löwe im Zoom (1) roter Panda im Zoom (2) Schneeeule im Zoom (1) Tiger im Zoom (4) Vogel im Zoom (2) Zoom (2)

Und dann waren wir noch in der näherem Umgebung unterwegs, Junior war auch mal einen Tag bei seinen Großeltern, wir sind zum bunten Garten in Mönchengladbach gefahren und waren auch schwimmen.

Und trotzdem sind unser Wirbelwind und ich bei all den schönen Ausflügen, die wir gemacht haben und der schönen Zeit, die wir zusammen verbringen durften froh, dass übermorgen die Schule wieder anfängt (bei mir auch mit dem Wissen, dass es gar nicht so lange bis zu den nächsten Ferien ist). Unser Wildfang ist froh darüber, weil er zu hause leider kaum Kontakt zu anderen Kindern hat und wäre froh, wenn das mehr der Fall sein würde, weshalb wir sicher auch den ein oder anderen Bekannten mit Kindern öfter mal auch am Wochenende besuchen werden… er vermisst seine Klassenkameraden, die er auch als seine Freunde betrachtet und Papa und Mama können nun mal, egal wie sehr wir uns anstrengen, nicht den geregelten Tagesablauf bieten, den er in der Schule hat und der fehlt ihm auch – er tut ihm gut. Außerdem unternehmen wir ja auch innerhalb der Schulzeit viel mit ihm – dann aber halt „nur“ an den Wochenenden oder an schulfreien Tagen. Und ich bin froh, weil ich dann zwar immer noch öfter mal einen Ausflug mit meinen Schätzen unternehmen kann, diese aber nicht mehr jeden zweiten Tag von unserem kleinen Wirbelwind eingefordert werden. Zudem habe ich dann auch wieder mehr Zeit für andere Hobbys und unerledigte Dinge, die ich noch machen wollte, die ich innerhalb der Ferien vernachlässigt habe.

Aber: In der ersten Woche wird es dennoch wieder eine Umstellung sein, wenn unser Wildfang nicht mehr den ganzen Tag zu Hause (oder höchstens mal bei Oma und Opa oder dem FUD) ist und es vormittags (sobald mein Mann wieder arbeiten kann) ruhig sein wird… die ersten Tage sicher zu ruhig.

Es ist eben so: Wenn wir unsere Kids permanent um uns haben, sind wir auch mal über eine Auszeit froh und wenn wir diese haben, ist es erst mal merkwürdig, schwer diese anzunehmen und zu genießen :-D.

In diesem Sinne allen einen guten Start ins neue Schuljahr und ganz viel Spaß.

© S. Stolzenberg

 

 

Ferienzeit

Für die meisten bedeutet Ferienzeit oder Urlaub entspannen, sich ausruhen, wieder zu Kräften kommen, vielleicht auch einfach mal nichts tun.

Bis zu den ersten Ferien unseres Schatzes dachte ich es würde bei uns ähnlich sein, dass er froh sein würde mal nicht so viele Termine zu haben, nicht so lange unterwegs zu sein, da er im Kindergarten schon immer neben des Kindergartenalltags auch Therapien hatte (und da noch sehr viele) und bis nachmittags unterwegs war.

Er wollte aber in seinen ersten Ferien viel unternehmen, bespaßt werden, nicht viel zu Hause sein.

So unternahmen wir immer mal wieder Ausflüge.

In den ersten Schulferien dieses Jahr dachte ich wieder, dass er vielleicht froh sein würde weniger „zu tun“ zu haben, weil er in der Schule natürlich stärker gefördert und gefordert wird, als schon im Kindergarten. So wird da nicht nur der „normale“ Unterricht abgehalten, sondern es wird auch viel Wert auf die Selbstständigkeitsentwicklung gelegt. Er musste nach und nach lernen sich selber anzuziehen, den Tisch mit zu decken,…. und daneben auch erste Buchstaben, Zahlen, addieren,.. lernen und basteln (was er so gar nicht mag). Dazu hat er in der Schule aber auch noch Therapien, die ihm zwar Spaß machen, aber nun mal auch Energie kosten.

Daher dachte ich er sei froh, wenn wir mal nur in der näheren Umgebung unterwegs seien, weniger Ausflüge unternehmen würden und auch mal einen Tag nur mit Bücher lesen, kuscheln, spielen verbringen würden.

Weit gefehlt. In den ersten Ferien merkte ich schnell, dass diese Vorstellung eher eine Wunschvorstellung war und unserem Wirbelwind gar nicht gefiel. Er wollte am liebsten täglich etwas unternehmen, was ich aber etwas beschränkte, weil er dadurch das Risiko einer Überforderung bestanden hätte, aber wenn wir nicht spätestens nach einem Tag „Pause“ wieder etwas unternahmen, war er kaum zu ertragen, er sagte mir ständig wie langweilig ihm sei, dass er etwas unternehmen wollte, hatte zu nichts Lust,..

Für zwei Wochen ist das noch ziemlich einfach – insbesondere, wenn man nicht über so große finanzielle Mittel verfügt, aber ich machte mir schon Gedanken wie es in den Sommerferien sein würde.

Jetzt hat unser Wirbelwind Sommerferien und mir war vorab schon klar, dass er wieder jeden zweiten Tag etwas unternehmen wollen würde (wobei ich hier vielleicht mal erwähnen sollte, dass bei ihm – nicht zu Unrecht – der Verdacht auf eine Hyperaktivität besteht). Ich suchte also nach Ausflugszielen, die ihn interessieren könnten, bis auf wenige Ausnahmen auch mit Bus und Bahn erreichbar sein würden (da mein Mann „nur“ die ersten drei Wochen der Ferien Urlaub hatte) und überwiegend günstig oder sogar kostenfrei wären. Nach längerem Suchen auch mit der Unterstützung meiner Mama (an dieser Stelle noch mal Danke schön dafür!), wurde ich dann auch fündig.

Die Hälfte der Ferien sind nun geschafft und wir haben schon einige Ausflüge (über die ich noch schreiben werde) unternommen, andere stehen noch aus und ich war sicher, dass unser Sonnenschein froh sein würde, dass er zwischendurch auch mal froh sein würde nichts zu unternehmen, aber es gab auch schon „Pausen“-Tage, an denen er trotzdem am liebsten auch noch was mit mir unternommen hätte, zur Uroma, zur Oma oder zu einer seiner FUD-Feen wollte 😀 .

Ich freue mich zwar, dass er gerne mal etwas unternimmt und kein „Stubenhocker“ ist, ich unternehme auch gerne mal was und sehe dadurch auch viel, wir machen gerne mal Fotos (und Möglichkeiten dazu gibt es durch die vielen Ausflüge natürlich auch), aber an manchen Tagen wäre ich auch mal froh, wenn er einfach nur zu Hause bleiben und Fernsehen wollen würde..

So schön die gemeinsame Zeit mit unserem Wildfang auch ist, muss ich auch zugeben, dass ich auch in gewisser Weise froh bin, wenn die Ferien vorbei sind und ich auch mal wieder etwas „durchatmen“ kann. Dann kann ich auch mal wieder einfach mal nichts tun, „nur“ spazieren oder mittags mit ihm „nur“ zum Spielplatz gehen und es wird ihm reichen….

Und doch bewundere ich auch die Ausdauer, die unser Frechdachs hat, dass er (teils trotz wenig Schlaf) auf diesen Ausflügen besteht- sie einfordert und sogar enttäuscht ist, wenn mal ein Ausflug (zum Beispiel wetterbedingt) nicht klappt…

Unsere bisherigen Ausflüge waren folgende:

  1. Grugapark in Essen
  • Hier waren meine Männer alleine, weil ich in der Zeit ein Shooting mit einer Freundin hatte (welches sehr viel Spaß gemacht hat) und konnten mal Papa-Sohn-Zeit genießen, was bei uns auch eher selten und damit etwas Besonderes ist, genießen. Meine Männer lernten aber auch die Familie meiner Freundin kennen und die Jungs verstanden sich auf Anhieb, so dass unser Frechdachs jetzt immer mal wieder fragt, wann wir denn endlich wieder mal zu der Familie hin fahren werden ♥ .
  • Dieser Ausflug sollte eigentlich die Sommerferien „einläuten, wobei unser Wirbelwind danach krank wurde und fieberte, so dass erst mal keine weiteren Ausflüge möglich waren 😦 .
  1. Irrland in Kevelaer
  • Eins der Lieblingsausflugsziele unseres Schatzes, weil er da ganz viel toben kann. Wie immer waren wir ihm viel zu kurz da und er wäre am liebsten da geblieben. Als wir gingen, fragte er auch schon wann wir das nächste Mal dahin fahren würden.
  1. Schloß Dyck in Jüchen
  • Es war uns allerdings an dem Tag mit 31°C eigentlich viel zu heiß, so dass wir mehr von einer Bank im Schatten zur nächsten gingen und den Ausflug gar nicht richtig genießen konnten, so dass wir auch nicht so lange blieben, wie wir es bei anderen Temperaturen getan hätten. Trotz der Hitze und eines anschließenden Sonnenbrandes bei meinem Mann und mir, war es ein schöner Tag. Ich hab aber auch meine Männer und meine Mama, die mit war zum Lachen gebracht, weil ich für meine Kamera die Batterien nicht geladen hatte 😀 .
  1. Mondo Verde in den Niederlanden
  • Ein sehr schöner Park, der sich lohnt, aber nicht billig ist. Es gibt viel Kunst im Park, Dinos zum bestaunen und ein paar Kinderspielmöglichkeiten, sowie ein paar Tiere. Man kann problemlos den ganzen Tag dort verbringen und es gibt auch viele schöne Brunnen. Hier ein paar Eindrücke:

Mondo Verde (9)Mondo Verde (35)Mondo Verde (23)Mondo Verde (51)Mondo Verde (62)Mondo Verde (72)Mondo Verde (6)

Blässhuhn und Fisch im mondo Verde

  1. Rheinkirmes in Düsseldorf (hierzu muss ich vermutlich nichts sagen)
  1. Duisburger Zoo
  • Das ist bei uns immer festes Ritual, wenn wir bei der Blutabnahme waren – wir gehen dann erst mal eine Pizza essen und dann in den Duisburger Zoo, wo für unseren Schatz die Delfine und die Otter immer Highlight sind. Vorher hatte unser Schatz aber in der Innenstadt noch Spaß an den Brunnen. Besonders schön war für ihn, dass diesmal auch meine Mama dabei war. Auxh hier gibt es ein paar Eindrücke:

Bären im duisburger Zoo (1)duisburger Zoo (14)  duisburger Zoo (27) Elefant im duisburger Zoo (2) Fische, Korallen,.. im duisburger Zoo (7) Fische, Korallen,.. im duisburger Zoo (13) Fossa im duisburger Zoo (3) Geier im duisburger Zoo (2) Koala im duisburger Zoo (1)

  1. Nochmal Schloß Dyck
  • Diesmal war es nicht so heiß, so dass der Ausflug uns allen (meine Mama war wieder dabei) diesmal auch mehr Spaß machte und wir mehr sehen und beobachten konnten. Für unseren Wirbelwind war es auch toll, weil er seine Kamera dabei hatte und auch viele tolle Bilder machen konnte – ein Hobby, dem er länger nicht nachgekommen ist. Ein paar Bilder:

Schloß Dyck (2) Schloß Dyck (4) Schloß Dyck (5) Schloß Dyck (23)

  1. Sequoiafarm in Kaldenkirchen
  • Hier war es für unseren Schatz eher langweilig…. nur der gegenüberliegende kleine Wasserpark hat ihn da interessiert.
  1. Explorado in Duisburg
  • Es war eine Idee… unseren Schatz, der es „doof“ fand, dass Papa nicht mitkonnte, weil der wieder arbeiten musste, fand nur drei Stationen interessant und an einer davon schnell verunsichert, weil ein jüngeres Kind ihm sagte, dass es das geschafft hatte und unser Schatz nicht so gut (ein Glöckchenparcour). Da musste Mama dann erst mal wieder etwas aufbauen und loben. Dann versuchte er immer wieder mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, scheiterte aber ein wenig daran, dass er sich noch nicht so auf deren Fantasiespiele einlassen konnte und als ich merkte, dass es ihn zunehmend verunsicherte, dass die Kinder kaum reagierten, gingen wir. Am Duisburger Innenhafen konnte er dann aber eine Entenmama und deren Babys füttern und sogar streicheln und ging anschließend noch ein bißchen mit Mama durch Duisburg spazieren.

Enten am duisburger Innenhafen (3)

Weitere geplante Ausflüge sind folgende:

 

  1. Der Vulkanpfad in der Eifel – wir sind gespannt darauf
  2. Der Landschaftspark Duisburg (LaPaDu), der sehr interessant und schön sein soll – ich habe e schon Bilder von da gesehen, aber wir waren noch nicht da
  3. Der Tierpark und das Fossilium in Bochum, da Sohnemann Tiere liebt
  4. Das Wunderland in Kalkar, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe
  5. Die Museums Insel Hombroich, da dort Natur und Kunst verbunden werden und das Sohnemann und mich interessiert
  6. Das Neanderthalmuseum in Mettmann
  7. Zoom in Gelsenkirchen – wir waren schon öfter da und finden es einfach nur super
  8. Der Westfalenpark, in dem wir auch schon waren und wo es einfach klasse ist, weil dort Natur, Tiere und Kunst verbunden werden, es aber auch für Kinder einfach nur schön ist, weil es auch immer wieder Spielstationen gibt. Hier ein paar Eindrücke von unserem letzten Besuch:

Gänse im Westfalenpark (7) im Westfalenpark (1) im Westfalenpark (9) im Westfalenpark (11) im Westfalenpark (12) im Westfalenpark (14) im Westfalenpark (16) im Westfalenpark (22) im Westfalenpark (24) im Westfalenpark (44)

  1. Nach den Sommerferien am Wochenende die Drachenwelt in Königswinter, bei der ich sehr gespannt bin, wie unser Schatz auf den riesen großen Steindrachen reagieren wird

Bei Gelegenheit werde ich vielleicht auch mal über diese Ausflugsziele berichten…

Und dann hat Mama immer noch Ideen von Ausflugszielen, wo wir noch nicht waren, für die Herbstferien. Mal sehen was ich mir nächstes Jahr einfallen lassen werde.

In diesem Sinne allen, bei denen noch Sommerferien sind, noch schöne Ferien weiterhin.

© S. Stolzenberg

Irgendwie anders (und doch auch nicht)

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade zum Thema „Irgendwie Anders“ von Elai-bloggt.de. Was eine Blogparade ist und wie du daran, auch ohne eigenen Blog, teilnehmen kannst erfährst du in diesem Beitrag: Irgendwie Anders – Buchtipp & Blogparade.

Was ist anders?

Auf den ersten Blick scheinbar nichts. Unser Wirbelwind scheint ein ganz normales Regelkind zu sein, doch er hat ein paar Besonderheiten, denn er ist Autist mit einer Wahrnehmungsstörung und einer Entwicklungsverzögerung.  Am auffälligsten ist seine teils undeutliche Lautsprache, aber bei weiterem Beobachten fällt auch auf, dass er teilweise, wenn er sich unsicher ist (bei Unebenheiten) krabbelt, bei Aufregung hüpft und/oder mit den Händen flattert, mit manchen Dingen untypischen spielt. Er läuft und/oder krabbelt auch gerne Bällen hinterher, spielt gerne mit Steinen, benimmt sich scheinbar wie ein schlecht erzogenes Kind, spricht jeden an und hat keine Berührungsängste, überschreitet dabei auch manchmal ungewollt persönliche Grenzen.

Er hat aber auch einen sehr starken Detailblick, kann sich Dingen sehr gut merken (besser als ich es könnte) und sieht Veränderungen sofort. Er hat einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und möchte andere, denen es nicht so gut geht trösten, sie beschützen und ist sehr emotional.

Wie reagieren andere Kinder auf Dein Kind?

Im Kindergarten hatte sich unser Wirbelwind nach einiger Zeit gut eingelebt, fand schnell einen „Zugang“ zu den anderen Kinder und sie spielten unbefangen miteinander. In der Schule fand er diesen Zugang noch schneller, hat doch auch schnell Freunde gefunden und spielt sehr gerne mit den anderen Kinder, hat sogar einen Freund, der zwei Klassen höher eingestuft ist. In der direkten Nachbarschaft gehen die Kinder auch ganz unbefangen mit ihm um, wissen aber auch, dass er „anders“ ist und gehen intuitiv toll darauf ein.

Bei fremden Kindern kommt es immer darauf an wie sich das andere Kind auf unseren Schatz einlassen kann und möchte. Manche Kinder reagieren völlig unbefangen, suchen nach gemeinsamen Spielmöglichkeiten und integrieren unseren Schatz, andere Kinder, die reagieren gar nicht auf ihn und wieder andere Kinder werden böse, schubsen ihn weg, sagen ihm er soll gehen uns sie in Ruhe lassen. Manches Mal hilft es dann, wenn wir als Eltern erklären, dass er eine Behinderung hat, oft leider nicht.

Wie verhalten sich die Eltern der Kinder/Erwachsene?

Von den Eltern der Kindergartenkinder haben wir leider nur eine Mama kennen lernen dürfen, die vollkommen offen mit unserem Wirbelwind umgegangen ist. Von den jetzigen Eltern der Schulkinder kennen wir zwar alle, aber diese habe wenig Kontakt zu den Kindern der Klasse, so dass ich dazu wenig sagen kann. Die I-Kräfte, das Buspersonal des Fahrdienstes unseres Wirbelwindes und andere Fachkräfte gehen ganz normal mit ihm um, bei anderen Erwachsenen kommt es auf die Situation an. Die meisten Erwachsenen gehen offen, unvoreingenommen, unbefangen mit ihm um, freuen sich, wenn er sie grüßt oder bei Joggern mitläuft. Selbst wenn er in persönliche Bereiche eindringt und andere Menschen auch mal am Popo berührt, wird meistens mit einem Lächeln reagiert. Wir haben aber auch schon sehr ablehnende Reaktionen erlebt, die aber überwiegend von Familienangehörigen und angeblichen guten Freunden stammten, die „mit der Diagnose nicht zurechtkommen“ oder mir unterstellten ich würde meinen Kind nur eine Behinderung einreden wollen. Ich habe noch nie gehört, dass mein Kind schlecht erzogen sei (aber ich weiß, dass es vielen Eltern autistischer Kinder so ergangen ist), aber dafür kamen Blicke, es wurde getuschelt und belächelt, wenn sich unser Schatz auffällig verhielt, aber das ist eher selten.

Bei Restaurantbesuchen, beim Einkauf, bei Straßenfesten,.. wird man unserem Schatz, wenn man keine Fachkraft ist, vermutlich nicht anmerken, dass er behindert ist, aber im Kino beispielsweise schon, da er da aufspringt, mitspricht, tanzt, sich viel bewegen möchte und auch viel hinterfragt was er da gerade sieht. Hier gab es schon mal verärgerte Blicke, weil man es nicht verstanden hat, dass sich unser Wirbelwind so verhielt, mehr aber auch nicht und darauf reagieren wir nicht mehr.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Negativ: Die heftigste Reaktion auf unseren Schatz habe ich mal beim Einkauf erlebt, als unser Schatz mit den Rollen hinter der Kasse spielte und ich bezahlte. Ein älterer Herr, der selber teils auf Hilfe angewiesen sein dürfte, weil er einen Rollator hatte, fühlte sich scheinbar durch das Geräusch gestört und bat mich es unserem Wirbelwind zu verbieten, was ich verneinte und ihm erklärte, dass es unseren Schatz beruhigt und er eine Behinderung hat. Daraufhin meinte der Herr zu mir „so etwas“ habe es „damals“ aber nicht gegeben. Was er meinte (nämlich die NS-Zeit) war uns beiden klar und entsprechend reagierte ich, was ich hier nicht weiter ausführen möchte…

Ein sehr positives Erlebnis war in Essen im Grugapark, als ich mit unserem Wirbelwind in der Grugabahn saß und uns gegenüber ein junger Mann, der wie sich rausstellte beruflich mit Autisten zu tun hat und bei der Beobachtung unseres Schatzes auch den Verdacht hatte. Er fragte mich, ob er richtig läge und erklärte unserem Schatz dann was wir da alles sahen. Er verstand sich auf Anhieb mit unserem Schatz (was bei Männern sehr selten ist) und unser Schatz war sehr traurig, als er sich von dem jungen Mann verabschieden musste.

Am selben Tag hatten wir noch einen weiteren sehr positiven Moment im Zug, als unser Schatz sich auf seinem Sitz umdrehte und sah wie ein Mann hinter ihm mit seinem Handy spielte. Er lehnte sich über den Sitz um zusehen zu können und der Mann bot ihm an sich neben ihn zu setzten, dass er besser schauen könne und versicherte mir, dass das Spiel auch für Kinder geeignet sei. So verbrachte unser Schatz den Großteil der Zugfahrt damit dem Mann beim Spielen zuzuschauen.

Nicht negativ, aber sehr nervig ist für mich immer wieder der Vergleich von Menschen, die bereits mit Autisten zu tun hatten und scheinbar der Ansicht sind jeder Autist sei gleich. Anfangs habe ich dann oft erklärt, dass Autisten genauso unterschiedlich sind wie alle anderen Menschen auch, mittlerweile tu ich das nur noch, wenn die Person beruflich mit unserem Schatz zu tun hat.

Welchen Umgang würdest Du Dir mit Deinem behinderten Kind wünschen?

Ich wünsche mir den unvoreingenommen Umgang mit unserem Schatz, wie er uns überwiegend auch begegnet, offen freundlich, interessiert. Aber ich würde mir auch wünschen, dass Menschen weniger Vorurteile hätten, denn nicht jedes auffällige Kind ist schlecht erzogen und dass weniger getuschelt, geguckt, gegafft würde und Eltern behinderter Kinder direkt angesprochen würden.

Unabhängig davon würde ich mir aber auch wünschen, dass Eltern behinderter Kinder (oder auch Angehöriger erwachsener Behinderter und diese selbst) sich nicht für ihnen zustehende Leistungen rechtfertigen müssen wie etwa den Erhalt des Pflegegeldes (so bei uns geschehen), die Möglichkeit einen Behindertenparkplatz zu nutzen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden oder die Unterstützung eines Pflegedienstes (in der Form man habe ja einen bezahlten Babysitter) , denn die vielen Kämpfe, die wir für unsere Kinder führen bei Behörden, der Krankenkasse, dem Versorgungsamt, in Kindergarten, Schule und später wegen einer Beschäftigung sehen diese Menschen auch nicht. Sie wissen nicht welche körperliche und psychische Belastung eine Behinderung eines Angehörigen zeitweise sein kann und sollten sich deswegen nicht das Recht heraus nehmen urteilen zu können.

© S. Stolzenberg

Hospitation in der Schule Tag 2

Gestern konnte ich dann, nachdem es leider lange nicht geklappt hatte, zum zweiten Mal in der Schule unseres Wirbelwindes hospitieren und durfte bei Mathematik, der Ergotherapie und Religion zuschauen, wobei das zur Hälfte auch „Wunschbaum“ war – ein Zeit, in der die Kids sich selber eine Beschäftigung wünschen dürfen.

In der ersten Pause kam ich an (mein Mann brachte mich) und unser kleiner Wirbelwind freute sich riesig, als er uns sah und erzählte jedem, dass seine Eltern da wären, wobei er (den Eindruck hatte ich zumindest) erst mal ein paar Minuten brauchte, bis er verstand, dass „nur“ ich mit da bleiben würde, mein Mann aber nicht.

 

Nach der Pause begann dann der Matheunterricht mit Kegeln und die Kinder sollten dann jeweils die Kegel, der Farbe, die sie zuerst um gekegelt hatten zählen, wovon unser Schatz wenig begeistert war (er kommentierte das mit „schon wieder“?, da im Sport auch gekegelt worden war). Dann machte der Lehrer eine kleine „Zaubershow“ für die Mathegruppe in der unser Schatz ist, um den Kindern spielerisch + und = näher zu bringen und unseren Wildfang interessierte erst mal nur wann er denn der Zauberer sein dürfte 😀 .  Die Aufgabe an sich gewann erst dann an Interesse, aber er machte das richtig gut. Danach „durfte“ er noch kleine Aufgaben erledigen, die dem Zahlenverständnis dienen, wo er beispielsweise Mengen zu Zahlen zuordnen musste und so konnte er mir zeigen, dass er die Mengen bis 5 schon sicher erkennt und Zahlen bis 7 erkennt. Er war auch jeweils schnell mit den Aufgaben fertig und hatte im Großen und Ganzen auch Spaß an den Aufgaben. Mama war stolz.

In der Pause zeigte er mir dann, dass er sich aktuell gerne am Zug (zum klettern), einer Rutsche und besonders bei den schuleigenen Ziegen, Schafen und dem Pferd aufhält und diese streicheln möchte ♥ .

Am Ende der Pause war er dann wenig begeistert, als ihn seine Ergotherapeut abholte und meinte er könne nicht zur Therapie gehen. Er hat nämlich eigentlich Spaß an der Therapie, muss aber zu Beginn erst immer motiviert werden mitzumachen, was auch gestern nicht anders war. Der Therapeut hatte einen Bewegungsparcour (in Verbindung mit Colorama wegen der Feinmotorik) aufgebaut und statt diesen mit Bravour zu meistern, wollte unser Schatz erst mal den Eindruck erwecken dies nicht zu schaffen, nach ein paar Minuten ließ er sich aber gut darauf ein und machte es toll. Da er aber zuerst nicht wollte, fragte er mich immer wieder wann „Papa uns abholen“ abholen würde 😀 .

Dass er dann aber Bälle (sein aktuelles Spezialinteresse) in den Parcour einbauen konnte, motivierte ihn diesen zu meistern.

Am Ende der Therapie sah ich dann wie selbstständig unser Schatz schon ist (da wird ich immer wieder ganz stolz).

In der folgenden Religionsstunde „durfte“ ich dann mit helfen, da die Aufgabe darin bestand auf eine aufgemalte Blume kleine zusammengeknüllte Papierkügelchen zu kleben und unser Schatz ließ sich nach anfänglichem Unmut gut dazu motivieren doch mitzumachen, wobei das Gefühl des Klebers an seinen Fingern sehr unangenehm für ihn war (woraufhin er mir auch Kleber in die Haare schmierte 😦 ). Für den Rest der Stunde hatten die Kinder sich vorgestern „Wunschbaum“ gewünscht, eine Zeit, in der sie sich die Beschäftigung selber aussuchen dürfen und unser kleiner Wirbelwind wollte da gerne in den Erlebnisraum ins Bällebad. Danach gab es dann noch Smileys für die Kinder, weil sich gestern alle toll benommen hatten und der Schulbesuch endete für unseren Frechdachs dann damit, dass er Papa sah, der uns abholen kam.

© S. Stolzenberg

Published in: on 20. Mai 2016 at 21:43  Schreibe einen Kommentar  

Erziehungstipps und Ratschläge

Wer kennt das nicht? Die lieben gut gemeinten Ratschläge wie man mit seinem Kind umgehen sollte, was gut für das Kind ist und was eher nicht – wie man sich mit dem Kind beschäftigen sollte und welche Grenzen es gesetzt bekommen sollte…

Vermutlich gibt es keine Mutter und keinen Vater, der das nicht kennt, der sich nicht anhören darf was für sein Kind das Beste sei, der nicht immer wieder den Eindruck bekommt sich für seine Erziehung entschuldigen und/oder rechtfertigen zu müssen.

 

Wir erleben diese Situationen auch immer mal wieder.

Es gibt diese Momente für uns öfter mal, wenn wir unterwegs sind weil Fremde meinen unser Wirbelwind sei schlecht erzogen, weil er gerne mit Steinen spielt, wild ist, nicht schaut wo er hinläuft, laut ist, schreit oder weint, weil er überfordert ist. Diese Menschen kennen unseren Sohn aber nicht und meistens ist es uns egal was diese Menschen zu sagen haben, meist reagieren wir da gar nicht, manchmal erklären wir, manchmal reagieren wir auch frecher…

 

Wie reagiert man aber auch diese „Tipps“, wenn sie von der Familie kommen?

Bei uns ist eins der Themen, dass gerne mal angesprochen wird die Sauberkeitserziehung unseres Wirbelwindes, der wegen seiner Entwicklungsverzögerung und der Wahrnehmungsstörung nun mal noch nicht trocken ist, sondern noch Windeln trägt. Er bekommt deswegen immer mal wieder Druck gemacht durch Äußerungen wie „Du musst das aber bald mal können“. Wir haben da auch den ein oder anderen gut gemeinten Tipp bekommen von ihn mal länger und öfter auf die Toilette zu setzten (wobei er Toilettentraining macht) aber auch dann muss er halt mal so lange sitzen bleiben bis er kann, aber auch harmloserer Ideen wie ihn öfter mal ohne Windel zu lassen (was wir dieses Jahr, wenn es warm ist auch öfter mal tun werden), aber wir versuchen dann immer den Druck wieder raus zu nehmen, da ein Kind mit Druck schlechter lernt und es vor allem seine Entwicklung nicht beschleunigt.

Ein weiteres Thema, dass besonders bei meinem Mann öfter mal für Ärger sorgt (ich überhöre da vieles) ist die Beschäftigung unseres Wirbelwindes – wie er spielen sollte. Er spielt nämlich aktuell gerne mit Bällen, aber am liebsten mit seinen neuen Tablet, schaut sich gerne Kinderfilme an und hat sich vor dem Tablet viel mit unseren Handys beschäftigt. Er guckt aber auch gerne Bücher, lässt sich gerne vorlesen und geht gerne raus, um sich zu bewegen, wobei Spaziergänge jetzt „langweilig“ sind.

Er spielt auch Gesellschaftsspiele, aber wenn wir Besuch bekommen darf er nun mal bis der Besuch da ist auch häufiger mal fernsehen, da ihn das entspannt und Besuch generell sehr stressig (wenn auch schön) für ihn ist.  Für einige Menschen (eine I-Kraft in der Schule etwa), die wenig mit unserem Schatz zu tun haben, aber auch für einige Familienmitglieder scheint das völlig unverständlich zu sein (ebenso, dass er sich während der Besuch noch da ist zurück zieht, indem er mit dem Tablet spielt. So kommen dann Äußerungen wie den entsprechenden Personen sei es egal, wenn er dann noch einen Film zu Ende schauen wolle, seinem Willen müsse nicht so sehr nachgeben werden, vermeintliche Feststellungen, dass er viel fernsehen dürfe, aber auch die Frage, ob er sich nicht anders beschäftigen kann. Doch das kann er und das tut er auch und wir achten auch darauf, dass er viel draußen ist, sich auch mal mit seinen Büchern beschäftigt, malt, knetet oder wir zusammen spielen, albern und lachen. Das sind aber Dinge, die der Besuch weniger mitbekommt, aber dann auch nicht darüber überlegt, dass unser Schatz nun mal kein Regelkind ist, sondern eine Behinderung hat, nämlich Autist ist, für den viele Menschen (auch aus der Familie), viel Geräusche, Gerüche,.. Stress bedeuten!

Da wir das aber schon sehr oft erklärt haben und auch nicht mehr das Gefühl haben möchten uns rechtfertigen zu müssen, ignorieren wir diese Aussagen dann meist, rechtfertigen uns aber doch auch häufiger. Selten erklären wir es noch, meist sagen wir aber nur noch, dass unser Schatz das bei uns eben darf.

Kleine Ergänzung noch: Wir halten es manchmal auch wie Lisa Seelig.

 
Was sind Eure Themen, in die sich andere bei der Erziehung gerne mal einmischen und ihr das nicht möchtet?

Wie geht ihr mit diesen gut gemeinten Tipps um?

© S. Stolzenberg

Published in: on 16. Mai 2016 at 22:36  Comments (3)  

Geburtstag unseres Wirbelwinds

Unser „kleiner“ Wilder ist heute schon 7 Jahre alt geworden und ihm wurde morgens schon per Telefon von seiner Uroma gratuliert, nachdem Mama ihm ein Ständchen gesungen hat  (da Papa schon unterwegs ist, wenn er aufsteht). Heute war aber sein erster Geburtstag, an dem er nicht den ganzen Tag mit Papa und Mama verbracht hat, sondern zur Schule gefahren ist – das war vor allem für Mama sehr merkwürdig…

In der Schule hat er dann mit seinen Klassenkameraden und Lehrern seinen Geburtstag gefeiert, durfte eine Krone tragen und hat tolle Geschenke bekommen.

Er war zwar etwas müde, als er nach Hause kam, freute sich aber auf eine kleine Feier mit Papa, Mama, einer seiner Omas und einer seiner Patentanten, zu der es auch Kuchen geben sollte (Mama hat sich am backen versucht), der aber leider misslungen war. Trotzdem machte ihm das wenig aus und er freute sich sehr über den Besuch und seine Geschenke, wobei sein neues Tablet das Highlight war (von Papa und Mama). Er hatte viel Spaß und nachdem der Besuch gegangen war, waren wir noch lecker essen.

Happy Birthday Sonnenschein 🙂

Beweisfoto

 

mit der Kamera rum probieren

Für mich ist der Tag voller Erkenntnisse.

Ich freue mich jeden Tag, aber an diesem Tag immer besonders, zu sehen wie sehr sich unser Wildfang schon entwickelt hat, was er für Fortschritte gemacht hat, so lernt er jetzt die Uhr, kann seinen Namen schreiben und lesen, versucht sich immer öfter an neuem, wird immer mutiger und selbstständiger. Man kann mit ihm eine Unterhaltung führen (er sprach erst mit 5 Jahren erste Worte und kleine Sätze) und seine Interessen haben sich enorm erweitert (er hat lange nur mit Bällen gespielt, mag jetzt aber auch Gesellschaftsspiele und Elektronik), er hat seinen eigenen Willen entwickelt, den er deutlich vertritt und macht deutliche Unterschiede im Umgang mit seinem Umfeld (abhängig von der Sympathie). 🙂

 

Neben diesen Dingen haben wir aber auch wieder ein bisschen über ein paar Familienmitglieder und „Freunde“ erfahren, denn wenn jemand, der mit uns keinen Kontakt hat, das am Kind auslässt und ihm deswegen nicht zum Geburtstag gratuliert, sagt das sehr viel über diesen Menschen aus.

Innerhalb dieser Menschengruppen gab es leider auch Menschen, die unserem Schatz nicht gratuliert haben darunter eine Patentante, eine weitere Tante, der Cousin und die Cousinen unseres Schatzes, aber auch angebliche Freunde, bei denen wir eigentlich fest damit gerechnet haben.  Schade, aber wem er wirklich wichtig ist , wird unser Schatz noch im Laufe seines Lebens erkennen – diesen Menschen jedenfalls nicht!

Besonders gefreut habe ich mich über Geburtstagsgrüße von Menschen, denen es selber aktuell nicht so gut geht oder die einen Trauerfall in der Familie hatten – bei diesen Menschen hätte ich es verstanden, wenn sie sich nicht hätten mitfreuen können, aber diesen – für unseren Sonnenschein – „fremden“ Menschen ist es wichtig, dass sie Glückwünsche senden, sich mit freuen, einen schönen Geburtstag wünschen.…

 

In diesem Sinne Danke all denen, die an unseren Schatz gedacht haben, alle anderen sollten ihr Verhalten vielleicht mal überdenken.

© S. Stolzenberg

Published in: on 12. Mai 2016 at 22:53  Schreibe einen Kommentar  

#Spielplatzistüberall – wie wo und wann darf unser Wildfang spielen

wheelymum hat ihren ersten Blogpost eröffnet, an dem ich mich gerne beteilige.

Die Fragen sind folgende:

  Schafft ihr es, Spielsachen auf einen bestimmten Bereich zu begrenzen?

  Wollt ihr das?

  Stören auch die Spielsachen eurer Kinder?

  Welche Regeln gibt es bei Euch?

  Wo ist überall Spielplatz bei euch zu Hause?

  Und wo erfinden Kinder einfach ihren eigenen Spielplatz?

 

Ich habe mir bevor ich ein Kind hatte nie wirklich Gedanken darum gemacht wie und vor allem wo ein Kind spielen dürfen sollte und was mit den Spielsachen passiert – vielleicht auch, weil ich es nicht anders kennen gelernt habe, dass Spielsachen auch mal im Wohnzimmer belassen werden und das auch bei den meisten unserer Freunde immer der Fall war.

Als unser Sonnenschein noch kleiner war, war es auch nie wichtig sich darüber Gedanken zu machen, da er ja eh noch nicht aufräumen konnte und wir dann eben immer seine Spielsachen aufgeräumt haben, aber er ist jetzt in einem Alter wo er selbstständig einen Großteil seiner Spielsachen wegräumen könnte….

Als er gerade anfing so selbstständig zu werden, wollten wir noch unbedingt einführen, dass alle Spielsachen nach dem spielen wieder weg geräumt werden und sich abends sorgfältig weggeräumt nur im Kinderzimmer befinden würden. Ein Plan, der schnell scheiterte. Wir möchten es gar nicht mehr so sehr begrenzen, auch da wir uns sehr viel zusammen im Wohnzimmer aufhalten, zusammen spielen und albern und es dann oft gemütlicher ist die bis zum nächsten Tag liegen zu lassen und dann zusammen wegzuräumen, statt das noch vor dem Abendessen oder dem Zubettgehen zu machen. An sich macht mir das auch nichts weiter aus, aber manchmal nervt es mich schon etwas, wenn ich dann plötzlich abends Bälle, Stofftiere, Bücher irgendwo auf der Couch, unter Kissen, unter der Decke,… finde oder erst mal den Boden frei räumen muss, um sein Zimmer putzen zu können, weil er morgens vor der Schule schon gespielt hat und dann keine Zeit zum aufräumen mehr war und dennoch bin ich ihm dann nicht böse, denn mein Mann und ich machen es auch des Öfteren mal, dass bestimmte Dinge eigentlich weggeräumt werden könnten und dann doch liegen bleiben.

Ein paar Spielsachen haben nun ihren festen Platz im Wohnzimmer gefunden, andere finden sich dort eher zufällig und manchmal entdecke ich auch im Flur das ein oder andere Spielzeug unseres Sohnes, was da eigentlich nicht hingehört.

Er spielt sehr gerne mit seinen Spielsachen, findet aber auch immer mal wieder andere Dinge wie meine Deko mit denen er sich gerne lange beschäftigt und erkundet natürlich gerne seine Umgebung, wenn wir mal wieder unterwegs sind.

Wir haben aber auch ein paar feste Regeln was das spielen betrifft.

 

Unser Wirbelwind darf in seinem Zimmer, im Flur und im Wohnzimmer, im Bad nur mit seinen Badespielsachen spielen, räumt diese aber zusammen mit so weit auf (am selben Tag), dass man im Zimmer nicht nach einem freien Weg suchen muss, dreckige Wäsche wird direkt in die Wäschekiste gebracht, bevor sauber gemacht werden muss, wird gründlich aufgeräumt (an den Tagen stehen wir dann auch extra dafür ein paar Minuten früher auf) und Küche und Schlafzimmer sind für Spielsachen tabu.

In erster Linie ist mir aber auch nicht so wichtig, dass sich keine oder wenige Spielsachen in anderen Räumen, als seinem Zimmer befinden, sondern im Vordergrund steht bei uns, dass sich unser Schatz austoben und seinem Entdeckerdrang nachgehen kann, sei es nun die leere Klorolle, die sein Interesse weckt, ein Sieb oder ein Lied, dass Papa oder Mama gerade summen…

Wie handhabt ihr das denn?

© S. Stolzenberg

 

Published in: on 5. Mai 2016 at 21:42  Comments (4)  
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