Warum sich der gesellschaftliche Umgang mit der Thematik Missbrauch ändern muss, aber dennoch Aktionen dazu auch etwas bewegen können:

Seit 2012 gibt es immer wieder Aktionen, die auf sexualisierte Gewalt aufmerksam machen und an sich ist das sehr gut so, aber es eben nicht „nur“ die sexualisierte Gewalt – sehr oft gegenüber schutzbefohlenen Minderjährigen – ,wie sie im wörtlichen Verstanden wird, nämlich als gewaltsamer Übergriff mit sexuellen Handlungen gegen einen anderen Menschen, gibt. Es gibt ebenso die (nicht immer sexuell motivierte) psychische und/oder psychische Gewalt gegen einen anderen Menschen, die bei diesen Aktionen wie #aufschrei, #neinheißtnein, #onebillionrissing oder auch #Metoo außen vorgelassen werden, die aber genauso sehr in den öffentlichen Fokus gerückt werden sollten – auch darüber müsste dringend gesprochen werden!

Auch diese Übergriffe sind nennenswert und haben Folgen für die Opfer, nicht nur kurzzeitige, sondern über Jahre und sollten nicht totgeschwiegen werden.

Was nutzt es, wenn sexualisierte Gewalt stärker geahndet wird, psychische Gewalt aber klein geredet wird? Ein Kind, das in seiner Familie permanentem Mobbing ausgesetzt ist werden wir nicht helfen können, indem wir über sexualisierte Gewalt sprechen – diese findet dort nämlich nicht statt.

Dass es wichtig ist auch diese Gewaltformen stärker zu benennen, öffentlicher zu machen und dies auch durch die Politik aufgegriffen wird, zeigt sich im gesellschaftlichen Umgang damit.

Denn: Wenn ein Kind geschlagen wird, gilt es oft noch als Erziehungsmaßnahme oder es fallen Äußerungen wie „ein Klaps hat noch keinem geschadet“. Auch „Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen“ ist ein Satz, der im Zusammenhang physischer Gewalt oft fällt und sie verharmlosen soll. Einige werden auch argumentieren, dass diese Gewalt nur eine kurzzeitige, nicht dauerhafte Form der Gewalt sei, die keine weiteren Folgen haben dürfte – vielleicht höchstens im Umgang mit dem Täter. Es bleibt aber dennoch Gewalt gegenüber einem Menschen, der keine so hohe Körperkraft hat, der sich einer Machtausübung gegenüber sieht und sich , gerade bei Kindern, nicht in der Lage sehen dürfte sich ohne Hilfe aus der Situation zu befreien.  Für die Opfer physischer Gewalt ist es entscheidend, dass die Gesellschaft stärker darauf achtet, einschreitet, schützt und nicht weg sieht, weil es – gerade in der Erziehung – lange ein geduldetes Mittel der Wahl war. Hier wäre es nötig einzuschreiten, dem Täter aber unter Umständen, der Situation entsprechend keine Vorwürfe zu machen – gerade bei Kindern – , sondern erst mal Alternativen aufzuzeigen, zu verdeutlichen was der Gegenüber in der Situation empfindet, die Langzeitfolgen (so fern bekannt) zu erwähnen und sollte erkennbar sein, dass sich kein anderer Umgang einstellt eine Anzeige zu erstatten. Gerade viele Eltern werden sicher keine andere Alternative sehen dem Kind zu zeigen, dass es sich „falsch“ verhalten hat und man sollte auch bedenken, dass es sein kann, dass Eltern auch mal die Nerven durchgehen und sie sich im nächsten Moment aber schon dafür schämen so reagiert zu haben.

Eine weitere Gewaltform, die häufig in den Debatten außen vorgelassen wird ist die psychische Gewalt – Mobbing, Demütigungen, Erniedrigungen zählen dazu.

Hier mag man argumentieren, dass es nur Worte seien, die man überhören kann, aber insbesondere über einen längeren Zeitraum in Wiederholung sind diese sehr schmerzhaft und können extreme Folgen – bis hin zum Suizid – haben. Und gerade deswegen ist auch diese Gewaltform zu wenig im Fokus der öffentlichen Debatten, aber auch, weil es manchen Tätern vielleicht gar nicht bewusst ist, wenn sie jemandem gegenüber durch Worte gewalttätig sind. Ein Beispiel dafür ist lästern, von dem sich sicherlich die meisten Menschen nicht freisprechen können – mich eingeschlossen. An Schulen wird diese Thematik mittlerweile stärker betrachtet und nicht mehr totgeschwiegen, in den meisten anderen Bereichen des alltäglichen Lebens auch der Arbeit, ist diese Thematik aber leider noch nicht so stark angekommen.

Warum?

Weil der psychische Missbrauch – wie auch der körperliche – noch weniger Aufmerksamkeit bekommt, als der sexualisierte. Beide werden hingenommen, weil es immer so war, weil es vermeintlich nicht weiter schlimm ist und sich nicht auf den Umgang mit anderen Menschen auswirkt, denn das Opfer unterscheidet sicherlich zwischen Tätern und Unbeteiligten.

Aber jede Form von Gewalt – jede traumatische, gewaltbetonte Erfahrung hat Langzeitfolgen, wie jetzt auch in einer Studie festgestellt wurde, dazu habe ich hier einen Artikel verlinkt.

persönliche Anmerkung: Ich habe jeder Form der Gewalt erleben müssen… darum ist es mir so wichtig darauf aufmerksam zu machen!

Ich versuche mich aber im Folgenden dennoch „nur“ noch auf die sexualisierte Gewalt, die Aktionen dazu  und die gesellschaftlichen Reaktionen zu beschränken, wobei ich nicht chronologisch vorgehen werde.

Im Jahr 2012 wurde die Aktion #onebillionrissing ins Leben gerufen, deren Zielsetzung,  als bisher übrigens einzige Aktion, es ist auf Gewalt gegen Frauen in jeglicher Hinsicht aufmerksam zu machen, zu solidarisieren, ein Zeichen zu setzten, dass friedlich in Form von Tanz zum Ausdruck gebracht wird. Eine großartige Aktion, die Unterstützung verdient, Männer natürlich auch mit einbeschließt.

Ich finde diese Aktion großartig und eine Chance, es ist sicherlich auch schön mit anzusehen, wenn sie richtig umgesetzt wird kann es auch Menschen ansprechen und das Ausmaß von Opfern von Gewalt verdeutlichen. Schwierig wird es dann aber darin konkret die unterschiedlichen Formen von Gewalt darzulegen ohne mögliche Interessenten zu vergraulen, weil es ein sehr großes, umfassendes Thema ist.

2013 gab es dann die Aktion #aufschrei, die das Ziel hatte sexualisierte Gewalt in den öffentlichen Fokus zu rücken, aber auch ein Zeichen von Solidarität unter den Opfern darstellen sollte, wobei hier auch deutlich gesagt werden muss, dass es teils auch vermeintlich sexistisches wie Witze betraf und unter anderem dadurch wurde die Aktion sicherlich zum Teil weniger ernst genommen. Leider war der #aufschrei, so groß er zeitweise war, dann aber auch schnell wieder verstummt und zeigte auch keine nennenswerten Veränderungen in Politik und/oder Gesellschaft.  Schade, dass dies nicht weitergeführt, vertieft wurde oder aktuell mit der Aktion #Metoo nochmal aufgegriffen wurde….

Dann gab es 2012 zusätzlich zu #onebillionrissing auch die Aktion #ichhabenichtangezeigt , die auf sexualisierte Gewalt hinweisen wollte, Opfern ein Solidaritätsempfinden vermitteln wollte, aber auch stärker in den Fokus rücken wollte, dass es durchaus nachvollziehbare Gründe für Opfer geben kann eben nicht anzuzeigen, was aber immer wieder in den Debatten um sexualisierte Gewalt von Opfern gefordert wird – so auch aktuell in der Debatte zu der Aktion #Metoo. Dass es eben nicht nur Scham- und/oder Schuldgefühle der Opfer sind, die zu der Entscheidung führen keine Anzeige zu erstatten, weil sie vielleicht auch nicht der psychischen Verfassung sind die Tat immer wieder in den Befragungen und dann im Gerichtssaal zu durchleben, andere Angehörige (bei Tätern aus der Familie besonders) oder andre Opfer, die die Tat verdrängen, schützen wollen, Ihnen nicht geglaubt wird oder sogar eine Mitschuld zugesprochen wird, sind mögliche Gründe für ein Opfer sich gegen eine Anzeige zu entscheiden, vielleicht nicht mal den Schritt einer Therapie zu gehen, sondern die erlebte Gewalt erst mal verdrängen oder alleine aufarbeiten zu wollen.

Diese Unterstellungen, die Opfern in der Debatte teils entgegen gebracht werden, etwa sie hätten sich nur nicht genug gewehrt, sie seien nicht laut genug geworden oder auch sie hätten durch ihre Entscheidung weitere Opfer in Kauf genommen (wobei das zum Teil zutreffend sein wird), werden in manchen Fällen dazu führen, dass sich diese Opfer wiederrum einer Schuld ausgesetzt sehen, einer Schuld die so stark sein kann, dass es sogar zu einem Flashback, vielleicht sogar zu einer Retraumatisierung führen könnte. Zielführend ist das sicherlich nicht und hilft auch dem Sinn der Aktion nichts. Im Gegenteil. Hier wäre es sicherlich angebrachter den Opfern zu verdeutlichen, dass es unter Umständen andere Möglichkeiten gegeben hätte und vor allem Anlaufstellen, die beratend zur Seite gestanden hätten, denn vielen Opfern sind diese Anlaufstellen gar nicht bekannt.

Persönliche Anmerkung: Ich bin übrigens auch jemand der nicht angezeigt hat unter anderem um Angehörige des Täters zu schützen, weil diese sonst angefeindet worden wären….

Aktuell gibt es dann noch die Aktion #Metoo, zu der es berechtigte Kritik gibt, nämlich, dass diese wegen der Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein ins Leben gerufen wurde – besser wäre eine davon unabhängige Aktion gewesen. Hierzu habe ich hier einen Artikel verlinkt.

Auch hier wird und wurde – wie schon bei der Aktion #ichhabenichtangezeigt – eine Schuld bei den Opfern geäußert – teils vielleicht zu Recht, aber wissen wir das wirklich? Können wir beurteilen warum diese Frauen lange Zeit geschwiegen haben und sich erst äußerten, nachdem eine Frau den Anfang gemacht hat? Ist es im Hinblick auf die Gewalt, die dieser Mann ausgeübt hat nicht viel schlimmer, wenn ein Produzent wie Quentin Terentino jetzt zugibt von den Anschuldigungen gewusst zu haben, aber nichts unternommen zu haben? Wo ist da der Aufschrei ihm gegenüber?

Unabhängig von der Frage in wie weit die Opfer sich vielleicht eine Mitschuld an weiteren Taten zuzuschreiben haben, in welchem Zusammenhang die Aktion gestartet wurde und in wie weit man auch über Mitwisser sprechen sollte, ist es aber vor allem eine Aktion, die ein Bewusstsein schaffen beziehungsweise verstärken soll und Solidarität unter den Opfer schaffen soll und kann. Es ist aber auch – meines Wissens nach – die erste Aktion, die tatsächlich zu einem veränderten Bewusstsein beiträgt, da es wegen dieser Aktion nun als Folge auch die Aktion #Ihave gibt, in der Täter zugeben gewalttätig in sexualisierter Form gewesen zu sein, oft mit dem Hinweis sich darüber nicht bewusst gewesen zu sein oder auch der ausdrücklichen Entschuldigung gegenüber den Opfern- Lobenswert sich und auch anderen gegenüber dies einzugestehen und zu äußern! Dies kann im hier verlinkten Artikel nachgelesen werden.  Diesen Tätern möchte ich auch Danke sagen, wenn diese Eingeständnisse sicher eher aus einer persönlichen Reue heraus getätigt werden, als wegen dem Wunsch das Problem öffentlicher zu machen.

Ein erster wichtiger Schritt die Thematik der sexualisierten Gewalt betreffend ist damit gemacht – es findet ein Umdenken statt und das Thema ist öffentlicher, wird nicht mehr so schnell klein geredet und/oder totgeschwiegen. Wünschenswert wäre nun das auch auf alle anderen Formen der Gewalt zu übertragen….

© S. Stolzenberg

 

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Situation Pflegender und Behinderter in Deutschland

In diesem Blogbeitrag möchte ich auf die schlechte Situation von Pflegekräften und Behinderten aufmerksam machen, die sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert hat.

Es wird in den nächsten Jahren immer mehr Pflegebedürftige geben und dass die Anzahl an Pflegebedürftigen – gerade im Alter – stetig zugenommen hat, liegt alleine schon daran, dass die Geburtenrate immer weiter zurück geht, die deutsche Gesellschaft immer älter wird. Diese Menschen haben unser Land nach dem Krieg wieder aufgebaut und verdienen es vernünftig im Alter gepflegt zu werden. Sie sind, wenn die Angehörigen die Pflege nicht übernehmen können auf die Pflegekräfte angewiesen.

Über die Situation von Pflegekräften haben sicherlich die meisten schon einige Informationen – alleine schon wegen der aktuellen politischen Debatte dazu – dennoch bin ich der Ansicht, dass auf deren Situation nicht oft genug hingewiesen werden kann.

 

Der Pflegeschlüssel umfasst die Bruttoarbeitszeit, also auch Urlaub, Krankheits- und Fortbildungszeiten sowie die komplette direkte und indirekte Pflege. Ob der jeweilige bundeslandbezogene Pflegeschlüssel auch die Pflegedienstleitung, den Sozialen Dienst oder andere Stellen enthält, ist in den jeweiligen Rahmenverträgen nach § 75 SGB XI auf Landesebene geregelt. Nicht darin enthalten sind die „Zusätzlichen Betreuungskräfte“ nach § 87 b SGB XI. Auf Grund der unterschiedlichen Pflegeschlüssel, nicht nur zwischen, sondern auch teilweise innerhalb der Bundesländer kann es immer zu Abweichungen von den hier genannten Kennzahlen kommen.(Quelle:  http://www.score-personal.de/pflegeschluessel-in-der-altenpflege/).

In Deutschland herrscht jedoch ein immenser Fachkräftemangel, denn Deutschland liegt gegenüber vielen Ländern weit zurück bei der Personalausstattung in der Krankenhauspflege. Ein Pfleger kümmert sich hier im Schnitt um 13 Patienten, nachts wird es angesichts des knappen Personals besonders prekär, dann muss eine Pflegekraft in Deutschland durchschnittlich 26 Patienten versorgen. (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/krankenhaeuser-wie-viel-pflege-braucht-der-patient-a-1133685.html).

Das bedeutet ein erhöhtes Burn-out-Risiko der Fachkräfte, mehr Krankentage, die dann aber von Kollegen und Kolleginnen aufgefangen werden müssen und eine qualitativ und quantitativ schlechte Pflege der Pflegebedürftigen.

Den Fachkräften steht für eine gute Versorgung der Patienten zu wenig Zeit zu Verfügung, was durch eine hohen Zeitaufwand für Pflegedokumentation noch verschlimmert wird, denn ca. 80-90% der Pflegezeit wird zu Dokumentationszwecken benötigt (Erfahrungswert im Austausch mit Fachkräften – dazu habe ich leider keine Quelle finden können). Es gibt auch oft keine festgelegten Standards dazu wer zum Beispiel für das falten von Handtüchern zuständig ist (auch das übernehmen zum Beispiel oft die Pfleger) und somit ist es dann leider unvermeidlich, dass den Patienten nicht zeitnah geholfen werden kann, die vielleicht sogar in einem Notfall minutenlang auf Hilfe warten müssen oder über längere Zeit in ihren Ausscheidungen liegen müssen, weil die Pfleger zeitlich zu sehr eingespannt sind.

 

Eine unhaltbare Situation ohnegleichen, aber zu einer besseren Pflege bedarf dem Einsehen der Entscheidungsträger in der Politik, dass Pflege nicht nach Wirtschaftlichkeit organisiert und berechnet werden kann, denn hier geht es um Arbeit mit Menschen. Wie könnte man das in Zahlen fassen?

Die Situation, in der sich erwachsene Pflegebedürftige befinden, stellt sich aber leider auch oft als schlecht dar.

Es gibt Pflegebedürftige, die von ihren Angehörigen gepflegt werden, die es sicherlich insgesamt sehr gut haben werden, aber da ist es (erfahrungsgemäß) leider oft auch so, dass sich dadurch die Beziehung (oft) teils zum Negativen verändert – der Pflegebedürftige nur noch auf seine Krankheit/Behinderung reduziert wird, da die Pflegeperson keinerlei Auszeiten hat (wobei ich darauf noch eingehen werde). Gibt es eine Entlastung der Pflegeperson, ist der Pflegebedürftige jedoch auch auf eine gute Fachkraft angewiesen und speziell bezogen auf eine Kurzzeitpflege würde da wieder der Pflegenotstand in den Pflegeeinrichtungen problematisch sein.

Wird ein Pflegebedürftiger aber von einem Pflegedienst gepflegt, war es bisher so, dass der Grundsatz ambulant vor stationär galt. Dies hat sich mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz grundlegend verändert, denn dieser Vorrang entfällt, sodass das Wohnen in den eigenen vier Wänden künftig oft nur dann „erlaubt“ werden wird, wenn es günstiger ist oder ein Leben im Heim unzumutbar ist. (sieh dazu §104 II SGB IX).

Doch es gibt noch weitere Einschränkungen durch das Pflegestärkungsgesetz:

  • Individuelles Leben – Fehlanzeige
    Nach dem Entwurf können viele Hilfen zwangsweise für mehrere Betroffene gleichzeitig erfolgen – das sogenannte „Poolen von Leistungen“. Individuelle Aktivitäten, wie sich mit Freunden treffen oder Kinobesuche, sind dann unmöglich. Es droht ein zwangsweises Leben in WGs und Heimstrukturen. (z.B. §116 II und §112 IV SGB IX)

Im Bundesteilhabegesetz wird in §116 Abs. 2 erstmals festgeschrieben, dass behinderte Menschen sich persönliche Assistenzkräfte teilen müssen, auch wenn sie dies nicht wollen.  Zwar wird diese Möglichkeit im Bereich des ambulanten Wohnens gemäß § 104 Abs. 3 S. 4 in Teilbereichen begrenzt, jedoch verbleibt es auch hier dabei, dass die Assistenz zum Beispiel in der
Freizeit gegebenenfalls gepoolt wird. Dies führt zu einer massiven Einschränkung der Selbstbestimmung. So kann zum Beispiel der Restaurant- oder Kinobesuch mit den eigenen Freunden verhindert, dafür aber eine Freizeitgestaltung mit anderen behinderten Personen, die
man sich nicht aussuchen kann, erzwungen werden. Auch die Auswahl der eigenen Assistenzkräfte, die man in die Privat- und Intimsphäre eindringen lassen muss, ist im Falle des Zwangspoolens nicht mehr möglich.

  • Behinderte dürfen nicht sparen
    Um die lebensnotwendigen Hilfen zu erhalten, dürfen behinderte Menschen kaum Geld sparen. Von ihrem Einkommen wird ihnen – neben den normalen Steuern und Sozialabgaben – 24% des über dem Freibetrag liegenden Einkommens abgezogen und Vermögen, also auch Bausparverträge oder Lebensversicherungen, dürfen sie nicht in einem Wert von mehr als zunächst 25.000 € besitzen (§137 II und §140 SGB IX). Bei Hilfe zur Pflege und auch bei der Blindenhilfe verbleibt es im Grundsatz bei 2.600 €.
  • Willst du mit einem behinderten Menschen zusammenleben? Gib dein Geld her!
    Wer mit einem behinderten Menschen in einer Partnerschaft lebt, muss – sobald man zusammen wohnt – so lange alle Hilfen für den Partner zahlen, bis er selbst weniger als 25.000 € besitzt. Ein geerbtes Elternhaus – weg. Eine Lebensversicherung – weg. (§140 I SGB IX)
    Bei Hilfe zur Pflege ist auch weiterhin zusätzlich auch ein Großteil des Partnereinkommens – weg.

Anmerkung dazu:

Menschen mit Behinderungen, die erwerbstätig sind und EGH beziehen, können künftig mehr von ihrem Einkommen und Vermögen behalten. Ab 2020 wird das Einkommen bis 30.000 Euro frei sein. Wer mehr verdient, leistet einen prozentualen Eigenbeitrag zu seinen Fachleistungen. Das Vermögen wird für diese Gruppe bis ca. 50.000 Euro anrechnungsfrei bleiben. Ab 2020 wird auch das Einkommen und Vermögen des (Ehe-)Partners anrechnungsfrei.

Für die 300 000 Beschäftigten in den Werkstätten wird das Arbeitsförderungsgeld auf 52 Euro verdoppelt. Für Empfänger von Grundsicherungsleistungen wird der Vermögensfreibetrag von heute 2.600 auf 5.000 Euro erhöht. – Nicht zuletzt schafft das BTHG neue Jobchancen in Betrieben und bessere Leistungen in Werkstatt, Weiterbildung und Studium. Im Zuge der Evaluierung des Bundesteilhabegesetzes werden wir prüfen, ob und in welchen Bereichen das Gesetz weiterentwickelt werden muss.

  • Behinderte sind nicht behindert genug
    Um Hilfen zu erhalten, muss man laut dem Entwurf in 5 von 9 Lebensbereichen eingeschränkt sein (§ 99 SGB IX). Wer z.B. aufgrund einer Sehbehinderung Hilfe zur Mobilität und beim Lernen benötigt, ist nicht behindert genug, um Eingliederungshilfe beanspruchen zu können.
  • Mit anderen Menschen kommunizieren? Nur wenn es wirklich wichtig ist!
    Hör- oder sprachbehinderte Menschen sollen nur dann Hilfen zur Kommunikation erhalten, wenn das aus „besonderem Anlass“ nötig ist. Sich mit Freunden, Bekannten oder der Kassiererin im Supermarkt verständigen – unwichtig. (§82 SGB IX)
  • Im Ausland studieren oder Entwicklungshilfe leisten? Nur wenn es billig ist!
    Hält sich ein behinderter Mensch vorübergehend im Ausland auf, erhält er dort nur dann Hilfen, wenn diese im Vergleich zu Deutschland bei gleicher Qualität günstiger sind. Ein Auslandssemester oder für eine Entwicklungshilfe-Organisation zu arbeiten – fast unmöglich. (§31 SGB IX)
  • Ein Behinderter will ehrenamtlich helfen? Dann soll er doch erstmal selbst um Hilfe betteln!
    Behinderte Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, erhalten hierfür keine Assistenz mehr. Sie sollen Familie, Freunde oder Nachbarn fragen. Andere Möglichkeiten sind nicht mehr vorgesehen. (§ 78 Abs. 5 SGB IX)

(Quellen hierzu: http://www.huffingtonpost.de/raul-krauthausen/die-10-groessten-maengel-_1_b_9882252.html und http://abilitywatch.de/2017/09/06/wahlpruefsteine/)

Unabhängig davon ist es aber auch so, dass es – gerade im Alter – immer mehr Pflegebedürftige gibt, die arbeitslos werden/sind und lange Zeit in der Arbeitslosigkeit verbleiben.

Und wer blind ist, hat aufgrund dieser Behinderung besondere Ausgaben, beispielsweise um eine Haushaltshilfe zu bezahlen oder um sich Hilfsmittel anzuschaffen. Blinde Menschen bekommen aber als Nachteilsausgleich kein Geld aus der Pflegeversicherung, sondern das Blindengeld. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Leistung des Bundeslandes, in dem man wohnt, und die Höhe der Unterstützung ist je nach Bundesland sehr unterschiedlich.

(Quelle:http://rollingplanet.net/immer-noch-keine-wiedervereinigung-beim-blindengeld/)

All das sind Dinge über die zumindest in der Politik gesprochen wird und über die die meisten Menschen zumindest einige Informationen haben, aber wie sieht es für pflegende Angehörige aus?

„Rund 75 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt. Bei mehr als der Hälfte davon übernehmen Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn die komplette Pflege allein. Damit sind pflegende Angehörige die tragende Pflegesäule in Deutschland. 64 Prozent aller pflegenden Angehörigen leisten eine „Rund-um-die-Uhr-Pflege“, die im Umfang oft weit über eine Vollzeitbeschäftigung hinausgeht. Obwohl sich der wirtschaftliche Wert der Familienpflege auf rund 37 Milliarden Euro pro Jahr beläuft, leben 284.000 pflegende Angehörige in Haushalten mit ALG II-Bezug. Ihre weitgehend unbezahlte Arbeit wird nicht anerkannt, obwohl sie einer der Pfeiler unseres Pflegesystems sind. Sie tragen mehr zur Entlastung des Sozialsystems bei als alle Leistungen der sozialen und privaten Pflegeversicherungen zusammen.

Doch nach wie vor werden pflegende Angehörige allein gelassen mit dem Dschungel aus Informationen und sich ständig verändernden Gesetzen. Nötige Hilfsmittel, Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten werden von den Pflege-oder Krankenkassen häufig abgelehnt oder müssen mit viel Einsatz und Zeit erkämpft werden.

Viele pflegende Angehörige können nicht mehr berufstätig sein. Sie müssen ihre Arbeit reduzieren oder aufgeben, weil sie mit ihrer Pflegeleistung und -verantwortung nicht vereinbar ist. Damit verlieren sie ihre eigene soziale Absicherung, die in minimalistischer Weise aufgefangen wird. Bedenkt man, dass die durchschnittliche Pflegedauer bei 9,3 Jahren liegt, werden die Auswirkungen bewusst.

Nötige Auszeiten sind kaum möglich und müssen erst einmal finanziert werden. Pflegende Angehörige kümmern sich oftmals sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr, teilweise auch mit mehrmals unterbrochenen Nächten – ohne Anspruch auf Urlaub oder freie Wochenenden. Selbst wenn sie krank sind, geht die Pflege trotzdem weiter.

Neben der finanziellen Verarmung sind viele Pflegende sozial verarmt. Sie kommen nur noch selten raus und vielfach reduziert sich ihr Familien-, Freundes-und Bekanntenkreis. Pflegen macht einsam.“

Susanne Hallermann, von der Initiative gegen Armut durch Pflege. (Quelle:https://www.finanzen.de/news/17944/pflegende-am-limit-pflegen-macht-arm-und-einsam)

Hierzu möchte ich noch einiges ergänzen.

Ich beschreibe im Folgenden einige Schwierigkeiten mit denen pflegende Angehörige zu tun haben.

Erst mal werden pflegende Angehörige nicht nur mit den möglichen Informationen alleine gelassen und werden oft nicht mal von den Krankenkassen über mögliche Hilfen (Entlastungsbeitrag, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Haushaltshilfe bei Erkrankung der Pflegeperson,..), von den Finanzämter über steuerliche Vorteile (Behinderten- und Pflegepauschale) und den Sozialämter über mögliche Hilfen (Eingliederungshilfe) informiert, es werden oft auch nötige Hilfen abgelehnt oder erst nach Widerspruch oder Klage bewilligt. Zeit, die pflegende Angehörige oft nicht aufbringen können oder für die Kraft fehlt, die man anderweitig innerhalb der Pflege investiert hat.

Ist man dann aber doch darüber informiert und möchte gerne Hilfen in Anspruch nehmen, etwa eine Kindsbetreuung mittels eines Pflegedienstes (als Beispiel), kann es passieren, dass dafür gar kein Personal zur Verfügung steht, denn gerade im Bereich familienentlastender Dienste für pflegende Angehörige von behinderten/kranken Kindern ist es so, dass es nur wenige Pflegedienste gibt, die das (ergänzend zu Caritas und Lebenshilfe) anbieten und dann sind die personellen Möglichkeiten eventuell schnell ausgeschöpft.

Es gibt auch immer weniger heilpädagogischen Kindertagesstätten und die integrativen Kindertagesstätten sind teils aber noch mit der Aufgabe Inklusion überfordert und können (oder teils wollen) keine schwerstbehinderten Kinder aufnehmen. Ein Problem, dass sich leider (erfahrungsgemäß) vor allem in Großstätten abzeichnet. Integrationshelfer werden auch eher selten bewilligt und dann kann es sein, dass auch da das Problem von zu wenigem Personal herrscht.

Sind die Kinder dann in dem Alter eingeschult zu werden, stehen die Eltern vor der Entscheidung, ob inklusiv auf einer Regelschule oder exklusiv auf einer Förderschule unterrichtet werden soll, sofern das noch möglich ist. Denn immer mehr Förderschulen werden wegen des Gedanken der Inklusion (Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, dass Deutschland ein inklusives Bildungssystem gewährleistet. (Quelle:http://abilitywatch.de/2017/09/06/wahlpruefsteine/)) geschlossen.

(Siehe dazu:https://www.ecosia.org/search?p=0&q=geschlossene+f%C3%B6rderschulen).

Entscheiden sich die Eltern dann für eine inklusive Beschulung gibt es Hilfen, die für das Kind beantragt werden können, aber auch über diese wissen leider viele Eltern nicht Bescheid. Es kann etwa ein Schulbegleiter beantragt werden, wobei es (so scheint es erfahrungsgemäß) leider immer öfter zu Ablehnungen kommt oder der Austausch zwischen Eltern und Schulbegleiter von den Schulen, den Trägern und/oder den Schulbehörden nicht mehr gewünscht ist (Erfahrungswert). Dies trägt jedoch nicht zu einer guten Unterstützung und Förderung des Kindes bei.

Dann können noch Nachteilsausgleiche für das Kind beantragt werden; sie dienen dazu, Einschränkungen durch Beeinträchtigungen oder Behinderungen auszugleichen oder zu verringern. Es gibt jedoch keine einheitlichen schulrechtlichen Regelungen in den verschiedenen Bundesländern zum Ausgleich „behinderungsbedingter“ Nachteile. (Quelle:https://www.autismus-verstehen.de/kinder_und_jugendliche/schule/nachteilsausgleich.html).

Außerdem ist es so, dass viele Nachteilsausgleiche nicht bewilligt werden.

Zu dieser Problematik ist es dann auch so, dass Inklusion oft nicht in vollem Maße umgesetzte werden kann, weil es an Personal (Sozialpädagogen) mangelt, Schulungen zur Thematik nicht angeboten und/oder genutzt werden und den Schulen oftmals die Mittel fehlen Rahmenbedingungen wie Rückzugsräume oder barrierefreie Räumlichkeiten zu schaffen (hierzu habe ich leider auch keine Quelle finden können).

Wollen Eltern ihrem behinderten Kind als Absicherung etwas vererben, damit es z.B. nicht auf staatliche Grundsicherungsleistungen angewiesen ist, ist es auch so, dass das Kind  – wenn es Hilfe zur Pflege bekommt – weiterhin den kompletten Betrag, bis auf 2.600 €, abgeben muss. (Quelle:http://www.huffingtonpost.de/raul-krauthausen/die-10-groessten-maengel-_1_b_9882252.html).

Pflegende Angehörige haben aber nicht nur mit den Kosten der Pflege, der Problematik Informationen zu erhalten (meist durch vereinzelt gutes Personal, dass Auskünfte erteilt oder durch den Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen) und diversen Anträgen (Inklusion) zu kämpfen, sie haben oft auch wenig Zeit, weil viele zusätzliche Termine (bei schwerkranken Pflegebedürftigen etwa Termine bei Fachärzten) ausgemacht werden müssen, bei Autismus kommt auch noch hinzu, dass zur Weiterbewilligung der Autismustherapie jährlich nachgewiesen werden muss, dass diese Behinderung weiterhin besteht. Durch die Zeitintensität (aber auch durch andere Faktoren)  der Pflege haben pflegende Angehörige oft auch kaum Zeit soziale Kontakte zu pflegen, verarmen dadurch auch sozial – wie oft auch finanziell und erhalten dafür das Pflegegeld. Oftmals ist es zudem auch so, dass die pflegenden Angehörigen nicht nur kaum Unterstützung durch andere Angehörige erhalten, es da oft (erfahrungsgemäß) leider auch zu Kontaktabbrüchen, Vorwürfen und Nichtverstehen kommt.

Diese Leistung von pflegenden Angehörigen wird gesellschaftlich aber nicht anerkannt. Sie werden sogar oft als Sozialschmarotzer dargestellt, die nicht arbeiten wollen (Erfahrungswert) oder ihnen wird sogar zum Vorwurf gemacht sich diese Situation selbst ausgesucht zu haben (gerade bei Behinderungen, die schon pränatal erkannt werden können, wird oft darauf hingewiesen, dass eine Abtreibung möglich gewesen wäre – Erfahrungswert).

Anmerkung zur Grafik: Diese Daten beziehen sich noch auf Pflegestufen, nicht auf die aktuellen Pflegegrade

 

Warum wird das nicht auch mal politisch thematisiert und das idealerweise nicht, wenn Wahlen anstehen?

© S. Stolzenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Published in: on 20. September 2017 at 22:52  Schreibe einen Kommentar  

Mal wieder Urlaub :-)

Nachdem wir letztes Jahr nicht in Urlaub fahren konnten, wurde es mal wieder Zeit für uns, besonders, weil wir dieses Jahr einige harte Zeiten durchgemacht haben, worauf ich hier aber nicht weiter eingehen möchte, da es auch die Privatsphäre anderer verletzten würde…

Am 29.08. war es dann endlich soweit und wir konnten in den Uralub nach Bredene starten, fuhren aber etwas später los, da wir erst gegen 15 Uhr die Schlüssel bekommen konnten. Nachdem wir dann die Taschen in die Wohnung geladen hatten, wollten wir essen gehen, hatten vorab auch schon mal im Internet geschaut wo man gut essen gehen könnte und das Lokal, das wir uns ausgeguckt hatten sollte ein sehr gutes sein – es existiert nur leider bereits seit einem Jahr nicht mehr, wie wir erfuhren. Wir gerieten dann auch noch in einen starken Regenschauer und wurden sehr nass. Ein „schöner“ Start in den Urlaub, besonders da das Essen in dem Hotel, in dem wir dann waren auch nicht besonders lecker war 😦 . Unser Junior war dadurch dann natürlich etwas unruhige und wieder in der Wohnung dann auch kurzzeitig mal etwas lauter, was uns dann eine Beschwerde der Nachbarin unter uns einbrachte, die aber scheinbar bemerkte, dass wir Urlauber sind, die sie nicht verstanden, da sie auf flämisch mit uns sprach…

An unserem zweiten Urlaubstag konnten wir dann durch etwas besseres Wetter auch endlich an den Strand und unser Wirbelwind wollte direkt mit den Füßen ins Wasser, lief immer wieder auf die Wellen zu und dann davor weg :-D.

 

Am Abend sind wir dann nach De Haan gefahren, wo wir ein bißchen Zeit an der (in Bredene nicht vorhandenen) Promenade und am Strand verbrachten und im Tiffanys sehr lecker gegessen haben :-).

Am folgenden Tag sind wir dann nach Blankenberge gefahren, um uns da ein bißchen die Fußgängerzone und das Serpentarium anzusehen, dass zwar klein ist, aber dennoch sehr schön und die Fußgängerzone lohnt sich eh immer wieder :-). Natürlich waren wir dann aber auch wieder am und im Wasser.

Wir konnten dabei auch einigen Möwen sehr nah kommen, die wenig scheu waren und hatten ein sehr schönen Tag. Am Abend wurden wir dann noch (nach dem ersten selbst gekochten Essen) mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt:

An Tag vier wollten wir dann mal etwas geschichtlich relavantes erkunden und fuhren nach Oostende, um uns da das Fort Napoleon anzusehen, in dem eine Bilderausstellung zu sehen war.

 

Wir haben dann auch schon ein bißchen den Bereich des Yachthafens erkundet:

Da es aber schön war warm war (ich hab mir da einen ordentlichen Sonnenbrand geholt), haben wir uns dann erst mal in der Wohnung umgezogen und ein wenig ausgeruht, bevor es wieder nach Oostende gin, wo wir dann den japanischen Garten besichtigt haben, auf der Promenade unterwegs waren, wieder sehr lecker gegessen haben (an diesem Tag… dazu aber später mehr) und wieder am und im Wasser waren, wobei unser Junior diesmal nicht mit den Wellen „fangen spielen“ wollte, sondern immer wieder über die kleinen Wellen gesprungen ist und damit sein „Schlümpfeeis, dass es zum Nachtisch gegeben hatte, verdauen konnte :-D. Außerdem haben wir eine riesengroße Feuerqualle gesehen…

 

Leider war das aber auch der einzige sehr sonnige Tag, den am folgenden Tag hat es fast nur geregnet :-(. Wir haben den Tag deswegen überwiegend in der Wohnung verbracht, sind aber auch in Regensachen an den Strand und mit den Füßen in das (an diesem Tag sehr kalte) Wasser gegangen. Spannend war für Junior heute dem Training der LIfe guards zusehen zu können.

Unser vorletzer Tag war vor allem eins: Sehr windig, so dass wir erst mal im Ort unterwegs waren:

Auf dem letzten Bild kann man gut erkennen wir windig es war…

Abend sind wir dann nochmal nach Oostenden gefahren, wo wir den Bereich vom Yachthafen zur Promenade erkundet haben und dann eigentich auch nochmal lecker essen gehen wollten. Wir waren im selben Lokal wie beim ersten mal in Oostende aber diesmal war das essen gar nicht gut – die Steaks haben wir sogar zurück gehen lassen und die Pizza für unseren Sonnenschein, die nicht scharf sein sollte, war scharf, so dass er in der Wohnung nochmal ein Brot aß… :-(. Aber immerhin konnten wir nochmal ein paar tolle Eindrücke erfahren, Möwen ganz nah kommen und ein paar tolle Bilder machen:

Da es in Bredene, wo wir und noch ein wenig Strandsand mitgenommen hatten, leider keine Spielhallen gibt, in denen auch Kinder spielen sürfen, wollten wir unserem Wirbelwind dann eine Freude machen und sind deswegen mit ihm nach Koksijde gefahren, da wir wussten, dass es diese Spielhallen dort gibt (immerhin waren wir vor zwei Jahren da im Urlaub), aber die eine existiert nicht mehr und die andere hatte zu 😦 Außerdem war uner Schatz völlig damit überfordert, dass wir dahin gefahren sind, obwohl wir ihm gesagt, dass wir an diesem Tag nach Hause fahren würden (obwohl wir ihn darauf vorbereitet hatten) und so haben wir da nur ein paar MUscheln gesammelt und uns dann auf den Weg nach Hause gemacht. Leider kamen wir dann noch in einen Stau und haben uns ein bißchen verfahren, wodurch wir fast vier Stunden unterwegs waren und dementsprechend geschafft am Abend zu Hause ankamen.

Jetzt heißt es dann erst mal wieder im „Alltag“ ankommen, wobei in den weiteren Ferienwochen noch viele tolle Ausflüge geplant sind :-).

 

 

Published in: on 6. August 2017 at 01:19  Schreibe einen Kommentar  

Der Täter im Fokus, das Opfer wird vergessen

Im Rahmen einer Diskussion, die ich heute auf Facebook verfolgt habe, auf die ich hier aber gar nicht weiter eingehen möchte, weil es nicht lohnt, ist auch eine Äußerung gefallen, die leider zutreffend ist und mich dennoch wütend gemacht hat. Diese konkrete Aussage besagte, dass Sexualdelikte durch Fremdtäter generell immer zu einer starken Verunsicherung von Frauen aus dem jeweiligen Ort führen würde – ganz im Gegensatz zu Sexualdelikten, die durch Täter begangen werden, die aus dem direkten Umfeld des Opfers kommen.

Anmerkung: Es ging um einen konkreten Fall, in der die Polizei Frauen gewarnt hatte abends nicht mehr das Haus zu verlassen, sich in Gruppen aufzuhalten, weil der vermeintliche Täter, der auch gefasst wurde, vier Frauen vergewaltigt hatte. Wie der aktuelle Stand der Ermittlungen ist, ist mir nicht bekannt, spielt für den Inhalt dieses Blogbeitrages aber auch keine entscheidende Rolle.

Dieser Satz, dass ein Sexualdelikt mit einem Fremdtäter zu einer stärkeren Verunsicherung führt, da er meist stärker in den Medien präsent ist, stimmt zwar leider, machte mich aber dennoch wütend und war Grund genug für mich diesen Blogbeitrag zu schreiben. Warum? Das erläutere ich im Folgenden.

Missbrauch durch einen bekannten Täter:

Ein Missbrauchsfall ist immer schlimm, aber bei den meisten Delikten handelt es sich nicht um Fremdtäter, sondern um bekannte Täter – meist sogar Verwandte des Opfers, wodurch sich die Opfer noch schwerer tun den Missbrauch zur Anzeige zu bringen. Hier spielen neben dem Schamgefühl und der Angst oft auch ein Gefühl mitschuldig zu sein oder ein falsches Verständnis von Verantwortung mit rein, da die Opfer oft denken andere Verwandte schützen zu müssen – sie nicht belasten zu wollen und deswegen wird geschwiegen. Es ist also schwer genug sich zur Anzeige durchzuringen, aber dann muss das Opfer immer und wieder über den Missbrauch sprechen – im der Vernehmung, im Gerichtsprozeß. Dennoch wird es auch durch die Medien verschwiegen, selbst, wenn mal ein solcher Missbrauchsfall bekannt wird – nur die wenigsten werden medial erwähnt und dann selten ähnlich stark wie ein Fall durch einen Fremdtäter. All das wird bei der Aussage über Missbrauchsfälle durch Fremdtäter völlig außer Acht gelassen.

Gäbe es ähnlich intensive Berichte über diese Missbrauchsfälle würden diese anderen Frauen aus dem direkten Umfeld des Täters sicher ebenso verunsichern, wie es bei Fremdtätern der Fall ist.

Missbrauch durch einen Fremdtäter:

Der Missbrauch durch einen Fremdtäter löst in vielen Opfern neben Schamgefühlen und Angst auch das Gefühl aus vielleicht zu wenig Gegenwehr gezeigt zu haben, andere Opfer sehen sich Vorurteilen der schwachen Frau ausgesetzt oder sogar Äußerungen, dass sie eine Mitschuld tragen würden, weil sie aufreizend angezogen waren. Die wenigsten von ihnen haben den Mut und die Kraft den Täter anzuzeigen und sich immer wieder mit dem erlebten Missbrauch auseinander zu setzten. Das zusammen mit dem erlebten Missbrauch wäre schon schlimm genug für die Opfer, aber damit nicht genug.

Sie werden nicht mehr als Individuen wahr genommen, auf das Opfersein reduziert und dennoch mit der Zeit vergessen.

Warum das?

Es ist ganz einfach: In den Medien wird kaum über die Opfer berichtet, jedoch sehr viel über den Täter – seine Herkunft, seine Lebenssituation, seine Beweggründe, sofern diese in den Ermittlungen ersichtlich werden, das Strafmaß, das verhängt wird – über die Opfer jedoch schreibt dann kaum noch einer – es sei denn in Fällen wie dem von Natascha Kampusch.  Auch in privaten Gesprächen jedoch geht es kaum jemanden darum wie es dem Opfer geht, welche Hilfen es benötigen könnte, was präventiv getan werden könnte oder in welcher Lebenssituation das Opfer war, als es den Missbrauch durchleben musste. Auch diese Dinge wären wichtig zu untersuchen denn dadurch könnte geschaut werden was getan werden könnte, um Opfer besser zu schützen – ein Mensch, der wenig Selbstbewusstsein hat etwa wird schneller zum Opfer, als ein selbstbewusster. Dazu kommt, dass man den Opfern eigentlich nur dann Gehör schenkt, wenn sie über das durchlebte berichten, es staut sich eine Wut und eine Ohnmacht auf und damit wird der Fokus auf den Täter, den Missbrauch und das Opfersein gelegt, nicht darauf den Menschen im Opfer zu sehen. Jede Frau, die Opfer wurde, ist nicht nur Opfer, sondern eine Individuelle Persönlichkeit, die vielleicht keine Gesprächstherapie benötigt, aber sich dennoch gerne austauschen möchte, eine Frau, die dazu aber gar nicht mit anderen ins Gespräch kommen dürfte, es sei denn der Gesprächspartner war selbst einmal Opfer eines Missbrauchsfalls.

Warum passiert das?

Natürlich ist die Wut und die Ohnmacht verständlich, wenn über einen Missbrauchsfall berichtet wird – es wäre auch schlimm, wenn uns das nicht berühren würde, es ist auch gut, dass meist wenige persönliche Informationen über das Opfer bekannt werden, da sich Angehörige sonst vielleicht mit Vorwürfen konfrontiert sähen, dass sie nicht da waren um zu beschützen und hätten damit keines Zeit mehr für das Opfer da zu sein. Genauso wichtig ist es auch, dass der Täter nicht namentlich genannt wird, damit seine Familie geschützt ist. Aber dennoch sollte der Fokus nicht auf den Tätern liegen.

Welche Alternativen gäbe es?

Man könnte statt den Fokus auf die Tat an sich zu legen einen kurzen objektiven Bericht schreiben ohne auf all die Dinge, die den Täter ausmachen einzugehen. Diesen kurzen Bericht könnte die Presse dann zum Anlass nehmen mal mit ehemaligen Opfern Interviews zu führen welche Hilfen sie sich gewünscht hätte – in finanzieller Hinsicht, aber auch was Therapien betrifft oder den Umgang der Gesellschaft mit ihnen. Es könnten Interviews mit Beratungsstellen wie Tauwetter, Wildwaser, Zartbitter und weiteren geführt werden oder auch mit Mitarbeitern des Projektes „kein Täter werden“. Warum wird nicht mal ein Bericht über das Theaterstück „mein Körper gehört mir“ geschrieben oder ein örtlicher Verein vorgestellt. Nein damit werden die Opfer alleine gelassen. Sie müssen sich alleine auf die Suche nach einem guten Anwalt machen, sich über den Ablauf eines Prozesses informieren, sich eine Beratungsstelle suchen, sich wegen einer Entschädigung informieren, einen Therapieplatz suchen und vieles mehr, während über den Täter und den Prozess ausführlich berichtet wird. Und wäre das all das nicht schlimm genug werden sie dann auch noch auf das Opfersein reduziert und damit wird dann rechtfertigt, dass viele Frauen im betroffenen Ort Angst haben. Diese Ängste sind schlimm und nachvollziehbar, aber warum wird dann nicht darüber berichtet wie man präventiv handeln könnte – etwa durch einen Selbstverteidigungskurs. Man könnte darüber schreiben, dass potenzielle Opfer in einer Gefahrensituation laut werden sollten, sich Gehör verschaffen sollen, das sie nicht nur schreien, sondern auch treten, kratzen, beißen dürfen und müssen, dass öffentliche Orte aufgesucht werden sollte, die hell sind und an dem sich viele Menschen aufhalten, dass man Kindern nicht beibringe sollte sich nur an ein Geschäft zu wenden, da auch da potenzielle Täter sein könnten, sondern besser an die örtliche Feuerwehrleitzentrale oder die Polizeistation.

Warum all das nicht geschieht kann ich nur mutmaßen, dass es vielleicht aus der Wut der Journalisten über die Missbrauchsfälle begründet ist…

All diese Empfindungen und unzureichenden Hilfen sind aber für Opfer schon schwer genug auszuhalten, wird dann aber noch die pauschale Angst der Frauen im Ort mit der eigenen erlebten Missbrauchserfahrung begründet ohne jegliche weitere Gedankengänge zu der Thematik Missbrauch zu äußern (etwa welche Hilfen geschaffen werden könnten) ist das ein Missbrauch mit dem Missbrauch, da die Opfer in Vergessenheit geraten oder im besten Fall „nur“ auf ihr Opfersein reduziert werden, sie aber dennoch kaum Gehör bekommen.

Das sind dann Äußerungen, die mich durchaus wütend stimmen!

© S. Stolzenberg

Blogparade „Brief für Dich“ oder „Was ich an Dir schätze“

Ich möchte hier gerne eine Blogparade mit dem Titel Brief für Dich ins Leben rufen, wobei die Briefe von Eltern an ihre Kinder geschrieben werden sollten und da all das hervor gehoben werden sollte, was unsere Kids besonders gut können, was wir an ihnen schätzen und welche liebenswerten Eigenschaften sie haben.

Mein Brief ist an unseren kleinen Wirbelwind, wobei ich erklärend hinzufügen sollte, dass er Autist mit Entwicklungsverzögerung und Wahrnehmunsstörung ist.

Unser kleiner Wirbelwind Du  bist ein wundervoller, liebenswerter kleiner junger Mann, der mir eine Welt gezeigt hat, die ich vergessen hatte. Durch Dich kann ich mich wieder an all den kleinen, scheinbar selbstverständlichen Dingen des Lebens wie einem Schmetterling im Frühling, einer kühlen Brise im Sommer, einem bunten Blatt im Herbst oder auch dem fallenden Laub, einem Schneemann im Winter und vielen anderen Dingen erfreuen, die ich lange nicht mehr wirklich wahr genommen habe. Durch Dich fallen mir diese Dinge wieder stärker auf und ich kann sie mehr genießen. Ich freue mich wieder mehr über das Singen der Vögel oder einen spielenden Hund, weil ich durch Dich erkannt habe, dass es keine selbstverständlichen Dingen sind, diese wahrzunehmen. Ich möchte Dir danke sagen für Deine lebensfrohe, lebensbejahende und offene Art, obwohl Du immer wieder zu kämpfen hast mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, weil sie mit deiner „anderen“, teils wilden Art nicht umgehen können und du dich auch (noch) nicht so gut ausdrücken kannst. Danke für Deine Freundlichkeit, die ansteckend ist und jedem zum lächeln bringt, der von Dir angesprochen wird. Ich möchte Dir auch danken, dass Du immer uns immer wieder in Deine Welt mitnimmst, in der es so viel Schönes zu erleben und entdecken gibt. Durch Dich bin ich kreativer geworden, da Du Deinen Körper nicht so gut spüren kannst und lange Zeit nur feste Reize zulassen konntest, wodurch wir tolle Spiele entwickelt haben, die andere Familien gar nicht kennen. Du hast mir wieder gezeigt, dass Kommunikation eben nicht nur Sprache, sondern auch Gestik, Mimik und auf Dinge zeigen bedeutet – eine Kommunikation, auf die ich lange Zeit gar nicht mehr so stark geachtet habe. Danke Dir habe ich das wieder gelernt, weil Du lange kaum gesprochen hast. Durch Dich und besonders durch Deine Behinderung habe ich gelernt, dass man jedem Menschen vorurteilsfrei und offen begegnen sollte (was ich vorher nicht immer von mir sagen konnte) und sich erst durch das Kennenlernen des Menschen ein Bild schaffen kann. Ich danke Dir dafür, dass Du dem Temperament Deines Papas eine ansteckende Ruhe und Gelassenheit entgegenbringst, so dass er gelernt hat wie es sein kann über viele kleine Ärgernisse hinweg zu sehen. Ich danke Dir dafür, dass Du uns jeden Tag forderst, um uns immer wieder mit Deinem ansteckenden Lachen dafür zu danken. Ich habe durch Dich gelernt zu kämpfen und mit allem was ich habe und bin für das einzustehen, was mir wichtig ist oder Dir zusteht. Ich habe durch Dich gelernt, dass es nicht wichtig ist wann ein Entwicklungsschritt erfolgt, man sich sogar, wenn er erst verspätet eintritt umso mehr darüber freuen kann und bin über jeden kleinen Fortschritt, den Du machst mächtig stolz. Ich danke Dir dafür, dass Du für andere einsteht und bei Ungerechtigkeiten auch deren Recht einforderst und stolz darauf, dass Du andere nicht nur beschützen möchtest, sondern sie auch tröstest, wenn sie traurig sind. Du bist, wenn Dein Papa nicht da ist, der Mann im Haus und ich finde es toll, wie ernst Du das nimmst (manchmal aber zu sehr). Ich danke Dir, dass wir immer wieder eine spannende, interessante und aufregende Zeit mit Dir erleben dürfen und Du unser Leben so sehr bereicherst. Ich danke Dir, dass Dein Papa und ich sooo wichtige Menschen für Dich sind und wir Deine Eltern sein dürfen. Danke, dass Du unser Sohn bist. ♥ ♥ ♥

Ich würde mich freuen, wenn sich hier viele Menschen mit Briefen an ihre Kids beteiligen würden (nicht nur per Blog, sondern auch gerne über die Kommentarfunktion hier oder auf meiner FB-Seite) natürlich auch gerne, wenn das Kind kein Handycap hat ;-).

© S.Stolzenberg

Das pauschale Verurteilen eines Menschen

Ich lese leider sehr oft in den diversen Gruppen in Facebook, wo ich sehr aktiv bin, dass behinderte Kinder – im besonderen mit einer geistigen Behinderung, AD(H)S und/oder Autismus – wegen bestimmter, für Außenstehende nicht nachvollziehbarer Verhaltensweisen, als schlecht erzogen, frech, dumm, böse seien und man oft auch „gesunde“ Regelkinder, die Geschwisterkinder sind bevorzugt behandelt, meist aber nicht mal von Fremden, wie man es meinen könnte, sondern leider überwiegend von Familienmitgliedern (oft der älteren Genration) und dazu möchte ich heute mal etwas schreiben….

Ich verstehe durchaus, dass es für viele Menschen, die sich nicht mit den Behinderungen beschäftigt haben, sich nicht oder nur sehr wenig informiert haben und einige Verhaltensweisen dann durchaus nicht verstanden werden oder sogar als frech, aufmüpfig,.. verstanden werden könnten. Ich kann auch durchaus nachvollziehen, wenn dann das Kind darauf angesprochen wird und man diese Handlung (hauen, treten, weinen, schreien als Beispiele) kritisiert und erklären möchte warum ein solches Verhalten als unangemessen und frech empfunden wird. Ich kann es ebenfalls verstehen, dass es eine Überforderungshandlung sein kann, wenn ein Kind für eine als unangemessen empfundene Handlung kritisiert wird, aber ich kann es nicht verstehen, wenn deswegen der gesamte Mensch abgewertet wird. Ein Kind, das sich (scheinbar) frech, böse, dumm,… verhält, ist es deswegen nicht!

Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen und auch daran sollte in der Situation gedacht werden, natürlich darf ein hauen nicht einfach abgetan werden und eine Diagnose kann und sollte auch nicht ein solches Verhalten entschuldigen, aber es kann dieses Verhalten erklären und man sollte dann zwar darauf angemessen reagieren, aber der Persönlichkeit des Kindes entsprechend. Man sollte nicht direkt sanktionieren, sondern erst mal erklären warum man nicht so handeln darf und bei bewusster (nicht diagnoseabhängiger) Wiederholung sollte es zu einer Konsequenz kommen.

Wir alle machen Fehler, reagieren mal über oder verhalten uns unschön, möchten dann aber auch nicht umgehend als Arschloch, dumm, böse,.. dargestellt werden, sondern lieber kritisch darauf hingewiesen werden, dass man überreagiert, sich falsch, übertrieben, unpassend verhalten hat – vielleicht noch mit einem Hinweis wie man es hätte besser machen können.

Warum wird dann gerne bei Kindern – im speziellen mit einem Handicap – so schnell pauschal verurteilt? Sind diese Kinder weniger wert? Haben diese Kinder nicht dieselben Rechte, wie jeder andere?

Das besonders schlimme daran ist aber, dass die Eltern, die aufklären, erklären, Beweggründe näher bringen, informieren oftmals nicht ernst genommen werden, Diagnosen als falsch dargestellt werden und Aufklärung nicht nutzt, sondern diese Kinder weiterhin pauschal verurteilt werden.

Traurig, dass Menschen Rechte für sich einfordern, diese aber nicht auch auf andere anwenden…..

© S. Stolzenberg

Das erste bewusst wahrgenommene Weihnachtsfest oder auch Weihnachten (fast) ohne Stress

Schon in der Vorweihnachtszeit konnten wir feststellen, dass unser Wirbelwind dieses Jahr Weihnachten sehr viel bewusster wahr nehmen würde, als in den letzten Jahren, da er nicht nur täglich darauf bestand seine Türchen vom Adventskalender zu öffnen, sondern auch spätestens nach Nikolaus täglich fragte wann denn nun endlich Weihnachten sei und er seine Geschenke bekommen würde. Anfangs konnten wir das nur mit Hilfe des Kalenders zeigen, später reichte es dann, wenn wir antworten wie oft er noch schlafen müsste und er zählte dann auch immer mit. Je näher Weihnachten kam, umso nervöser und aufgeregter wurde unser Wilder, aber er wollte dieses Jahr auch zum ersten mal einen Brief an den Weihnachtsmann schreiben, indem er sich aber nicht „nur“ seine Geschenke wünscht, sondern auch, dass es allen Familienmitgliedern gut gehen sollte und einem Familienmitglied im speziellen vom Weihnachtsmann geholfen werde sollte, dem es leider schon länger (alter- und krankheitsbedingt9 nicht mehr so gut geht…..er bekam auch eine (leider standardisierte)  Antwort, die wir ihm aufgehoben haben in seinem Erinnerungsbuch.

 

Es dauerte ihm viel zu lange, doch nach langem warten, war dann endlich Weihnachten und es musste „nur“ noch die aufregende Wartezeit bis zum Heiligabend geschafft werden, in der wir viel spielten, meine Oma besuchten und schon mal das Essen kochten, während unser Wilder fernsah.

 

Dann war es endlich soweit und der Weihnachtsmann war da und unser süßer Wildfang war ganz aufgeregt und nervös, konnte kaum auf seinem Stuhl sitzen bleiben, rückversicherte sich immer wieder bei Papa und Mama, hörte dem Weihnachtsmann aber auch ganz gespannt zu. Als dieser unserem Süßen erklärte, dass wir zusammen noch daran arbeiten müssten, dass er bei Müdigkeit nicht so übermäßig albern wird, wurde er sehr ruhig und war angespannt, freute sich dann aber umso mehr, als der Weihnachtsmann ihn dafür lobte wie hilfsbereit, freundlich, fröhlich, mitfühlend, rücksichtsvoll,….. er ist und war auch etwas stolz auf sich und versprach dem Weihnachtsmann, mit dem er auch ein Foto machen durfte mit dem auspacken der Geschenke zu warten, bis der Weihnachtsmann wieder weg sei. Er war dann nur ein wenig enttäuscht, weil er die Rentiere nicht sehen konnte, die laut Weihnachtsmann aber vor der Stadt standen. Er war dann aber erst mal hungrig, so dass wir erst aßen und er dann erst seine Weihnachtsgeschenke vom Weihnachtsmann, den beiden Wichteln und seiner FUD-Fee auspackte. Er freute sich über jedes einzelne Geschenk ganz doll und kam aus dem Staunen gar nicht heraus – da merkten wir, dass er es zum ersten Mal richtig bewusst erlebte 🙂 ♥ .  Er sagte nur noch „wie cool“, „super“ und bei den ganz besonders tollen Geschenken (auch jeweils einem von seinen Wichteln) „ich kann es kaum fassen“♥. Er war ein absolut glückliches Kind, das einfach nur strahlte und sein Glück kaum fassen konnte. Er bestand dann aber auch darauf, dass Papa und Mama seine aus der Schule mitgebachten und selbst gekauften  Geschenke auspacken sollte. Er war ganz stolz, dass wir uns so sehr über seine Geschenke freuten du ihm auch für eines davon (ein Bild) versprachen dafür einen Ehrenplatz zu finden. Unser Süßer wollte dann noch ein bisschen kuscheln und knutschen, sagte uns wie sehr er uns lieb hätte und bedankte sich für den wunderschönen Tag. ♥ ♥ ♥

 

Es war einfach nur ein schöner, glücklicher, fantastischer Tag, der uns alle mit Freude erfüllt hat ♥ ♥ ♥.

 

Der erste Weihnachtstag war für uns alle etwas stressiger, aber dennoch auch sehr schön. Zum Frühstück kam eine unserer Nichten und ihre Mutter, die sehr schöne Geschenke für unseren Wilden hatten. Hier hat sich unser Schatz aber weniger über die Geschenke gefreut, sondern viel mehr mit seiner Cousine in seinem Zimmer spielen zu können, weil er sie gerne öfter sehen würde und sie als seine Freundin betrachtet. Er war dann auch sehr froh, dass sie seiner Bitte nachkam und wollte die beiden am liebsten gar nicht gehen lassen 😀 .  Dann durfte er ein wenig ausruhen, während Papa und Mama das Mittagessen machten und schon der nächste Besuch da war, nämlich meine Oma und meine Eltern, wobei sich unser Süßer nach dem Essen trotz der Freude über den Besuch erst mal zurück zog. Wir quatschten dann ein wenig, bevor unser Junior die Geschenke auspacken durfte, denen gegenüber er aber diesmal skeptisch war, weil er sich noch nicht kennt. Er zog sich dann aber schnell wieder zurück in sein Zimmer und blieb auch dort, während wir uns noch sehr schön unterhielten. Als unser Besuch ging, verabschiedete sich unser Schatz kurz, ging wieder in sein  Zimmer, bis es Abendessen gab und wollte dann nur noch ins Bett, weil der Tag für ihn auch anstrengend war, weil er viele liebe Menschen gesehen hatte, was positiver Stress bedeutet.

 

Und dann konnten wir wieder einen Tag gemütlich und ruhig beginnen, der aber leider später sehr unschön wurde….

Wir machten mittags nämlich noch einen weiteren Weihnachtsbesuch, wobei ich hier unter anderem aus einem gewissen Respekt der Peron gegenüber nicht ausführen werde, in welchem Verhältnis sie zu uns steht, aber so viel sei gesagt: Es ist zwischen der Person, meinem Mann und mir ein schwieriges Verhältnis aus unterschiedlichen Gründen, dass sicher mit dazu beigetragen hat was sich ereignete….

Wir wollten mittags den Besuch machen und unser Junior, der etwas müde war, freute sich auch sehr darauf. Dort angekommen sollte er seine Geschenke auspacken, was aber nach einem Einwand meinerseits auf später am Tag vertagt wurde und unser Wirbelwind fragte nach seinem Tablet, dass wir immer dorthin mitnehmen, weil es eine Umgebung ist, in der unser Schatz nicht so aktiv und in Bewegung sein kann, wie er es gerne wäre, was natürlich für jedes Kind anstrengend ist. Mit seinem Tablet hat er dort aber auch etwas zu tun und das ist nicht so anstrengend. Die Person verneinte dieses, aber wir gaben unserem Schatz das Tablet, damit er ruhiger werden könnte. Später gingen wir in einen anderen Bereich der Umgebung und unser Schatz packte seine Geschenke aus, die ihn aber wegen seiner Müdigkeit weniger interessierten uns spielte dann mit dem Handy meines Mannes, weil es mit dem Tablet nicht so klappte, wie unser Wirbelwind das gerne wollte…

Als wir uns auf den Heimweg machen wollten, bat ich unser Wilden das Handy auszumachen und er war wütend, weil er es nicht verstanden hatte, dass wir uns auf den Weg machen wollten, weshalb er (aus Überforderung) nach mir haute. Ich schimpfte mit ihm und als er sich seine Schuhe anzog, streckte mir unser kleiner Frechdachs seine Zunge raus, woraufhin ihn die Person als „Bösen Jungen“ bezeichnete :‘-( :-O .  Wir gingen mit unserem Süßen dann ein bisschen aus der Situation und er erklärte in dieser Umgebung zu feiern bedeute für ihn Stress, er wolle demnächst in einer anderen Räumlichkeit feiern und entschuldigte sich, nachdem ich ihm erklärte, dass er dennoch nicht hauen darf. Er hatte sich geärgert, dass er das er das Handy ausmachen sollte, weil er nicht mitbekommen hatte, dass wir nach Hause fahren wollten, Auch im Gespräch mit meinem Mann blieb die Person aber der Meinung unser Schatz sei böse und man könne nicht alles mit seinem Autismus entschuldigen, ohne sich je wirklich informiert zu haben. Natürlich kann man auch nicht jedes Verhalten damit entschuldigen, dass er Autist ist, aber das tun wir auch nicht – es erklärt aber sein Verhalten und darauf sollte man reagieren…

 

Den gesamten Heimweg über war unser Süßer sehr traurig du wir erklärten ihm zu Hause, dass diese Person ihn nicht so gut kennt, und darum etwas so gemeines gesagt hat, aber der Weihnachtsmann ihn ja öfter beobachtet und ihm gesagt, dass er ein lieber Junge ist und Papa und Mama das auch wissen, wodurch er zumindest nicht mehr so traurig war wie zuvor….

 

Weihnachten begann also sehr schön, sehr fröhlich und stressfrei, endete aber (zumindest für unseren Süßen) leider mit Stress, Anspannung, Traurigkeit und dadurch sehr unschön. Es wird nun aber einiges an Aufklärungs(sversuchen) der Person gegenüber geben, ein Gespräch im nächsten an einem anderen Ort zu feiern, damit sich unser Schatz auch mal zurück ziehen kann und sollte diese Person nicht bereit sei auf ihn einzugehen auch die Konsequenz, dass sie ihn weniger sehen wird…(was ich nur ungerne so umsetzten würde).

© S. Stolzenberg

Schade…

Das Thema dieses Blogs ist das elterliche Engagement in der Schule.

Wie jedes Jahr gab es auch diese Jahr wieder wenige Wochen nach dem Ende der Sommerferien die erste Schulpflegschaftssitzung des Schuljahres, zu der alle Eltern der Schule herzlich eingeladen, wobei anzumerken ist, dass der Zeitrahmen 19 Uhr bis 21 Uhr, wenn man nicht gewählt wird, ansonsten bis ca. 21.30 Uhr natürlich etwas ungünstig liegt. Dieses Jahr waren von unserer Klasse fast alle Eltern anwesend, bei vielen anderen Eltern, die noch im Vorjahr da waren, stellte ich aber fest, dass diese nicht gekommen waren, wie auch einige andere Eltern, die ich von der Schule kenne. Und wie jedes Jahr wollte natürlich erst mal niemand Klassenpflegschaftsvorsitzender und/oder dessen Vertreter werden (ich wurde die Vertretung), obwohl das eigentlich „nur“ bedeutet ein- bis dreimal im Jahr (im Durchschnitt) an einem Abend in die Schule zu fahren, um verschieden Themen zu besprechen.

Ein Amt das keiner haben möchte, aber jeder hat Ansprüche an die Schule, die Lehrer, die Gestaltung des Unterrichts, das Essen der Kinder,… und das wird dann nur weiter getragen, obwohl gerade ein solcher Posten die beste Möglichkeit bietet sich aktiv einzubringen, Lösungen zu finden, Kritik und Lob anzubringen, Themen für Elternabende zu besprechen. Und trotzdem sind es oft die Personen, die schon mal gewählt wurden, die man im nächsten Jahr wieder sieht – fast genau so stellt es sich auch dieses Jahr wieder dar. Und dennoch wollen viele Eltern vieles ändern, sich aber nicht einbringen. Warum? Weil man öfter mal zur Schule fahren „muss“ oder weil man an dem ersten Abend etwas länger in der Schule verbringt? Beantworten konnte mir die Frage noch keiner.

Ich hatte für mich bereits im Vorfeld des Abends entscheiden, dass es zwar für mich an sich ok wäre gewählt zu werden, ich aber nicht bei jeder Sitzung in der Schule anwesend sein könnte, weil ich einfach kein Auto habe und damit schlecht zur Schule (zwei Orte weiter) abends hin kommen kann. Ich wurde Vertreterin und unsere Klassenpflegschaftsvorsitzende, die letztes Jahr meine Vertretung war, fährt, wie auch letztes Jahr schon, zu diesen Terminen, informiert mich was da besprochen wurde und alles an Schriftstücken für die Klasse, die Lehrer,.. formuliere ich.

Damit haben wir aber auch die Chance und die Möglichkeit aktiv etwas zu ändern (als wäre das an der Schule nötig) und diese Möglichkeit haben alle anderen nicht in dem Maße…

Heute war dann aber auch noch das Herbstfest, dass nicht nur zur „Unterhaltung“ der Kinder dient, Dinge zum Kauf anbietet (Herbstdeko unter anderem), sondern auch eine Möglichkeit des Austauschs, des Kontakts darstellt. Hier ist aber die Hilfe der Eltern erforderlich, damit das gelingt und im Gegensatz zum Vorjahr gab es dieses mal nur  vier Stationen zu besetzten. Den Pendeldienst, wo ein Bus von Standort A zur Schule und wieder zurück gefahren wird, ein Grillstand, ein Getränkestand und die Cafeteria, da alles andere von den Lehrern und FSJlern übernommen wird (letztes Jahr waren das deutlich mehr Stationen). Eltern und ältere Schüler, die diese Stationen besetzten könnten (und der Erlös kommt ja den Kindern zugute) gäbe es genug. Und dennoch waren wieder nicht alle Stationen die ganzen vier Stunden voll besetzt. 😦  Ich finde das sehr schade, da es für unsere Kinder ist und eine tolle Möglichkeit zum Kontakt nicht genutzt wird – wann sonst kann zu so vielen anderen Eltern Kontakt haben und sich mal austauschen? Mein Mann und ich haben letztes Jahr bereits eine Stunde am Getränkestand geholfen, gemerkt wie viel Spaß das macht und wie viele interessante Kontakte man knüpfen kann und deswegen haben wir dieses Jahr die ganzen vier Stunden am Getränkestand geholfen – in der letzten Stunde mit einem Vater einer Klassenkameradin unseres Schatzes und dessen Kindern – die das übrigens ganz super gemacht haben – und es war zwar auch anstrengend und ging vor allem auch in die Waden so lange zu stehen, aber es hat auch viel Spaß gemacht und wir haben wieder tolle Gespräche führen dürfen.

Ich würde mir wünschen, dass Eltern die so hohe Anforderungen an eine Schule setzten sich dann auch mal bereit erklären würden sich etwas mehr einzubringen. Man muss ja nicht direkt alles machen, aber mal hier und da ein bißchen sollte schon machbar sein, besonders dann wenn man sehr zufrieden mit der Schule ist (wie es an unserer bei den meisten Eltern der Fall ist)….

© S.Stolzenberg

Published in: on 17. September 2016 at 23:26  Comments (2)  

Das Ende der Ferienzeit

Übermorgen sind die Ferien vorbei, die bei uns leider etwas anders verliefen, als geplant. Erst mal konnten wir zu Beginn der Ferien nämlich noch keine Ausflüge machen , wie geplant, da unser Wirbelwind, wie ich schon im letzten Beitrag schrieb Fieber bekam und zuletzt konnten wir ein paar Ausflüge nicht machen, weil mein Mann einen Gichtanfall im Fuß hatte und sich somit kaum bewegen konnte. Es gab aber auch Ausflüge, die wir dann einfach mal für später angedacht haben, weil sie mit Bus und Bahn einfach zu lange dauern würden, zu weit weg wären wie etwa das Neandertal Museum in Mettmann…

Das Wunderland in Kalkar haben wir noch nicht gesehen, wollen das aber nachholen, zur Museums Insel Hombroich werden wir vielleicht in den Herbstferien fahren, das Neandertal Museum werden wir sicher mal mit meinem Mann zusammen ansehen und im Westfalenpark waren wir auch nicht, auch, weil ich aktuell einen Infekt habe ( 😦 ) was wir aber auch nochmal machen werden.

Ein paar andere Ausflüge konnten wir aber noch machen:

Der Vulkanpfad in der Eifel (grüne Route),  bei dem wir uns zum Glück dazu entschieden haben mit dem Auto zu fahren und uns zwei Ziele auszusuchen, da wir nicht alles von der grünen Route an einem Tag geschafft hätten. Irgendwann werden wir da sicher auch nochmal hinfahren und dann noch die anderen Ziele ansehen, aber man muss sehr früh morgens los und sollte ausreichend Essen und Trinken mit nehmen. Wir haben uns dazu entschieden folgende Ziele anzusehen:

den Ettringer Lay, eine ehemalige Abbaustelle von Vulkangestein, wo man auch klettern kann, aber so oder so festes Schuhwerk benötigt. Hier ein paar Eindrücke.

Ettringer Lay (1) Ettringer Lay (8) Ettringer Lay (10) Ettringer Lay (26) Ettringer Lay (41) Ettringer Lay (45) Ettringer Lay (46) Ettringer Lay Schmetterling am Ettringer Lay (7) Schmetterling am Ettringer Lay (8)  Das nächste Ziel des Vulkanpfads war das Mayener Grubenfeld, ebenfalls ein ehemaliges Abbaugebiet, wo auch der Silbersee liegt, ein Museum angebunden ist und man sehen kann was alles aus den Vulkansteinen geschaffen wurde. Zudem kann man zeitweise dort auch Fledermäuse gehen. Auch hier ein paar Eindrücke:

Mayener Grubenfeld (1) Mayener Grubenfeld (7) Mayener Grubenfeld (8) Mayener Grubenfeld (9) Mayener Grubenfeld (25) Mayener Grubenfeld (27) Mayener Grubenfeld (36) Mayener Grubenfeld (51) Mayener Grubenfeld (52) Mayener Grubenfeld (57) Schmetterling am Mayener Grubenfeld Da wir dann aber schon kaum noch Zeit hatten, um noch ein weiteres Ziel anzuschauen, sind wir dann nur noch ein bißchen durch die Stadt Mayen gegangen, in der wir auch ein paar tolle Eindrücke gewinnen konnten:

Mayen (6) Mayen (8) Mayen (13) Mayen (23) Mayen (25) und wir werden sicher mal wieder hin fahren, da es sich sehr lohnt.

 

Ein weiteres Ziel, bei dem ich mir aber gar nicht so sicher war, ob es unseren Wirbelwind überhaupt interessieren würde war der Landschaftspark Duisburg Nord (LaPaDu), indem er sich aber sehr viel hat erklären lassen, viel nachgefragt hat und wir sogar ein Stück auf den Hochofen gingen, obwohl er Angst vor Höhe hat. Hier hin sollte man mit Kindern nur fahren, wenn sie schon ein bißchen verstehen, dass es ein altes Industriegelände ist und sie daran Interesse haben (könnten). Ansonsten dürfte es für Kinder (trotz eines Spielplatzes) doch sehr langweilig sein… Auch hier wieder ein paar Bilder:

im LaPaDu (2) im LaPaDu (3) im LaPaDu (5) im LaPaDu (7) im LaPaDu (9) im LaPaDu (11) im LaPaDu (13) im LaPaDu (15) im LaPaDu (20) im LaPaDu (22) im LaPaDu (24) im LaPaDu (30) im LaPaDu (35) im LaPaDu (38) im LaPaDu (40) im LaPaDu (44) im LaPaDu (57) im LaPaDu (60)

Dann waren wir noch im Tierpark und Fossilium Bochum, dass zwar sehr schön ist, sich für uns aber bei der Anreise nur dann erneut lohnen würde, wenn wir das mit einem Besuch im nahegelegenen Planetarium verbinden würden. Trotzdem hatten wir viel Spaß und sind dafür dann einfach noch ein bißchen durch den Stadtpark nahe des Tierparks gegangen. Vom Tierpark gibt es aber auch ein paar sehr schöne Bilder:

Affe im Tierpark Bochum (3) Agame im Tierpark Bochum (2) Chamäleon im Tierpark Bochum (2) Fische im Tierpark Bochum (1) im Tierpark Bochum (2) im Tierpark Bochum (10) im Tierpark Bochum (12) im Tierpark Bochum (13) im Tierpark Bochum (14) im Tierpark Bochum Krokodile im Tierpark Bochum Leguan im Tierpark Bochum (1) Präriehund im Tierpark Bochum (3) Waran im Tierpark Bochum (1) Besonders gefallen hat mir in diesem Tierpark, dass man nicht nur Tiere beobachten und Fossilien bestaunen kann, sondern es auch einige Informationen gibt und ein sehr schöner Spielplatz existiert, der schon für die kleinsten geeignet ist.

Und dann waren wir nach längerer Zeit auch mal wieder im Zoom in Gelsenkirchen, wo wir das Glück hatten, dass diesmal die Flughunde im Asienbereich auch mal geflogen sind. Auch hier ein paar sehr schöne Tierbilder:

Affen im Zoom (2) Affen im Zoom (8) Erdmännchen im Zoom (5) Flughund im Zoom (5) Hyäne im Zoom (2) Lemur im Zoom (6) Löwe im Zoom (1) roter Panda im Zoom (2) Schneeeule im Zoom (1) Tiger im Zoom (4) Vogel im Zoom (2) Zoom (2)

Und dann waren wir noch in der näherem Umgebung unterwegs, Junior war auch mal einen Tag bei seinen Großeltern, wir sind zum bunten Garten in Mönchengladbach gefahren und waren auch schwimmen.

Und trotzdem sind unser Wirbelwind und ich bei all den schönen Ausflügen, die wir gemacht haben und der schönen Zeit, die wir zusammen verbringen durften froh, dass übermorgen die Schule wieder anfängt (bei mir auch mit dem Wissen, dass es gar nicht so lange bis zu den nächsten Ferien ist). Unser Wildfang ist froh darüber, weil er zu hause leider kaum Kontakt zu anderen Kindern hat und wäre froh, wenn das mehr der Fall sein würde, weshalb wir sicher auch den ein oder anderen Bekannten mit Kindern öfter mal auch am Wochenende besuchen werden… er vermisst seine Klassenkameraden, die er auch als seine Freunde betrachtet und Papa und Mama können nun mal, egal wie sehr wir uns anstrengen, nicht den geregelten Tagesablauf bieten, den er in der Schule hat und der fehlt ihm auch – er tut ihm gut. Außerdem unternehmen wir ja auch innerhalb der Schulzeit viel mit ihm – dann aber halt „nur“ an den Wochenenden oder an schulfreien Tagen. Und ich bin froh, weil ich dann zwar immer noch öfter mal einen Ausflug mit meinen Schätzen unternehmen kann, diese aber nicht mehr jeden zweiten Tag von unserem kleinen Wirbelwind eingefordert werden. Zudem habe ich dann auch wieder mehr Zeit für andere Hobbys und unerledigte Dinge, die ich noch machen wollte, die ich innerhalb der Ferien vernachlässigt habe.

Aber: In der ersten Woche wird es dennoch wieder eine Umstellung sein, wenn unser Wildfang nicht mehr den ganzen Tag zu Hause (oder höchstens mal bei Oma und Opa oder dem FUD) ist und es vormittags (sobald mein Mann wieder arbeiten kann) ruhig sein wird… die ersten Tage sicher zu ruhig.

Es ist eben so: Wenn wir unsere Kids permanent um uns haben, sind wir auch mal über eine Auszeit froh und wenn wir diese haben, ist es erst mal merkwürdig, schwer diese anzunehmen und zu genießen :-D.

In diesem Sinne allen einen guten Start ins neue Schuljahr und ganz viel Spaß.

© S. Stolzenberg

 

 

Ferienzeit

Für die meisten bedeutet Ferienzeit oder Urlaub entspannen, sich ausruhen, wieder zu Kräften kommen, vielleicht auch einfach mal nichts tun.

Bis zu den ersten Ferien unseres Schatzes dachte ich es würde bei uns ähnlich sein, dass er froh sein würde mal nicht so viele Termine zu haben, nicht so lange unterwegs zu sein, da er im Kindergarten schon immer neben des Kindergartenalltags auch Therapien hatte (und da noch sehr viele) und bis nachmittags unterwegs war.

Er wollte aber in seinen ersten Ferien viel unternehmen, bespaßt werden, nicht viel zu Hause sein.

So unternahmen wir immer mal wieder Ausflüge.

In den ersten Schulferien dieses Jahr dachte ich wieder, dass er vielleicht froh sein würde weniger „zu tun“ zu haben, weil er in der Schule natürlich stärker gefördert und gefordert wird, als schon im Kindergarten. So wird da nicht nur der „normale“ Unterricht abgehalten, sondern es wird auch viel Wert auf die Selbstständigkeitsentwicklung gelegt. Er musste nach und nach lernen sich selber anzuziehen, den Tisch mit zu decken,…. und daneben auch erste Buchstaben, Zahlen, addieren,.. lernen und basteln (was er so gar nicht mag). Dazu hat er in der Schule aber auch noch Therapien, die ihm zwar Spaß machen, aber nun mal auch Energie kosten.

Daher dachte ich er sei froh, wenn wir mal nur in der näheren Umgebung unterwegs seien, weniger Ausflüge unternehmen würden und auch mal einen Tag nur mit Bücher lesen, kuscheln, spielen verbringen würden.

Weit gefehlt. In den ersten Ferien merkte ich schnell, dass diese Vorstellung eher eine Wunschvorstellung war und unserem Wirbelwind gar nicht gefiel. Er wollte am liebsten täglich etwas unternehmen, was ich aber etwas beschränkte, weil er dadurch das Risiko einer Überforderung bestanden hätte, aber wenn wir nicht spätestens nach einem Tag „Pause“ wieder etwas unternahmen, war er kaum zu ertragen, er sagte mir ständig wie langweilig ihm sei, dass er etwas unternehmen wollte, hatte zu nichts Lust,..

Für zwei Wochen ist das noch ziemlich einfach – insbesondere, wenn man nicht über so große finanzielle Mittel verfügt, aber ich machte mir schon Gedanken wie es in den Sommerferien sein würde.

Jetzt hat unser Wirbelwind Sommerferien und mir war vorab schon klar, dass er wieder jeden zweiten Tag etwas unternehmen wollen würde (wobei ich hier vielleicht mal erwähnen sollte, dass bei ihm – nicht zu Unrecht – der Verdacht auf eine Hyperaktivität besteht). Ich suchte also nach Ausflugszielen, die ihn interessieren könnten, bis auf wenige Ausnahmen auch mit Bus und Bahn erreichbar sein würden (da mein Mann „nur“ die ersten drei Wochen der Ferien Urlaub hatte) und überwiegend günstig oder sogar kostenfrei wären. Nach längerem Suchen auch mit der Unterstützung meiner Mama (an dieser Stelle noch mal Danke schön dafür!), wurde ich dann auch fündig.

Die Hälfte der Ferien sind nun geschafft und wir haben schon einige Ausflüge (über die ich noch schreiben werde) unternommen, andere stehen noch aus und ich war sicher, dass unser Sonnenschein froh sein würde, dass er zwischendurch auch mal froh sein würde nichts zu unternehmen, aber es gab auch schon „Pausen“-Tage, an denen er trotzdem am liebsten auch noch was mit mir unternommen hätte, zur Uroma, zur Oma oder zu einer seiner FUD-Feen wollte 😀 .

Ich freue mich zwar, dass er gerne mal etwas unternimmt und kein „Stubenhocker“ ist, ich unternehme auch gerne mal was und sehe dadurch auch viel, wir machen gerne mal Fotos (und Möglichkeiten dazu gibt es durch die vielen Ausflüge natürlich auch), aber an manchen Tagen wäre ich auch mal froh, wenn er einfach nur zu Hause bleiben und Fernsehen wollen würde..

So schön die gemeinsame Zeit mit unserem Wildfang auch ist, muss ich auch zugeben, dass ich auch in gewisser Weise froh bin, wenn die Ferien vorbei sind und ich auch mal wieder etwas „durchatmen“ kann. Dann kann ich auch mal wieder einfach mal nichts tun, „nur“ spazieren oder mittags mit ihm „nur“ zum Spielplatz gehen und es wird ihm reichen….

Und doch bewundere ich auch die Ausdauer, die unser Frechdachs hat, dass er (teils trotz wenig Schlaf) auf diesen Ausflügen besteht- sie einfordert und sogar enttäuscht ist, wenn mal ein Ausflug (zum Beispiel wetterbedingt) nicht klappt…

Unsere bisherigen Ausflüge waren folgende:

  1. Grugapark in Essen
  • Hier waren meine Männer alleine, weil ich in der Zeit ein Shooting mit einer Freundin hatte (welches sehr viel Spaß gemacht hat) und konnten mal Papa-Sohn-Zeit genießen, was bei uns auch eher selten und damit etwas Besonderes ist, genießen. Meine Männer lernten aber auch die Familie meiner Freundin kennen und die Jungs verstanden sich auf Anhieb, so dass unser Frechdachs jetzt immer mal wieder fragt, wann wir denn endlich wieder mal zu der Familie hin fahren werden ♥ .
  • Dieser Ausflug sollte eigentlich die Sommerferien „einläuten, wobei unser Wirbelwind danach krank wurde und fieberte, so dass erst mal keine weiteren Ausflüge möglich waren 😦 .
  1. Irrland in Kevelaer
  • Eins der Lieblingsausflugsziele unseres Schatzes, weil er da ganz viel toben kann. Wie immer waren wir ihm viel zu kurz da und er wäre am liebsten da geblieben. Als wir gingen, fragte er auch schon wann wir das nächste Mal dahin fahren würden.
  1. Schloß Dyck in Jüchen
  • Es war uns allerdings an dem Tag mit 31°C eigentlich viel zu heiß, so dass wir mehr von einer Bank im Schatten zur nächsten gingen und den Ausflug gar nicht richtig genießen konnten, so dass wir auch nicht so lange blieben, wie wir es bei anderen Temperaturen getan hätten. Trotz der Hitze und eines anschließenden Sonnenbrandes bei meinem Mann und mir, war es ein schöner Tag. Ich hab aber auch meine Männer und meine Mama, die mit war zum Lachen gebracht, weil ich für meine Kamera die Batterien nicht geladen hatte 😀 .
  1. Mondo Verde in den Niederlanden
  • Ein sehr schöner Park, der sich lohnt, aber nicht billig ist. Es gibt viel Kunst im Park, Dinos zum bestaunen und ein paar Kinderspielmöglichkeiten, sowie ein paar Tiere. Man kann problemlos den ganzen Tag dort verbringen und es gibt auch viele schöne Brunnen. Hier ein paar Eindrücke:

Mondo Verde (9)Mondo Verde (35)Mondo Verde (23)Mondo Verde (51)Mondo Verde (62)Mondo Verde (72)Mondo Verde (6)

Blässhuhn und Fisch im mondo Verde

  1. Rheinkirmes in Düsseldorf (hierzu muss ich vermutlich nichts sagen)
  1. Duisburger Zoo
  • Das ist bei uns immer festes Ritual, wenn wir bei der Blutabnahme waren – wir gehen dann erst mal eine Pizza essen und dann in den Duisburger Zoo, wo für unseren Schatz die Delfine und die Otter immer Highlight sind. Vorher hatte unser Schatz aber in der Innenstadt noch Spaß an den Brunnen. Besonders schön war für ihn, dass diesmal auch meine Mama dabei war. Auxh hier gibt es ein paar Eindrücke:

Bären im duisburger Zoo (1)duisburger Zoo (14)  duisburger Zoo (27) Elefant im duisburger Zoo (2) Fische, Korallen,.. im duisburger Zoo (7) Fische, Korallen,.. im duisburger Zoo (13) Fossa im duisburger Zoo (3) Geier im duisburger Zoo (2) Koala im duisburger Zoo (1)

  1. Nochmal Schloß Dyck
  • Diesmal war es nicht so heiß, so dass der Ausflug uns allen (meine Mama war wieder dabei) diesmal auch mehr Spaß machte und wir mehr sehen und beobachten konnten. Für unseren Wirbelwind war es auch toll, weil er seine Kamera dabei hatte und auch viele tolle Bilder machen konnte – ein Hobby, dem er länger nicht nachgekommen ist. Ein paar Bilder:

Schloß Dyck (2) Schloß Dyck (4) Schloß Dyck (5) Schloß Dyck (23)

  1. Sequoiafarm in Kaldenkirchen
  • Hier war es für unseren Schatz eher langweilig…. nur der gegenüberliegende kleine Wasserpark hat ihn da interessiert.
  1. Explorado in Duisburg
  • Es war eine Idee… unseren Schatz, der es „doof“ fand, dass Papa nicht mitkonnte, weil der wieder arbeiten musste, fand nur drei Stationen interessant und an einer davon schnell verunsichert, weil ein jüngeres Kind ihm sagte, dass es das geschafft hatte und unser Schatz nicht so gut (ein Glöckchenparcour). Da musste Mama dann erst mal wieder etwas aufbauen und loben. Dann versuchte er immer wieder mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, scheiterte aber ein wenig daran, dass er sich noch nicht so auf deren Fantasiespiele einlassen konnte und als ich merkte, dass es ihn zunehmend verunsicherte, dass die Kinder kaum reagierten, gingen wir. Am Duisburger Innenhafen konnte er dann aber eine Entenmama und deren Babys füttern und sogar streicheln und ging anschließend noch ein bißchen mit Mama durch Duisburg spazieren.

Enten am duisburger Innenhafen (3)

Weitere geplante Ausflüge sind folgende:

 

  1. Der Vulkanpfad in der Eifel – wir sind gespannt darauf
  2. Der Landschaftspark Duisburg (LaPaDu), der sehr interessant und schön sein soll – ich habe e schon Bilder von da gesehen, aber wir waren noch nicht da
  3. Der Tierpark und das Fossilium in Bochum, da Sohnemann Tiere liebt
  4. Das Wunderland in Kalkar, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe
  5. Die Museums Insel Hombroich, da dort Natur und Kunst verbunden werden und das Sohnemann und mich interessiert
  6. Das Neanderthalmuseum in Mettmann
  7. Zoom in Gelsenkirchen – wir waren schon öfter da und finden es einfach nur super
  8. Der Westfalenpark, in dem wir auch schon waren und wo es einfach klasse ist, weil dort Natur, Tiere und Kunst verbunden werden, es aber auch für Kinder einfach nur schön ist, weil es auch immer wieder Spielstationen gibt. Hier ein paar Eindrücke von unserem letzten Besuch:

Gänse im Westfalenpark (7) im Westfalenpark (1) im Westfalenpark (9) im Westfalenpark (11) im Westfalenpark (12) im Westfalenpark (14) im Westfalenpark (16) im Westfalenpark (22) im Westfalenpark (24) im Westfalenpark (44)

  1. Nach den Sommerferien am Wochenende die Drachenwelt in Königswinter, bei der ich sehr gespannt bin, wie unser Schatz auf den riesen großen Steindrachen reagieren wird

Bei Gelegenheit werde ich vielleicht auch mal über diese Ausflugsziele berichten…

Und dann hat Mama immer noch Ideen von Ausflugszielen, wo wir noch nicht waren, für die Herbstferien. Mal sehen was ich mir nächstes Jahr einfallen lassen werde.

In diesem Sinne allen, bei denen noch Sommerferien sind, noch schöne Ferien weiterhin.

© S. Stolzenberg

Sascha Stracks

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[hier bitte kreative Beschreibung einfügen]

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